Vor dem Spiel
Vorbericht
Für dieses Spiel gibt es noch keinen Vorbericht.

Heim
Legendary Boys
33 : 28
Endergebnis
Gast
TSV 04 Feucht
Spielort
Zum Spiel
Vor dem Spiel
Für dieses Spiel gibt es noch keinen Vorbericht.
Nach dem Spiel
Die Legendary Boys behalten im Spitzenspiel gegen den TSV 04 Feucht ihre blütenweiße Weste
(Brä) Beim Aufeinandertreffen der beiden punktgleichen Erstplatzierten gelingt den Grandseigneuren des Sulzbacher Handballs ein kleiner Husarenritt. Nach einem würdigen Duell müssen die Sportfreunde aus Feucht erstmals ohne Punkte auskommen. Endstand: 33:28 (HZ 19:15).
Mit großer Spannung war bei den Kennern der Szene das Spitzenspiel der Bezirksklasse Ostbayern Mitte erwartet worden. Zugast war kein Geringerer als der direkte Konkurrent im Kampf um den Platz an der Sonne. Die Feuchter sorgten in den ersten Saisonspielen für ziemlich Furore, indem Sie ihre bisherigen Gegner allesamt recht humorlos und mit haushohen Niederlagen versorgten. Bekanntermaßen hatten die Legendaries vor der Partie auch noch keine Punkte abgegeben, sodass der gegenseitige Respekt durchaus angebracht war. Rein optisch hatte man dem Gegner die Schau gestohlen, liefen die Sulzbacher doch erstmals in den schicken, neuen Trainingsanzügen auf. Großer Dank hierbei an den Premiumsponsor Holzbau Kohl, Edelsfeld für die Unterstützung. Doch zum Spiel: Die Gäste starteten besser in die Partie und gingen zunächst mit 0:2 in Führung bevor den Hausherren die ersten Treffer gelangen. Nach dem Ausgleich zum 2:2 wogte das Spiel hin und her. Die gar nicht mehr so kleine, und immer wieder sehr feine Fangemeinde in der Krötenseehalle sah mal die eine, mal die andere Mannschaft in Führung gehen. Bis zum 15:15 blieben die beiden Teams auf Tuchfühlung. In der Abwehr bekamen die Sulzbacher noch nicht so richtig Zugriff auf die wendigen Gegner. Jedoch war in dieser Phase im Angriff Verlass auf die Routine der Männer von Coach Gerd Steiner. Dynamisch überwand Thommy Hartmann mehrfach die offensiv ausgerichtete Feuchter Hintermannschaft. Bemerkenswert an dieser Stelle auch die feine Klinge, die Markus Air Kohl mit viel Finesse als Linksaußen immer wieder in die Feuchter Abwehr piekste. Für zusätzliche Abwechslung sorgte außerdem auch der souverän leitende Schiedsrichter Hunzinger, der frühzeitig, aber auch beidseitig konsequent, Zeitstrafen verteilte. Zu einer kleinen Vorentscheidung kam es dann in den letzten Minuten vor der Halbzeit. Ballgewinne in der Abwehr wurden über sauber vorgetragene erste und zweite Wellen in Tore umgemünzt, sodass man die Feuchter leicht entnervt beim Stande von 19:15 in die Kabine schickte. Vermutlich hatten sich die Gäste in ihrer Pausenbesprechung noch mal einiges für die zweite Spielhälfte vorgenommen. Nach Wiederanpfiff hielten die Legendary Boys sich aber zunächst weiter an die Vorgaben ihres Coaches. Der Vorsprung blieb in einem weiter munteren Spielchen bei vier bis fünf Toren, bis sich die Herzogstädter beim 23:18 eine kleine Schwächephase erlaubten. Tor um Tor kamen die Feuchter heran indem sie unnötige Fehler und Ballverluste der Sulzbacher mit schnellen Vorstößen bestraften. Beim 24:22 stand das Spiel auf der Kippe und der TSV 04 zeigte, warum sie zurecht mit an der Spitze stehen. Hätte Keeper Urs Diego Mende einen Konter eines freistehenden Feuchters aus dem Winkel gekratzt, es wäre wohl brenzlig geworden. Stattdessen fingen sich die Oldies vom HC aber wieder, wobei die gute Quote aus dem Feld und vom Siebenmeterpunkt sicherlich mitentscheidend war. Mit einem Zwischenspurt aus einer nun sicheren Abwehr und einem Lauf von vier Toren infolge wurde der alte Abstand wieder hergestellt und um die 45. Spielminute stand nunmehr auf der Anzeigentafel ein beruhigendes 28:22 zu lesen. Die Gäste verloren nun etwas den Mut auf ein erfolgreiches Abschneiden in der Handballhochburg Sulzbach. Dies nutzte Coach Steiner um dem gesamten Kader Spielzeiten zu geben. Die taktisch und auch versorgungstechnisch sehr wichtige 30-Tore Hürde wurde dann noch per Strafwurf von Brändy Brandt geknackt, bevor dieses würdige und torreiche Spitzenspiel in bemerkenswert fairer Atmosphäre seinem Ende entgegen ging. Beim Stand von 33:28 ertönte der Schlusspfiff und alle Besucher waren sich einig, dass das Duell um die weiterhin blütenweiße Weste einen würdigen Sieger gefunden hatte. Als nächste Aufgabe steht nun ein wirklicher Evergreen an: Die Legendary Boys sind am 23.11. auswärts zugast bei den Verfolgern es TUS Grafenwöhr.
Tor: Mende Hartmann (11/3), Brandt (9/3), Kohl 5, Hauser St., Renner A. (je 2), Gebhardt Ph., Ott, Sehnke, Weiß K. (je 1), Kraus R., Mayer F., Müller M.