Vor dem Spiel
Nerviges Spiel in Roßtal
Sulzbacher Handballer wollen auf die Erfolgsspur zurück
Einiges gut zu machen haben die Handballer des HC Sulzbach am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Roßtal. Viel Frust gab es zu bewältigen, nach der desolaten Vorstellung vor zwei Wochen beim HSV Hochfranken, wo es eine unerwartete Niederlage gab. Nach der Spielpause letztes Wochenende will man nun mit einem Erfolg beim TSV Roßtal wieder auf die Erfolgsspur einbiegen. Die richtungsweisende Partie findet um 19.30 Uhr in der Hauptschule Roßtal in der Wilhelm-Löhe-Str. 17 statt.
Auch bei den Mittelfranken herrscht nicht gerade Hochstimmung. Als Geheimfavorit gestartet, befindet sich die Mannschaft des neuen Trainers Klaus Jahn momentan nur auf dem 10. Tabellenplatz und die vier Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen sind auch noch kein Ruhekissen. Der Trainerwechsel zur Jahreswende, als Carsten Peine durch Klaus Jahn ersetzt wurde, hatte auch noch nicht den durchschlagenden Erfolg gebracht. Zwar gelang gegen die starke HSG Lauf/Heroldsberg ein achtbares 26:26-Remis, aber letzte Woche verlor man doch etwas überraschend klar mit 28:32 beim TV Erlangen/Bruck. Hoffnung auf Besserung bringt da nur das Comeback des Linkshänders Sebastian Schuh, dem gleich mal sechs Tore gelangen, aber auch der Ex-Herzogstädter konnte die Niederlage nicht verhindern. Auch das Ergebnis der Vorrundenpartie nimmt den Sulzbachern nichts von ihrer Favoritenrolle, denn in der Krötenseehalle siegte die Rohrbach-Truppe klar mit 30:21 Treffern.
Trotzdem fahren die Oberpfälzer mit einem mulmigen Gefühl in die Fürther Vorstadt. Die Leistungsunterschiede zwischen den überzeugenden Heimspielauftritten und den Zitterpartien in fremden Hallen sind einfach zu groß, um mit breiter Brust nach Roßtal zu fahren. Dabei kann Trainer Rohrbach wieder mit einem deutlich schlagkräftigeren Kader rechnen als zuletzt, denn mit Stefan Ströhl, Björn Kreyßig und Michael Waitz kehren drei wichtige Stammspieler in die Mannschaft zurück. Das ergibt viel mehr Wechselmöglichkeiten für den Coach, der aber in den letzten zwei Wochen vor allem als Psychologe gefragt war. Wenn das Team den Kopf frei bekommt, ist der Tabellenführer zumindest auf dem Papier der klare Favorit, aber das war er bei den Hochfranken auch. So kann in Roßtal alles passieren. Ein sicherer Erfolg wenn die Mannschaft ihre Normalform zeigt, oder wieder einmal ein Zitterspiel, wenn die Nerven der Spieler den Druck nicht standhalten.
HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Baumgärtel, Hartmann
Bericht: cwh
