Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2008/2009
Samstag, 06. Dezember 200816:30 Uhr

Herren IgegenTS 1887 Selb

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TS 1887 Selb

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Die unbekannte Diva aus dem Fichtelgebirge

Gegen die TS Selb soll der Aufwärtstrend weitergehen

Es scheint so, als wäre der Knoten bei den Sulzbacher Handballern nun endlich geplatzt. Nach den beiden Siegen gegen Kunstadt und in Stadeln hat sich die Stimmungslage in der Herzogstadt deutlich verbessert. Das Hoch soll auch nach dem Nikolaus-Wochenende noch anhalten und so ist ein Erfolg gegen die TS Selb am Samstag in der Realschulhalle der größte Wunsch der Gömmel-Truppe. Das letzte Heimspiel vor der Winterpause beginnt um 16.30 Uhr und endet etwas später hoffentlich mit einer tollen Bescherung für die treuen Fans unserer Mannschaft.

Informationen über die bisher unbekannten Vereine der ehemaligen Landesliga Nord kann man ja meist noch übers Internet erfahren, doch der Aufsteiger aus BOL Oberfranken hat leider eine Homepage, die eines Landesligisten nicht würdig ist. So bleibt als Informationsquelle nur die Historie der bisherigen Spielzeit. Hier erzählen uns die nackten Zahlen, dass der TS Selb sich als 5. der Tabelle im gesicherten Mittelfeld befindet und ebenfalls zu den launischen Diven der Liga zählt. Hohe Siege und deftige Niederlagen wechseln sich bei den Oberfranken regelmäßig ab und so ist die Spielstärke der Gäste wohl sehr schwer einzuordnen. Aufhorchen ließ der 28:25-Erfolg der Selber beim Tabellenführer aus Coburg, der den Topfavoriten die bisher einzige Niederlage bescherte. Zuletzt kam das Team aus dem Fichtelgebirge aber wieder unter die Räder. Das Heimspiel gegen den SV Auerbach wurde glatt mit 24:32 verloren und so wollen sich die Selber an diesem Wochenende sicherlich am nächsten Oberpfälzer Verein revanchieren.

Doch das wird nicht so einfach werden, denn beim HCS herrscht zurzeit eitel Sonnenschein. Es ist schon beeindruckend, wie die Mannschaft in den letzten Wochen den Ausfall ihres Torjägers Michael Waitz verkraftet hat. Vielleicht hatte das Fehlen des Halbrechten ja auch etwas Gutes. Das Team konnte die Verantwortung nicht mehr nur auf die Schultern eines Einzelnen laden, sondern musste selbst agieren. So rückte das spielerische Element wieder in den Vordergrund und Spieler wie Sebastian Braun und Marek Nachtman blühten so richtig auf. Doch die Garanten der letzten Erfolge waren die beiden Sulzbacher Routiniers Andörfer und Hartmann, die mit ihrem Einsatz die ganze Mannschaft mitrissen. Diese Spielfreude gilt es nun zu konservieren und mit der Torgefährlichkeit des Michael Waitz zu kombinieren. Der Linkshänder plant gegen am Samstag sein Comeback, wird aber von Trainer Ingo Gömmel sicher behutsam an die Sache herangeführt werden.

Mit einem Sieg gegen den TS Selb könnte man auf alle Fälle das Abstiegsgespenst erst einmal vertreiben und mit den darauf folgenden lösbaren Aufgaben gegen die beiden Tabellenletzten Heidingsfeld und Erlangen-Bruck wäre ein Platz im sicheren Mittelfeld nach der Hinrunde durchaus im Bereich des Möglichen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Hartmann, Munker, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Englhard, Stauber, Rohrbach

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Siegesserie hält weiter an

Robuste Selber werden mit 31:27 ins Fichtelgebirge zurück geschickt

Die Siegesserie des HC Sulzbach hält weiter an. Auch die Turnerschaft Selb konnte aus der Realschulhalle nur unangenehme Erfahrungen mit nach Hause nehmen und musste sich nach einer spannenden Partie mit 31:27 geschlagen geben. An die spielerischen Gala-Auftritte gegen Kunstadt und Stadeln konnten die Herzogstädter aber diesmal nicht anknüpfen. Gegen die robusten Gäste aus dem Fichtelgebirge war nur über den Kampf zum Erfolg zu kommen, doch auch diese Aufgabe erfüllte die Gömmel-Truppe am Ende mit Bravour.

