Vor dem Spiel
Nur noch Endspiele in der Bayernliga
TSV Haunstetten Favorit gegen den HC Sulzbach
Die Situation in der Bayernliga mit dem Gerangel um den 11. Tabellenplatz, den keiner will, hat sich nicht grundlegend geändert. Zurzeit sitzen die Herzogstädter auf dem Schleudersitz, doch die anderen Teams sind noch alle in Reichweite. Dass dadurch jede der letzten sechs Partien zu einem Endspiel wird, ist klar, besonders wenn es gegen einen Konkurrenten aus dem abstiegsbedrohten Mittelfeld geht. So genießt das Match am Samstagnachmittag um 18:30 Uhr in der Krötenseehalle gegen den TSV Haunstetten erhöhte Aufmerksamkeit, denn bei der notorischen Auswärtsschwäche der Gastgeber müssen die fehlenden Punkte wohl zu Hause geholt werden.
Für die entsprechende Stimmung in der Halle soll dabei schon die Reserve sorgen, die um 14:30 Uhr ihr Finalspiel um den Aufstieg in die BOL gegen die SG Regensburg bestreitet. Eine Aufstiegsfeier und zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg für die Erste, davon träumen alle Sulzbacher Handballer an diesem Großkampftag.
Doch die Gäste können natürlich noch zu Spielverderbern werden. Besonders die Jungs aus Haunstetten sind nach dem 25:23-Heimsieg gegen den Tabellenvierten aus Erlangen gut drauf und können mit einem weiteren Erfolg in der Oberpfalz in Sachen Nichtabstieg fast schon alles klar machen. Erwartet hat man die Truppe von Trainer Udo Mesch sowieso eher im gesicherten oberen Tabellendrittel, doch lange kämpften die Schwaben mit personellen Ausfällen, die das Team nicht wie gewohnt in Schwung kommen ließ. Erst in den letzten Wochen zeigte die Mannschaft um die Haupttorschützen Stefan Tischinger und Alexander Horner ihr wahres Können und ist so in einer leicht besseren Lage aber auch in der Favoritenrolle gegen den Gastgeber aus der Herzogstadt.
Doch auch die Sulzbacher zeigten in der letzten Woche ein Lebenszeichen. Nur ganz knapp verlor man gegen den Tabellenzweiten aus Waldbüttelbrunn, obwohl mit Jiri Smolik und Björn Kreyßig zwei anerkannte Torjäger fehlten. So hofft der Coach, dass die Beiden diesmal mit von der Partie sind, dann ist in eigener Halle ein Erfolg gegen das Bayernliga-Urgestein durchaus im Bereich des Möglichen. Das Hinspiel in Schwaben ging zwar klar verloren, doch das kennt man ja von der Krizek-Truppe, die in eigener Halle meist um Klassen besser spielt.
Gegen die wurfgewaltigen Haunstettener braucht es nur die Kampfkraft von letzter Woche und eine stimmungsvolle Halle, dann wird der Traum der Sulzbacher Handballer Wirklichkeit.
HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Smolik, Luber, Klee, Forster Kristian, Florian Funke, Brockstedt, Benjamin Funke
Bericht: cwh
