Vor dem Spiel
Showdown in der Kröte
Am Sonntag gilt es gegen den HaSpo Bayreuth
Es war leider nicht zu vermeiden, am Sonntag startet um 16.30 Uhr in der Krötenseehalle der große Showdown im Abstiegskampf der Handball-Bayernliga. „Sechs Runden vor Schluss schon ein Endspiel?“ werden viele Fans erstaunt sagen, doch das Restprogramm der beiden Mannschaften ist so schwer, dass der Ausgang dieser Partie wohl den Abstieg schon entscheiden wird. Besonders der Gast aus Bayreuth kann mit einem Erfolg in der Herzogstadt mit derzeit einem Punkt Vorsprung schon gefühlte Welten zwischen sich und dem Gastgeber legen. Bei einem Sieg der Rohrbach-Truppe würden die Sulzbacher am Gegner knapp vorbei ziehen und hätten so die besseren Karten für den Schlussspurt.
Beide Teams haben sich in dieser Saison sehr schwer getan und nur selten ihr wahres Können abgerufen. Der HaSpo haderte zunächst über die Verletzung seines Torjägers Wilhelm Becker, die den Franken einen holprigen Start bescherte. In diese Phase fiel auch der relativ sichere 29:25-Auswärtsieg der Herzogstädter im Hinspiel. Doch auch nach der Rückkehr des Haupttorschützen kamen die Wagnerstädter nur schleppend aus der Krise. Erst die letzten Partien versprachen Besserung, doch um das Abstiegsendspiel kamen auch die Oberfranken nicht herum. Trainer Bernhard Müller hofft am Sonntag natürlich, dass die Gäste wieder einmal ihre stärkste Waffe, den schnellen Gegenstoß einsetzen können. Hier ist die junge Truppe deutlich gefährlicher als im Positionsangriff, wo die durchschlagskräftigen Rückraumschützen fehlen.
Der Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach muss also eine Startsieben finden, die den Elan der Bayreuther bremsen kann. Das funktioniert entweder durch ein pfeilschnelles Rückzugsverhalten, oder durch eine sehr gute Chancenauswertung, denn nach einem eigenen Treffer ist doch etwas mehr Zeit, den Weg in die Abwehr zu finden. Die Trefferquote der letzten Partien macht hier zwar wenig Hoffnung, doch mit den lautstarken Sulzbacher Fans im Rücken sollte sich die Nervosität der Herzogstädter hoffentlich schnell auflösen. Die Verletztenliste wird sich bis zum Sonntag wohl kaum verringern, wobei noch eine kleine Hoffnung auf einen Einsatz von Linkshänder Michael Waitz besteht, der zumindest punktuell eine Entlastung für Sebastian Braun sein könnte. Doch die Partie wird sowieso nicht auf dem Papier, sondern in den Köpfen der Spieler entschieden. Wenn jeder im Team den Ernst der Lage registriert hat und seine Leistung auf diese Partie fokussieren wird, sind die Bayreuther realistisch zu bezwingen. Auch der Gegner muss mit dem Druck, noch dazu in fremder Halle, erst einmal fertig werden und gehen sicher nicht locker in die Partie.
Die Mannschaft richtet an dieser Stelle noch einmal einen Apell an alle Sulzbacher Handballfans. Der Frühling ist noch lange genug. Am Sonntagnachmittag braucht das Team die Unterstützung und jeder, der auch in der nächsten Saison Bayernligahandball sehen will, kann in der Krötenseehalle mithelfen, dass dies auch gelingt.
HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Waitz, Smolik, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Baumgärtel, Meyer, Schmidt, Englhard
Bericht: cwh
