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Saison 2011/2012
Sonntag, 18. März 201216:30 Uhr

Herren IgegenHaSpo Bayreuth

Heim

Herren I

31 : 30

Endergebnis

Gast

HaSpo Bayreuth

Spielort

Krötensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Showdown in der Kröte

Am Sonntag gilt es gegen den HaSpo Bayreuth

Es war leider nicht zu vermeiden, am Sonntag startet um 16.30 Uhr in der Krötenseehalle der große Showdown im Abstiegskampf der Handball-Bayernliga. „Sechs Runden vor Schluss schon ein Endspiel?“ werden viele Fans erstaunt sagen, doch das Restprogramm der beiden Mannschaften ist so schwer, dass der Ausgang dieser Partie wohl den Abstieg schon entscheiden wird. Besonders der Gast aus Bayreuth kann mit einem Erfolg in der Herzogstadt mit derzeit einem Punkt Vorsprung schon gefühlte Welten zwischen sich und dem Gastgeber legen. Bei einem Sieg der Rohrbach-Truppe würden die Sulzbacher am Gegner knapp vorbei ziehen und hätten so die besseren Karten für den Schlussspurt.

Beide Teams haben sich in dieser Saison sehr schwer getan und nur selten ihr wahres Können abgerufen. Der HaSpo haderte zunächst über die Verletzung seines Torjägers Wilhelm Becker, die den Franken einen holprigen Start bescherte. In diese Phase fiel auch der relativ sichere 29:25-Auswärtsieg der Herzogstädter im Hinspiel. Doch auch nach der Rückkehr des Haupttorschützen kamen die Wagnerstädter nur schleppend aus der Krise. Erst die letzten Partien versprachen Besserung, doch um das Abstiegsendspiel kamen auch die Oberfranken nicht herum. Trainer Bernhard Müller hofft am Sonntag natürlich, dass die Gäste wieder einmal ihre stärkste Waffe, den schnellen Gegenstoß einsetzen können. Hier ist die junge Truppe deutlich gefährlicher als im Positionsangriff, wo die durchschlagskräftigen Rückraumschützen fehlen.

Der Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach muss also eine Startsieben finden, die den Elan der Bayreuther bremsen kann. Das funktioniert entweder durch ein pfeilschnelles Rückzugsverhalten, oder durch eine sehr gute Chancenauswertung, denn nach einem eigenen Treffer ist doch etwas mehr Zeit, den Weg in die Abwehr zu finden. Die Trefferquote der letzten Partien macht hier zwar wenig Hoffnung, doch mit den lautstarken Sulzbacher Fans im Rücken sollte sich die Nervosität der Herzogstädter hoffentlich schnell auflösen. Die Verletztenliste wird sich bis zum Sonntag wohl kaum verringern, wobei noch eine kleine Hoffnung auf einen Einsatz von Linkshänder Michael Waitz besteht, der zumindest punktuell eine Entlastung für Sebastian Braun sein könnte. Doch die Partie wird sowieso nicht auf dem Papier, sondern in den Köpfen der Spieler entschieden. Wenn jeder im Team den Ernst der Lage registriert hat und seine Leistung auf diese Partie fokussieren wird, sind die Bayreuther realistisch zu bezwingen. Auch der Gegner muss mit dem Druck, noch dazu in fremder Halle, erst einmal fertig werden und gehen sicher nicht locker in die Partie.

