Vor dem Spiel
Konzentriert ins Fichtelgebirge
HSV Hochfranken soll kein Stolperstein werden
Nachdem der Auftakt der Sulzbacher Handballer in die Rückrunde der Landesliga Nord mit dem lockeren 30:26-Erfolg gegen den TSV Partenstein geglückt ist, wartet nun eine undankbare Auswärtshürde auf die Herzogstädter. Am Samstagnachmittag um 16.00 Uhr müssen die Rohrbach-Schützlinge beim Tabellenletzten, dem HSV Hochfranken antreten. Die Partie findet im Sportzentrum Rehau in der Pilgramsreuther Str. 44 statt.
Die Rückrunde begann am letzten Wochenende so, wie sie im Dezember geendet hatte. Die Verfolger des Tabellenführers aus der Herzogstadt schwächeln, wie der Tabellenzweite Winkelhaid, der einen Punkt beim Vorletzten Ansbach ließ, oder die HSG Fichtelgebirge, die etwas überraschend in Gerolzhofen verlor. Da sich die Sulzbacher keine Blöße geben, wuchs der Vorsprung auf den ersten Verfolger auf sechs Punkte an. Diese komfortable Situation sollten die Oberpfälzer nicht durch Leichtsinn aufs Spiel setzen, denn in den nächsten Wochen folgen die entscheidenden Spitzenspiele gegen Winkelhaid und Cham, die schon eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf bringen können.
Im Hinspiel gegen die Oberfranken aus Selb und Rehau schaffte es die Truppe von Trainer Volker Eheim nicht, den Tabellenführer zu ärgern. 30:23 siegten damals die Sulzbacher in der Krötenseehalle und nur in der zweiten Halbzeit zeigte der Gegner damals brauchbaren Landesligahandball. Zuhause spielt der HSV aber eine Klasse besser, was die Ergebnisse beweisen, denn alle sechs bisher eingefahrenen Punkte wurden in den Hallen der Spielgemeinschaft aus Rehau und Selb geholt. Da punkteten die Franken auch schon mal gegen so starke Teams wie Winkelhaid oder Münchberg. Trotzdem reicht es im Moment nur für die rote Laterne der Liga, nachdem auch die erste Rückrundenpartie mit 24:30 in Erlangen/Bruck verloren wurde.
Am anderen Ende der Tabelle hat der HC Sulzbach zwar kontinuierlich Aufstellungssorgen, auch diesmal fehlen mit Björn Kreyßig und Michael Waitz wieder zwei Leistungsträger, doch der Kader kann dies meist sehr gut ausgleichen. Immerhin wurden ohne die beiden Torjäger am letzten Wochenende relativ locker gegen den TSV Partenstein gewonnen und so werden die Herzogstädter mit breiter Brust ins Fichtelgebirge fahren. Angst hat man im Sulzbacher Lager nur, dass die Brust zu breit wird, denn gerade gegen Mannschaften aus den unteren Regionen hat sich die Rohrbach-Truppe erfahrungsgemäß immer sehr schwer getan. Das Team sollte sich im Klaren sein, dass jeder Gegnererst einmal niedergekämpft werden muss. Zumindest in der Abwehr war dies aber in der Vergangenheit gegen die vermeintlichen Underdogs oft nicht so und so wird der Coach seinen Cracks mit auf dem Weg geben, dass Körperkontakt in der Defensive durchaus erlaubt ist. Warum dies in den Spitzenspielen klappt und gegen die Außenseiter nicht können die Jungs nur selbst beantworten, oder das Gegenteil beweisen. Trotzdem jammern die Herzogstädter hier auf hohem Niveau und alles andere als ein Sieg beim HSV Hochfranken wäre eine Sensation und schwere Enttäuschung für den Tabellenführer.
HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Forster, Schmidt, Kaspar, Baumgärtel, Hartmann
Bericht: cwh
