Vor dem Spiel
Das nächste Derby gegen eine der Großen der Bayernliga
Gegen den TB Roding hilft nur eine Sensation
Die Gestalter des Spielplans hatten es wohl gut mit dem HC Sulzbach gemeint, denn die ersten vier Partien der Herzogstädter sind allesamt gegen Gegner aus dem Bezirk Ostbayern angesiedelt. Zum einen kann sich der Aufsteiger gegen die alten Bekannten aus Landesligazeiten gut in der Liga zurechtfinden und zum anderen zeigt dies aber auch, dass der beste Handball im Freistaat scheinbar in unserem Bezirk gespielt wird, denn die Ostbayern stellen mit fünf Bayernligisten auch das Gros der Vereine in der höchsten bayerischen Spielklasse. Am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr findet also die interne Ostbayerische Meisterschaft eine Fortsetzung wenn der TB 03 Roding zum Oberpfalzderby in der Krötenseehalle zu Gast ist.
Beide Teams liegen in der noch nicht recht aussagefähigen Tabelle mit 3:3-Punkten im Mittelfeld, doch als charmanter Gastgeber überreichen die Herzogstädter dem Gast aus dem Bayerischen Wald gerne die Favoritenbürde. Das ist nicht nur Höflichkeit, sondern natürlich auch eine Anreihung von Fakten. Die Rodinger sind ein gestandener Bayernligaverein mit großer Historie und haben sich Jahr für Jahr weiter den Top-Teams der Liga genähert. Die knappe 27:30-Heimniederlage am letzten Wochenende gegen den TSV Rödelsee hat gezeigt, dass die Mannschaft längst in der „High Society“ der Bayernliga angekommen ist. Trainer Manfred Paulus haderte danach sogar mit seinem Team, das den heißen Titelkandidaten am Rande einer Niederlage hatte. Die Erfolge der Bayerwälder kommen nicht von ungefähr. Mit den Halbspielern Fabian Graßl und Steve Müller und den Außen Thomas Voves und Dominik Weh besitzen die Gäste über ein brandgefährliches Quartett, das jeden Gegner vor riesige Probleme stellt.
Da kommt also Schwerstarbeit auf die Abwehr der Herzogstädter zu. Coach Christian Rohrbach hofft, dass sich der Gesundheitszustand seiner angeschlagenen Akteure Krizek, Hartmann und Smolik etwas verbessert, denn ihre Erfahrung wird gegen den Turnerbund benötigt. Vor allem müssen die Abwehrrecken diesmal wieder mehr für ihre Torhüter arbeiten, denn die wurden n der zweiten Halbzeit in Erlangen praktisch zum Abschuss freigegeben. Sein Heim-Debuet wird wohl Newcomer Benedikt Blödt geben, der eine gute Ergänzung zu Marco Forster auf der Rechtsaußenposition werden kann. Und an seiner Unbekümmertheit sollten sich die alten Hasen ein Beispiel nehmen. Das Herumnörgeln an den Schiedsrichtern sollte man bitte den Zuschauern überlassen und selbst wieder Handball spielen, wobei die Betonung auf spielen liegt. Dann klappt es auch wieder mit den Siegen und die nächste Sensation kann angepeilt werden.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Blödt, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner
Bericht: cwh
