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Saison 2012/2013
Samstag, 19. Januar 201316:00 Uhr

HSV 2012 HochfrankengegenHerren I

Heim

HSV 2012 Hochfranken

24 : 23

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Konzentriert ins Fichtelgebirge

HSV Hochfranken soll kein Stolperstein werden

Nachdem der Auftakt der Sulzbacher Handballer in die Rückrunde der Landesliga Nord mit dem lockeren 30:26-Erfolg gegen den TSV Partenstein geglückt ist, wartet nun eine undankbare Auswärtshürde auf die Herzogstädter. Am Samstagnachmittag um 16.00 Uhr müssen die Rohrbach-Schützlinge beim Tabellenletzten, dem HSV Hochfranken antreten. Die Partie findet im Sportzentrum Rehau in der Pilgramsreuther Str. 44 statt.

Die Rückrunde begann am letzten Wochenende so, wie sie im Dezember geendet hatte. Die Verfolger des Tabellenführers aus der Herzogstadt schwächeln, wie der Tabellenzweite Winkelhaid, der einen Punkt beim Vorletzten Ansbach ließ, oder die HSG Fichtelgebirge, die etwas überraschend in Gerolzhofen verlor. Da sich die Sulzbacher keine Blöße geben, wuchs der Vorsprung auf den ersten Verfolger auf sechs Punkte an. Diese komfortable Situation sollten die Oberpfälzer nicht durch Leichtsinn aufs Spiel setzen, denn in den nächsten Wochen folgen die entscheidenden Spitzenspiele gegen Winkelhaid und Cham, die schon eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf bringen können.

Im Hinspiel gegen die Oberfranken aus Selb und Rehau schaffte es die Truppe von Trainer Volker Eheim nicht, den Tabellenführer zu ärgern. 30:23 siegten damals die Sulzbacher in der Krötenseehalle und nur in der zweiten Halbzeit zeigte der Gegner damals brauchbaren Landesligahandball. Zuhause spielt der HSV aber eine Klasse besser, was die Ergebnisse beweisen, denn alle sechs bisher eingefahrenen Punkte wurden in den Hallen der Spielgemeinschaft aus Rehau und Selb geholt. Da punkteten die Franken auch schon mal gegen so starke Teams wie Winkelhaid oder Münchberg. Trotzdem reicht es im Moment nur für die rote Laterne der Liga, nachdem auch die erste Rückrundenpartie mit 24:30 in Erlangen/Bruck verloren wurde.

Am anderen Ende der Tabelle hat der HC Sulzbach zwar kontinuierlich Aufstellungssorgen, auch diesmal fehlen mit Björn Kreyßig und Michael Waitz wieder zwei Leistungsträger, doch der Kader kann dies meist sehr gut ausgleichen. Immerhin wurden ohne die beiden Torjäger am letzten Wochenende relativ locker gegen den TSV Partenstein gewonnen und so werden die Herzogstädter mit breiter Brust ins Fichtelgebirge fahren. Angst hat man im Sulzbacher Lager nur, dass die Brust zu breit wird, denn gerade gegen Mannschaften aus den unteren Regionen hat sich die Rohrbach-Truppe erfahrungsgemäß immer sehr schwer getan. Das Team sollte sich im Klaren sein, dass jeder Gegnererst einmal niedergekämpft werden muss. Zumindest in der Abwehr war dies aber in der Vergangenheit gegen die vermeintlichen Underdogs oft nicht so und so wird der Coach seinen Cracks mit auf dem Weg geben, dass Körperkontakt in der Defensive durchaus erlaubt ist. Warum dies in den Spitzenspielen klappt und gegen die Außenseiter nicht können die Jungs nur selbst beantworten, oder das Gegenteil beweisen. Trotzdem jammern die Herzogstädter hier auf hohem Niveau und alles andere als ein Sieg beim HSV Hochfranken wäre eine Sensation und schwere Enttäuschung für den Tabellenführer.

HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel, Hartmann

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Blamage im Fichtelgebirge

Tabellenführer aus Sulzbach patzt beim Schlusslicht Hochfranken mit 23:24

Da halfen alle Warnungen im Vorfeld nichts, es kam wie so oft, wenn ein überheblicher Favorit auf einen hochmotivierten Außenseiter trifft. Diesmal traf es den Tabellenführer aus der Herzogstadt beim Tabellenletzten HSV Hochfranken. 24:23 siegten die Underdogs aus Rehau und Selb und brachten somit wieder etwas Spannung in den Titelkampf der Landesliga Nord.

Feinfühlige Fans konnten es schon beim Warmlaufen erkennen, dass die Rohrbach-Truppe die Punkte aus dem Fichtelgebirge im Vorbeigehen mitnehmen wollten. So begann die Partie entsprechend mit einer 5:0-Führung der Gastgeber und Trainer Christian Rohrbach musste schnell eine Auszeit nehmen um seine Cracks daran zu erinnern, warum man angereist war. Doch auch das kennt man. Ist der Karren erst einmal in den Dreck gefahren, ist er nur sehr schwer wieder herauszuholen. Nur ganz mühsam kämpften sich die Herzogstädter zurück ins Spiel (5:10, 8:10), doch eine Führung gelang bis zur Pause nicht mehr, weil kein Akteur Normalform erreichte. Natürlich machte sich hier das Fehlen von drei Stammspielern bemerkbar und auch das geliebte Harz wurde schmerzlich vermisst, doch die vielen vergebenen Großchancen entschuldigt das nicht. Doch nicht nur der Angriff versagte, auch die Abwehr stand viel zu weit weg von den Gegnern und lud besonders den Haupttorschützen der Gastgeber, Johannes Kempf zum munteren Tore werfen ein. So brachten die Franken den Vorsprung bis zur Pause durch (11:13) und die Konzentrations- und leider auch Konditionsmängel der Gäste ließ nichts Gutes für die zweite Halbzeit hoffen.

Doch überraschenderweise folgten nun die besten Szenen der Gäste. Nach vierzig Minuten gelang den Herzogstädtern endlich die erste Führung (16:15), weil Jiri Smolik zumindest im Angriff eine gute Leistung bot und Toni Kreyßig die Strafwürfe sicher verwandelte. Beim Stande von 19:17 hatte man die Partie fast schon im Griff, doch ein gehaltener Siebenmeter des starken Gästekeepers und das darauf folgende schnelle Gegenstoßtor verhinderten, dass sich die Nerven von Spielern und Fans aus der Oberpfalz etwas beruhigen konnten. Im Gegenteil, jetzt hatten die Gastgeber wieder Oberwasser, die einfach den größeren Siegeswillen hatten. Auch zwei Glanzparaden von Torhüter Matthias Prasse verhinderten die 24:23-Führung der Oberfranken kurz vor Schluss nicht. Zum Ende wurde es noch einmal so richtig hektisch. Zehn Sekunden vor Spielende nahm Coach Rohrbach eine Auszeit. Nach Wiederanwurf kam der Ball zu Chris Meyer, der einfach umgemäht wurde. Rot für den Hochfranken und noch einmal fünf Sekunden Restspielzeit. Der letzte abgefälschte Wurf von Jiri Smolik landete dann am Pfosten und die Blamage war eingetütet.

Nun müssen die Spieler den nicht unverdienten 24:23-Erfolg der Hochfranken am nächsten spielfreien Wochenende erst einmal verdauen. Doch vor allem ist zu hinterfragen, warum diese unergründlichen Leistungsschwankungen immer wieder vorkommen.

HC Sulzbach: Prasse, Vojtech (Tor); Smolik 6, Kreyßig Toni 6(4), Meyer 3(2), Forster 2, Englhard 2, Hartmann 2, Schmidt 1, Kaspar 1, Krizek, Baumgärtel, Termer, Ott

Bericht: cwh