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Saison 2013/2014
Samstag, 09. November 201318:30 Uhr

Herren IgegenTSV Lohr

Heim

Herren I

36 : 31

Endergebnis

Gast

TSV Lohr

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Topfavorit zu Gast in der Herzogstadt

TSV Lohr mit beeindruckendem Kader aber auch mit Startproblemen

Nach der kurzen Pause in den Herbstferien kommen die Sulzbacher Handballer schon wieder in den Genuss eines Heimspiels. Am Samstag um 18.30 Uhr machte mit dem TSV Lohr einer der Topfavoriten der Bayernliga seine Aufwartung in der Krötenseehalle. Das Team aus Unterfranken kommt mit sechs Ausländern in die Herzogstadt und gilt deshalb nicht nur sportlich als „Krösus“ der Liga.

In den letzten zehn Jahren Bayernliga beendeten die Jungs vom Main die Saison nie schlechter als Tabellensechster und viele Experten sahen sie vor dieser Spielzeit als heißesten Anwärter auf den lange ersehnten Aufstieg in die 3. Liga. Doch irgendwie läuft es noch nicht rund bei den Lohrern. Besonders auswärts zeigte sich die Fetser-Truppe anfällig und verlor bereits dreimal in fremden Hallen. So liegen die Franken aktuell nur zwei Punkte vor den Gastgebern und scheinen durchaus in Reichweite der Mannschaft von Trainer Pavel Krizek. Doch hier darf man sich von einer Momentaufnahme nicht blenden lassen, denn die Gäste sind und bleiben klarer Favorit in dieser interessanten Partie. Spielertrainer und Ex-Bundesligaspieler des TV Großwallstadt, Otto Fetser (dem allerdings eine Rotsperre droht), der tschechische Torjäger Bohuslav Zeleny oder auch der aus Roding gekommene Janis Gremzde aus Lettland sind Handballgrößen, die jede Mannschaft alleine in Verlegenheit bringen können. Umso erstaunlicher verwunderte so die Nachricht vom letzten Spieltag, wo die Lohrer relativ klar mit 27:32 im Unterfrankenderby beim TSV Waldbüttelbrunn verloren haben.

In Sulzbach sieht man der Partie gelassen entgegen. Nach dem 30:25-Sieg gegen den HaSpo Bayreuth liegt man auf Kurs und hat gegen die Star-Truppe vom Main nichts zu verlieren. Die Mannschaft scheint in der Bayernliga angekommen zu sein und ist in der zu erwarteten Bestbesetzung zumindest ein ernst zu nehmender Prüfstein für den favorisierten Gast. Überraschungen werden auch in der Oberpfalz gerne mitgenommen und so werden sich die Gastgeber nicht kampflos geschlagen geben. Der Heimvorteil und die nicht wegzuleugnende Auswärtsschwäche der Lohrer wecken Begehrlichkeiten, die der Trainer gerne sieht.

Das A und O für eine Sensation liegt gegen die Tormaschinen vom Main natürlich in der Abwehr. Hier hofft der Coach, dass wieder einer seiner beiden Klassetorhüter die nötige Topform hat, um seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit zu geben. Dann gilt es nur noch die zuletzt gezeigten spielerischen Mittel im Angriff einzubringen. Die Mannschaft muss ihre Ausgeglichenheit auf allen Positionen nutzen, denn im „Infight“ haben die Gäste sicher die Nase vorne. Viele taktische Feinheiten erwarten also die Sulzbacher Fans, die sich dieses Spiel auf keinen Fall entgehen lassen dürfen.

