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Saison 2014/2015
Samstag, 06. Dezember 201418:00 Uhr

SV 08 AuerbachgegenHerren I

Heim

SV 08 Auerbach

40 : 32

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Derby !!!

Und der Sieger steht schon fest

Da sich die Auerbacher Handballer zwei Jahre lang in der 3. Liga herumgetrieben haben, ist es schon eine Weile her, dass die Fans ein waschechtes Landkreisderby auf höchstem Bayernniveau sehen durften. Umso mehr freuen sich die Zuschauer aus beiden Lagern auf die Partie am Samstag um 18.00 Uhr in der Helmut-Ott-Halle in Auerbach, obwohl der Sieger schon vorher feststeht.

Eigentlich haben die Vereine aus den beiden Orten mit Bergbautradition im Allgemeinen und Handballtradition im Besonderen, einige Gemeinsamkeiten. Beide Teams pendeln zwischen zwei Ligen, die eine ist meist zu stark und die andere dient nur als Durchgangsstation. Leider liegt dazwischen dann doch eine ganze Spielklasse, denn die Auerbacher liebäugeln schon wieder mit der überregionalen 3. Liga, während der HC Sulzbach wie gewohnt um den Verbleib in der Bayernliga kämpft. Auch das letzte Wochenende brachte ähnliche Erlebnisse. Die beiden Teams verloren jeweils mit einem Tor denkbar knapp, doch während die Niederlage der Herzogstädter gegen den TSV Unterhaching nur eine Randnotiz war, erschütterte die 21:22-Pleite der Auerbacher beim Verfolger aus Waldbüttelbrunn die Liga doch etwas in ihrem Verständnis.

Eigentlich galten die Oberpfälzer nach Expertenmeinung in dieser Saison als unschlagbar, doch die Jungs von Spielertrainer Tobias Wannenmacher zeigten menschliche Züge und vertagten die Meisterfrage wohl auf das Rückspiel im Februar, was der Spannung in der Liga aber nur gut tut. Dann will man aber diese Scharte auswetzen, verfügt man doch über einen Kader mit vielen gestandenen Zweit- und Drittliga-Spielern, sowie den hoffnungsvollsten Talenten der weiteren Umgebung. Besonders hervor sticht dabei die Flügelzange mit Kenny Schramm und Maximilian Lux, die ganz oben in der Torjägerliste stehen. Doch Experten wissen, das Spiel der Auerbacher steht und fällt mit dem Trainer Wannenmacher, der die Spielmacherposition sowohl aus dem Rückraum, aber auch etwas ungewohnt auch vom Kreis aus interpretiert. Wenn seine Kreise gestört werden können, ist der SV 08 verwundbar, doch außer den fast ebenso prominent besetzten Waldbüttelbrunnern ist dies noch keiner Mannschaft gelungen.

Also keine Angst liebe Auerbacher, der HC Sulzbach hat sicher nicht die Kompaktheit, den Favoriten ernsthaft zu ärgern. Zwar sind einige Akteure in wirklich beeindruckender Form, wie die Rückraumschützen Smolik und Kreyßig, oder Torhüter Heimpel und Rechtsaußen Forster, doch das Gesamtpaket der Gastgeber ist dann doch von einem ganz anderen Kaliber.

So freuen sich die Fans aus beiden Lagern wohl eher am stimmungsvollen Event als an der Dramatik des Spieles, denn wie gesagt, der Sieger steht ja schon fest.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Smolik, Luber, Klee, Forster Kristian, Funke, Brockstedt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Die Story vom bösen Wolf

40:32-Erfolg der Auerbacher gegen bärenstarke Sulzbacher

Im Märchen ist es der böse Wolf, der das Rotkäppchen frisst, am Samstagabend in Auerbach war es der natürlich nicht böse, sondern tadellose Sportsmann Andreas Wolf, der die überraschend starken Gäste aus der Herzogstadt vernascht hat. In der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit, als den Gastgebern nicht mehr viel gegen die aufmüpfigen Underdogs aus Sulzbach einfiel, war es der Modellathlet, der dem Tabellenführer den Weg zum 40:32-Erfolg wies. Damit gab es in einem hochklassigen und spannenden Derby den erwarteten und auch verdienten Sieger, doch der Sieg war viel umkämpfter, als es das klare Ergebnis vorspielt.

Besonders in der Anfangsphase war die Partie des Tabellenführers gegen den abstiegsbedrohten Gast aus der Herzogstadt völlig ausgeglichen. Die Truppe war von Trainer Pavel Krizek punktgenau auf den Gegner eingestellt worden und schaffte es mit ihrem guten Rückzugsverhalten, das gefährliche Tempospiel des Favoriten zu unterbinden. Vorne glänzten die Gäste mit ihren spielerischen Mitteln. Am Vortag hatte der Coach seinem Kreisläufer noch mit auf den Weg gegeben, dass er morgen viel Platz in der offensiven Abwehr der Auerbacher haben würde und Daniel Laugner nutzte diesen Freiraum effektiv aus. Gästetrainer Tobias Wannenmacher sprach nach der Partie von der stärksten Vorstellung eines Kreisläufers in der Helmut-Ott-Halle und das war sicher nicht nur eine freundliche Floskel. So wechselte die Führung bis zum 7:8 immer wieder, ehe sich der Gastgeber beim 11:9 erstmals auf zwei Tore absetzen konnte. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln, da Rechtsaußen Marco Forster wie gewohnt für die emotionalen Tore sorgte, die der Mannschaft wieder Mut machten. Der 17:14-Halbzeitstand war dann auch noch lange keine Vorentscheidung in diesem tollen Derby.

Wer jetzt geglaubt hatte, dass der Favorit nach der Pausenansprache seines unzufriedenen Trainers jetzt eine Schippe drauflegen würde, sah sich getäuscht. Der Gast blieb gefährlich, weil Torjäger Jiri Smolik in der Form seines Lebens spielt und weil die beiden Kreyßigs brüderliches Verständnis zeigten und sich gegenseitig in Szene setzten. Bis zum 26:23 blieb die Partie eng, ehe wie erwähnt der Auftritt des bösen Wolfs kam. Der Halblinke der Gastgeber war nun nicht mehr zu kontrollieren und warf gefühlte zehn Treffer am Stück. Endgültig auf die Verliererstraße kamen die Herzogstädter dann, als Abwehrchef Pavel Krizek seine dritte Zweiminutenstrafe bekam und dem Team in den letzten 12 Minuten fehlte. Nun ergaben sich die Sulzbacher etwas zu früh ihrem Schicksal und so wurde es doch noch ein standesgemäßer, aber viel zu hoher 40:32-Erfolg des Klassenprimus.

Für die Krizek-Truppe gilt es nun, diese positiven Eindrücke aus dem Spiel beim Favoriten mit in das letzte Vorrundenspiel am kommenden Samstag gegen den TSV Friedberg zu nehmen. Mit einem Pflichtsieg gegen das Tabellenschlusslicht könnte die Vorrunde mit 11 Punkten abgeschlossen werden und Weihnachten darf kommen.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Smolik 9(1), Forster Marco 6, Laugner 6, Björn Kreyßig 5, Toni Kreyßig 4, Klee 1, Krizek 1(1), Brockstedt, Luber, Funke, Forster Kristian

Bericht: cwh