Vor dem Spiel
Mut holen beim Meister
Gratulation an die Panther aus Fürstenfeldbruck
Nach dem so wichtigen Heimsieg gegen den TSV Unterhaching fehlen dem HC Sulzbach jetzt wohl nur noch zwei Punkte zum endgültigen Klassenerhalt und die würde man nach der Euphorie vom letzten Samstag am liebsten so schnell wie möglich einfahren. Doch diesen Wunsch durchkreuzt leider der Spielplan, denn die Herzogstädter sind am Samstag um 19.30 Uhr zu Gast beim schon feststehenden Meister der Bayernliga, dem TuS Fürstenfeldbruck. Die Partie findet in der Wittelsbacher Halle (Bahnhofstraße 15) in FFB statt.
Die „Panther“ holten sich den Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga letzte Woche beim einzigen Verfolger Waldbüttelbrunn mit einem eindrucksvollen 38:22-Sieg. Die Franken sprachen danach von ihrem „Waterloo“, damit ist wohl schon einiges über die Qualität der Truppe von Trainer Martin Wild gesagt. Die Nummer eins der Landeshauptstadt hatte nur zu Beginn der Saison kleinere Probleme, dann stabilisierte sich das Team und beherrscht seitdem die Gegner fast schon nach Belieben. Da können die Herzogstädter schon fast stolz sein, dass sie im Hinspiel in Sulzbach den Ligaprimus richtig ärgern konnten, denn beim 32:29-Erfolg der Brucker konnte die Krizek-Truppe lange mithalten. Spätestens nach diesem Warnschuss ließen die „Panther“ aber nichts mehr anbrennen und werden wohl als einer der stärksten Bayernligameister in die Annalen eingehen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wohl in der Ausgeglichenheit der Mannschaft. Einen Topscorer in der Torjägerliste haben und brauchen die Fürstenfeldbrucker nicht, denn mit ihrem überfallartigen Gegenstoßspiel und ballsicherem Positionsspiel setzen sie alle Akteure in Szene und überzeugen mit einer hohen Trefferquote.
Für die Sulzbacher wird es schwierig mit der richtigen Einstellung in die Partie zu gehen. Sieht man das Spiel als bereits verloren an und konzentriert sich auf die letzten entscheidenden Aufgaben, oder versucht man das eigentlich Unmögliche und nimmt den Kampf um die Punkte auch beim Meister an. Letzteres ist sicherlich der richtigere Weg. Eine starke Leistung mit einem Ergebnis, dass nicht an ein Desaster erinnert, ist wohl die beste Vorbereitung auf die beiden kommenden Heimspiele, in denen der Ligaerhalt klar gemacht werden soll. Die Brucker wollen sich natürlich ihr Schaulaufen vor eigenem Publikum nicht vermiesen lassen, doch mit letztem Einsatz brauchen die Oberbayern nicht mehr zur Sache gehen. Das ist die Chance für die Herzogstädter, die mit der Erfolgsmannschaft vom Haching-Spiel in den Süden fährt und nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen hat.
HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor) Krizek, Laugner, Baumgärtel, Marco Forster, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel, Kristian Forster, Schmidt
Bericht: cwh
