Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2009/2010
Samstag, 27. Februar 201018:00 Uhr

VfB ForchheimgegenHerren I

Heim

VfB Forchheim

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Konzentration hoch halten heißt die Devise

HCS will auch in Forchheim punkten

Die Euphorie nach dem tollen 28:27-Erfolg gegen Coburg ist zwar groß im Sulzbacher Lager, doch nun wird es so richtig ernst für die Herzogstädter, denn nacheinander muss man gegen die drei, schon leicht abgeschlagenen Mannschaften der Liga antreten. Da sind Siege eigentlich Pflicht, doch diese Teams stehen alle mit dem Rücken zur Wand und wollen ihre vielleicht schon letzte Chance nutzen. Zum Auftakt muss das Team von Trainer Rohrbach am Samstag um 18.00 Uhr zum Tabellenvorletzten VfB Forchheim reisen. Die Partie findet in der Realschulhalle in der Pestalozzistraße 2 statt.

Sechs Punkte liegen die Forchheimer nun schon hinter den Sulzbachern, die im Moment den 10. Tabellenplatz halten, der vielleicht schon für den Klassenerhalt reichen könnte. Dieses Ziel hat aber auch die Truppe von Trainer Elmar Ehrich noch nicht ganz aus den Augen verloren, doch dafür ist ein Erfolg in eigener Halle gegen den direkten Konkurrenten aus der Oberpfalz dringend erforderlich. Dass sie durchaus in der Liga mithalten können, haben die Franken letzte Woche gezeigt, wo sie in Gerolzhofen den viel stärker eingeschätzten Gastgeber am Rand einer Niederlage hatten. Äußerst unglücklich verlor das auch noch stark ersatzgeschwächte Team mit 27:28 Toren.

Trainer Christian Rohrbach wird also gut daran tun, die Konzentration seiner Mannschaft hoch zu halten. An das Hinspiel sollte man eigentlich gar nicht erinnern, denn da schossen die Sulzbacher einen Gegner, der einen rabenschwarzen Tag erwischte mit 40:24 aus der Realschulhalle. So einfach wird es in Forchheim sicher nicht werden, auch wenn die Favoritenrolle natürlich bei den Herzogstädtern liegt. Der Coach kann aus den Vollen schöpfen, denn auch Thorsten Artz kann nach seiner Erkrankung wieder mitwirken. Gespannt darf man sein, wen der Trainer aus der Mannschaft nimmt, denn der eigentliche Ersatzmann Edu Wertmiller wusste gegen Coburg durchaus zu gefallen. Doch ganz egal wer auflaufen wird, die Mannschaft präsentierte sich zuletzt als echtes Team und will versuchen im Kampf um den Klassenerhalt weiter zu punkten.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Smolik, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Ströhl, Wertmiller

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Am Ende doch noch einen Punkt gerettet

Leistungsgerechtes 22:22-Remis in Forchheim

Eigentlich war ja ein Sieg fest eingeplant für die Sulzbacher Handballer. Doch am Ende mussten die Herzogstädter froh sein beim Tabellenvorletzten einen Punkt erkämpft zu haben. Ein gutes Landesligaspiel sieht anders aus, doch das 22:22-Remis beim VfB Forchheim war zumindest sehr spannend und ein Genuss für jeden Sportpsychologen.

Wie kann das sein, dass eine Mannschaft, die eine Woche vorher das beste Spiel der Saison abliefert, nun bei einem Abstiegskandidaten fast unter die Räder kommt. Natürlich haben Trainer und Management davor gewarnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen und sicher wollten die Spieler das selbst nicht, doch ein paar starke Paraden des Gästekeepers und etwas Pech in den entscheidenden Momenten brachte das Rohrbach-Team in Zugzwang. Dann beginnt die Zeit des Zweifelns, man will alles mit Gewalt wieder ins Lot bringen und gerät immer mehr unter Druck. Am Ende hilft dann meist nur noch ein unbändiger Kampfgeist und die individuellen Fähigkeiten einzelner Akteure um so eine Partie doch noch halbwegs zu retten.

Im Detail sah das dann so aus. Bis zur 5:3-Führung der Gäste lief alles wie geplant. Trotz der engen Manndeckung von Jiri Smolik und Michael Waitz fanden die spielstarken Herzogstädter den Weg zum Tor und so beschränkte sich der Gastgeber für den Rest des Spiels darauf Spielmacher Jiri Smolik aus dem Spiel zu nehmen, was den Forchheimern auch gut gelang. Da der zweite Rückraumschütze Michael Waitz zu diesem Zeitpunkt sein Visier noch nicht justiert hatte, suchte man den Weg über den Kreis oder Außen, doch hier fehlte die Treffsicherheit der letzten Partien. So quälte sich das Spiel auf niederem Niveau bis kurz vor die Halbzeit (8:9), ehe eine weitere schwache Phase den Franken eine 11:9-Führung zur Pause ermöglichten.

Natürlich wollten die Herzogstädter in der zweiten Halbzeit alles besser machen, doch nun hatte man schon die bereits beschriebene psychologische Blockade. Die Gastgeber verteidigten nun einen 3-Tore-Vorsprung (13:10, 17:14) mit ihrer starken Rückraumachse um Markus Blatt und Franz Gärtner während die Gäste immer noch einen herausragenden Akteur suchten. So war es erst die starke Leistung des jungen Torhüters Julian Steiner, der etwas Ruhe ins Sulzbacher Spiel brachte. So langsam profitierten die Gäste von den nachlassenden Kräften der Forchheimer Spieler und kämpften sich mit viel Einsatz heran (17:17). Jetzt war alles nur noch eine reine Nervensache und die behielt nun endlich ein Spieler aus den Sulzbacher Reihen. Michael Waitz konnte endlich sein großes Potential abrufen und markierte fast alle Treffer der Sulzbacher in der Schlussphase. Als der Linkshänder kurz vor dem Ende die 22:21-Führung warf, wäre sogar noch ein Sieg möglich gewesen. Doch fünf Sekunden vor Schluss gelang den Gastgebern doch noch der Ausgleich und damit stand das leistungsgerechte Unentschieden fest.

Trainer Rohrbach war am Ende mit der Leistung seines Teams natürlich nicht uneingeschränkt zufrieden, doch lobte er die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft, die sich selbst aus einer schwierigen Lage befreit hatte.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Waitz 7(1), Ströhl 6(3), Forster 5, Hartmann 2, Andörfer 1, Smolik 1, Nachtman, Moritz, Englhard, Baumgärtel, Wertmiller

Bericht: cwh