Die Mannschaft richtet an dieser Stelle noch einmal einen Apell an alle Sulzbacher Handballfans. Der Frühling ist noch lange genug. Am Sonntagnachmittag braucht das Team die Unterstützung und jeder, der auch in der nächsten Saison Bayernligahandball sehen will, kann in der Krötenseehalle mithelfen, dass dies auch gelingt.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Waitz, Smolik, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Baumgärtel, Meyer, Schmidt, Englhard

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Abstiegsdrama in der Kröte geht an den HC Sulzbach

Jiri Smoliks Hüftwurf sichert den 31:30-Erfolg gegen HaSpo Bayreuth

Nichts für schwache Nerven war das Abstiegsduell zwischen dem HC Sulzbach und dem HaSpo Bayreuth am Sonntagnachmittag in der Krötenseehalle. Die Voraussetzung war klar. Die Gastgeber mussten gewinnen, um die einen Punkt besser platzierten Franken zu überholen, nur so konnte der HCS die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben erhalten. Was für ein Drama die Partie dann wurde zeigen ein paar Zwischenergebnisse: Mitte der ersten Halbzeit führten die Bayreuther plötzlich mit vier Toren (5:9), während die Herzogstädter in der zweiten Halbzeit einen eigenen Fünf-Tore-Vorsprung (25:20) herauswarfen. Am Ende wurde es dann doch noch eine Entscheidung in den letzten Sekunden. Der Treffer von Jiri Smolik fünf Sekunden vor Schluss zum 31:30-Endstand machte aus der Krötenseehalle ein kollektives Tollhaus und dem einen oder anderen Sulzbacher Handballfan viel ein zentnerschwerer Stein vom Herzen.

Die ersten Minuten der Partie gehörten klar den Gästen. Die zu defensive 6:0-Abwehr ließ den wurfstarken Franken zu viel Raum zum Kombinieren und die Bayreuther kamen über ihre Rückraumschützen Wilhelm Becker und Marius Hümpfer zu einfachen Toren. Erst als Coach Christian Rohrbach mit Christoph Baumgärtel einen Mann offensiv stellte, kam der Angriffswirbel der Gäste ins Stocken. Das Feuer, mit dem die Oberfranken die Partie begannen, loderte jetzt auch bei den Gastgebern, bei denen die Anfangsnervosität endlich abfiel. Übertrafen sich die Sulzbacher in den ersten Minuten noch beim Auslassen bester Chancen, war nun fast jeder Schuss ein Treffer, wobei sich vor allem die Rückraumschützen Sebastian Braun und Pavel Krizek und Linksaußen Stefan Ströhl hervortaten. So konnte die Rohrbach-Truppe bis zur Halbzeit die Partie drehen und mit 14:12 etwas entspannter den Pausentee genießen.

Leider lief das Spiel nicht mit so viel Oberpfälzer Elan weiter. Die Gäste wehrten sich verbissen und bis zum 19:18-Zwischenstand war die Partie jetzt völlig offen. Obwohl Max von Borstel bis dahin ein Klassespiel im Tor ablieferte, brachte Coach Rohrbach nun Zdenek Vojtech und der Hexer aus Pilsen bedankte sich schnell mit vier Klasseparaden. Nun lagen die Herzogstädter klar in Führung, weil Chris Meyer Dynamik in den Angriff brachte und weil Jiri Smolik nun die Verantwortung im Abschluss übernahm. Fast schien die Partie schon gelaufen, doch einige unnötige Zeitstrafen und technische Fehler ließen den schönen Vorsprung wieder schmelzen. Als die Bayreuther dann 30 Sekunden vor dem Ende den nicht mehr erwarteten Ausgleich warfen, spitze sich das Drama nochmal zu. Ein Remis reicht nicht, das machte der Trainer seinen Jungs in der Auszeit klar. Der letzte Angriff musste zum Erfolg führen und natürlich wurde diese Last auf die Schultern von Torjäger Jiri Smolik gelegt. Der Ausnahmekönner enttäuschte seine Mannschaftskollegen nicht und schaffte mit einem Hüftwurf durch die Beine des Gästekeepers den 31:30-Endstand. Der Rest war Jubel.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Braun 8(3), Smolik 6, Ströhl 5, Krizek 5, Meyer 3, Forster 2, Baumgärtel 2, Blödt, Wertmiller, Englhard

Bericht: cwh