Vor dem Spiel
Zum Bullenreiten nach Würzburg
Heidingsfeld hoher Favorit gegen ersatzgeschwächte Herzogstädter
Nach dem, für die Psyche so wichtigen Heimsieg gegen den Nachbarn aus Auerbach müssen die Sulzbacher Handballer diesmal zu ihrer weitesten Reise aufbrechen. Man ist zu Gast bei der TG Heidingsfeld, einem Stadtteil von Würzburg. Die Partie findet am Samstag um 19.30 Uhr im Sportzentrum (Wiesenweg 2) statt. Die Heidingsfelder sind ein gänzlich unbekannter Gegner, da sie erst im Jahr 2016 in die Landesliga aufgestiegen sind.
Doch in der vergangenen Saison sorgten die Oberfranken gleich für Furore und belegten den 2. Tabellenplatz in der Nordstaffel. In den Aufstiegsspielen zur Bayernliga scheiterte man am TSV Ottobeuren und will dieses Missgeschick in der laufenden Spielzeit wettmachen. Schon der Name klingt martialisch. Hätzfelder Bullen nennen sich die Franken und wollen damit wohl andeuten, dass sie die Gegner auf die Hörner nehmen wollen. In heimischen Gefilden klappte dies auch schon recht gut, denn die Gäste wurden alle mit deutlichen Niederlagen auf die Heimfahrt geschickt. Aber auswärts schwächelt der hochgehandelte Aufstiegsaspirant noch etwas. Ein Remis in Cham und zwei Pleiten in Ingolstadt und Regensburg waren nicht nach dem Geschmack der Verantwortlichen der TGH.
So musste Meistertrainer Manfred Wirth schon nach vier Partien seinen Hut nehmen und wurde durch Artur Lichtlein (Papa des Nationaltorhüters Carsten Lichtlein) ersetzt. Trotz des holprigen Starts bleiben die Bullen wohl ein Titelanwärter und hoher Favorit in der Begegnung gegen die ersatzgeschwächten Herzogstädter. Mit den Dritt- oder Bayernligaspielern Matjas Varga, Julian Bötsch und Julius Weinhardt haben sich die Unterfranken noch einmal prominent verstärkt und so wäre alles andere als der Aufstieg eine große Enttäuschung für die ehrgeizigen Heidingsfelder.
Solche Probleme hat man in der Oberpfalz nicht. Mit 8:4-Punkten liegt man in der anvisierten Komfortzone der Liga und sogar einen Punkt vor den Bullen. Und das obwohl der HCS Woche für Woche viele Verletzte, Kranke oder beruflich Verhinderte ersetzen muss. Aktuell ist in diese Gruppe noch Rechtsaußen Marco Forster gestoßen, der nach dem Spiel gegen Auerbach mit einer Gehirnerschütterung pausieren muss. Doch Jammern gilt nicht in der Herzogstadt. Drei Heimsiege in den verbleibenden Partien gegen eher schwache Gegner sind Pflicht und sollte in den schweren Auswärtsspielen noch der eine oder andere überraschende Punkt mitgenommen werden ist man gut gerüstet für die Rückrunde.
HC Sulzbach: Lotter, Marx (Tor); Mignon, Luber, Ströhl, Jonas Rohrbach, Fabian Rohrbach, Waitz, Burkhardt, Brockstedt, Sebastian Wedel, Kristian Forster, Wiesent,
Bericht: cwh