Mit Thilo Munker, Christoph Baumgärtel und Thomas Stauber fehlten den Sulzbachern diesmal wieder drei wichtige Spieler und so war man heilfroh, dass wenigstens Torjäger Michael Waitz sein lange ersehntes Comeback starten konnte. Auch der junge Stefan Ströhl verstärkte den Kader und machte seine Sache sehr gut. Gleich mal vorneweg: Für einen Handball-Werbefilm war die Partie nicht geeignet. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass dieses Match nur mit viel körperlichem Einsatz zu gewinnen ist. Mit einem deutlichen Gewichtsvorteil versuchten die Gäste den Herzogstädtern Respekt einzuflößen und dies gelang zunächst auch. Gestützt auf den starken tschechischen Torhüter Vladimir Michanek machte die robuste Abwehr der Selber es den Sulzbacher Angreifern schwer zum Torerfolg zu kommen. So quälte sich die Partie 20 Minuten lang so vor sich hin und beide Teams mussten jeden Torerfolg hart erarbeiten (3:3, 6:6, 9:9). Die Gäste hatten ihre gefährlichste Waffe in dem starken Linksaußen Patrik Mäsiar und der war es dann auch, der die erste klare Führung für die Selber erzielte (10:13). In dieser Phase fehlte der leicht angeschlagene Thomas Hartmann, der zusammen mit Sebastian Braun und Michael Waitz für die gelungenen Aktionen auf Seiten der Gastgeber gesorgt hatte. Doch abschütteln ließ sich die Gömmel-Truppe nicht und kämpfte sich bis zur Pause wieder auf Schlagdistanz (13:14) heran.

In der zweiten Halbzeit fighteten sich beide Teams im wahrsten Sinne des Wortes weiter durch die Partie. Die destruktive und überharte Gangart der Gäste machte es den Sulzbachern schwer spielerisch zum Erfolg zu kommen. Nur über Einzelaktionen wurden Chancen herausgearbeitet. Doch hier lag das große Manko an diesem Tag. Fünf Siebenmeter und ebenso viele Gegenstöße wurden vergeben, da die Sulzbacher immer wieder am überragenden Gästekeeper scheiterten. Beim Stande von 18:21 sah es nicht gut aus für die Gömmel-Truppe, doch jetzt nahmen die Gastgeber den Kampf an.

Der Coach änderte die Deckungsform in eine offensive Variante und das schmeckte der Fichtelgebirgstruppe gar nicht. Nun wurden die Undiszipliniertheiten der Gäste immer mehr und die Zeitstrafen häuften sich. Das nutzen die Gastgeber aus und kamen vor allem über den überragenden Kreisläufer Stefan Moritz zu Torerfolgen. Zehn Minuten vor Schluss gelang den Gastgebern endlich wieder die Führung (26:25). Die Partie wäre zu diesem Zeitpunkt längst entschieden gewesen, doch die hohe Fehlerquote der Sulzbacher machte das Spiel bis zum Ende spannend. Am Schluss schlugen sich die Gäste dann aber selbst, denn mit übertriebener Härte und viel Gemotze gegen die Schiedsrichter, Fans und Gegner dezimierten sich die Selber in der entscheidenden Phase ganz von allein. Diese Einladung nahmen die Gastgeber natürlich an und sicherten sich einen hart erkämpften aber hoch verdienten 31:27-Erfolg.

Mit diesem Sieg haben sich die Herzogstädter erst einmal aus den Abstiegsregionen verabschiedet und peilen nun so langsam höhere Tabellenplätze an.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann 7, Braun 7(2), Moritz 6, Waitz 5, Artz 2, Forster 1, Andörfer 1, Nachtman 1, Ströhl 1, Rohrbach, Englhard

Bericht: cwh