HC Sulzbach:

Matijevic, Vojtech (Tor)

Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Schmidt, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel

Nach dem Spiel

Sensationeller 36:31-Erfolg gegen den TSV Lohr

Sulzbacher Mannschaft spielt wie aus einem Guss

Eine sensationelle Leistung zeigten die Sulzbacher Handballer am vergangenen Samstag gegen den haushohen Favoriten TSV Lohr. Die Unterfranken mussten sich dem höheren Kampfgeist und der besseren Spielkultur der Herzogstädter beugen und ließen beim 36:31-Erfolg der Gastgeber beide Punkte in der Oberpfalz. Dieses Husarenstück würdigten auch die zahlreich erschienenen Fans, die das Team am Ende mit stehenden Ovationen feierten.

Bei aller Euphorie wollen wir aber nicht verschweigen, dass es vor allem die Lohrer selbst waren, die den Sieg des Außenseiters begünstigten. Nachdem Spielertrainer Otto Fetser wegen einer Rotsperre aus der letzten Woche schon nicht mitwirken durfte, leisteten sich die Franken nach 15 Minuten noch einmal den gleichen fauxpas. Ein überhartes Einsteigen des Abwehrhünen Milan Kralik ahndeten die guten Schiedsrichter mit einer roten Karte und so fehlte den Gästen schon früh ihr in der ganzen Liga gefürchteter Abwehrchef. Bis zu diesem Zeitpunkt taten sich die Herzogstädter schwer mit dem Tore werfen. Nur der wieder bärenstarke Jiri Smolik fand die Lücken in der Abwehrwand der Mainstädter und hielt das Spiel ausgeglichen (3:3, 6:6). Doch danach nutzten die Sulzbacher die Verwirrung, die der Verlust des slowakischen Ex-Profis in der Gästemannschaft auslöste und starteten einen fulminanten Zwischenspurt. Besonders Toni Kreyßig war nun überall zu finden. Der Spielmacher glänzte als Regisseur und Vollstrecker gleichermaßen und machte sein bestes Spiel im Trikot der Herzogstädter. 12:8 stand es zwischenzeitlich, da sich die Gastgeber auch in der Abwehr von ihrer besten Seite zeigten. Hier räumten Baumgärtel, Krizek und co. fast alles ab und den Rest besorgten die starker Torhüter Vojtech und Matijevic. Dank ihrer individuellen Klasse kamen die Lohrer dann zwar noch einmal heran (13:12), doch die Gastgeber legten wieder eine Schippe drauf und gingen mit einem beeindruckenden 20:14 in die Pause.

Dass das nicht so locker weitergehen konnte war aber klar. Dazu ist die Qualität der Unterfranken einfach zu hoch. Bohuslav Zeleny und Yannick Bardina hießen jetzt die Probleme der Hausherren. Die beiden Kunstschützen brachten ihr Team so langsam wieder ins Spiel. Doch die beiden Ausnahmespieler waren an diesem Tag die einzigen Lohrer, von denen echte Torgefahr ausging und so schafften die Gäste zwar einmal den Ausgleich (27:27) und blieben bis zum 30:29 im Spiel, doch die Partie wurde in den letzten fünf Minuten entschieden und hier hatte der HCS den längeren Atem. Spielertrainer Pavel Krizek und Coach Wolfgang Thom hatten ihren Protagonisten die nötigen Erholungsphasen gegönnt und so waren die Herzogstädter in der Schlussphase meist einen Tick schneller. Der Hexer aus Pilsen hielt jetzt die spektakulären Bälle und Björn Kreyßig und Marco Forster machten die einfachen Tore, die den Sensationssieg ermöglichten.

Der war am Ende mit 36:31 zwar etwas zu hoch, doch das interessierte in der Krötenseehalle nun keinen mehr. Die begeisterten Fans feierten ihr Team und auch Trainer Krizek lobte seine Jungs, die als Mannschaft diesen Erfolg erkämpft und erspielt hatte.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor); Toni Kreyßig 8, Smolik 7(3), Björn Kreyßig 5, Forster 4, Schuh 4,Laugner 4, Krizek 2, Termer 1, Baumgärtel 1, Schmidt, Ströhl, Wedel

Bericht: cwh