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Saison 2011/2012
Samstag, 15. Oktober 201117:30 Uhr

HaSpo BayreuthgegenHerren I

Heim

HaSpo Bayreuth

25 : 29

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Herzogstädter auf der Suche nach dem ersten Auswärtspunkt

Gegen HaSpo Bayreuth wieder einmal in der geliebten Außenseiterrolle, doch nicht ohne Hoffnung

Die Sulzbacher Handballer sind mittendrin statt nur dabei. Den gelungenen Saisonstart mit 5:3 Punkten in der Bayernliga hätte dem Neuling noch vor ein paar Wochen kein Experte zugetraut, doch die Rohrbach-Truppe knüpfte auch in der höchsten bayerischen Spielklasse nahtlos an die schon im Aufstiegsjahr gezeigten Leistungen an. Was fehlt sind die ersten Punkte in fremden Hallen, denn die Herzogstädter holten ihre Zähler bisher ausnahmslos in der bereits gefürchteten Krötenseehalle. Die nächste Chance, diese Bilanz zu verbessern, hat der HCS am Samstag um 17:30 Uhr, wenn die Sulzbacher zu Gast bei HaSpo Bayreuth sind. Diese Partie findet in der Sporthalle Ost Bayreuth in der Äußeren Badstr. 26 statt.

Ob diese Chance realistisch ist, sollte man trotz der aktuellen Tabellensituation doch noch sehr bezweifeln. Zwar liegt der HC als Tabellensiebter einen Platz und auch einen Punkt vor den Bayreuthern, doch hatten die Wagnerstädter das deutlich schwerere Auftaktprogramm als der Handballclub. Was in der blutjungen Mannschaft von Trainer Bernhard Müller steckt, zeigte sie am letzten Wochenende, als man den Titelspiranten TSV Rödelsee in deren Wohnzimmer am Rande einer Niederlage hatte. Erst in den Schlussminuten setzte sich der Favorit denkbar knapp mit 33:31 durch, doch nach dem Spiel hagelte es Lob für die wackeren Gäste von allen Seiten. Auch wenn mit dem halbrechten Rückraumschützen Wilhelm Becker ein Toptorjäger im Team steht, ist es die Geschlossenheit der Mannschaft und das hohe Tempo, dass die jungen Talente gehen können, was den Erfolg der Bayreuther ausmacht. Besonders bei Heimspielen darf man sich gegen die pfeilschnelle Truppe kaum Fehler im Angriff erlauben, sonst droht schnell ein Debakel für den unkonzentrierten Gegner.

Eine schwere Aufgabe wird das also für die Herzogstädter, die aber nicht ganz ohne Hoffnung nach Oberfranken reisen. Der Kader ist weiterhin von Verletzungen verschont und einige Akteure befinden sich auf einem sehr hohen Level. Michael Waitz und Jiri Smolik haben in diesen Wochen eine atemberaubende Trefferquote und auch die Abwehr steht in der Regel sicher, soweit sie es vermeidet sich mit unnötigen Zeitstrafen selbst zu schwächen. Der Schlüssel zum Sieg wird aber wieder bei den beiden Torhütern Vojtech und Güthe liegen. Immer wenn sie zu „hexen“ beginnen, spielt auch der Rest des Teams seinen besten Handball und der wird auch gebraucht um in der Bayernliga zu bestehen.

Chefmotivator und Trainer Christian Rohrbach wird sein Team sicher wieder heiß machen, aber auch akribisch auf diese Aufgabe vorbereiten. Oft sind es die kleinen Vorteile im taktischen Bereich, die den Unterschied machen und so dürfen auch die treuen Sulzbacher Auswärtsfans wieder auf die nächste Sensation hoffen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Blödt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Auswärtsieg in Bayreuth

HCS nutzt die Gunst der Stunde und schlägt die Oberfranken 29:25

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Der HC Sulzbach schaffte seinen ersten Auswärtssieg in der Bayernliga und kann sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Zwar profitierten die Herzogstädter von einer durch Ausfälle sehr geschwächten Heimmannschaft, doch die Art und Weise, wie das Team die Partie in den letzten Minuten für sich entschied, war schon aller Ehren wert. Der 29:25-Erfolg der Sulzbacher war so auch am Ende verdient, obwohl der ersatzgeschwächte Gastgeber lange Zeit auf Augenhöhe agierte.

Besonders der Ausfall des Toptorjägers der Bayreuther, Wilhelm Becker, machte dem Gästecoach Bernhardt Müller große Sorgen. Doch in den ersten Minuten merkte man davon noch sehr wenig, da beide Abwehrreihen die dominierenden Mannschaftsteile waren. Weder die Oberfranken noch die Oberpfälzer kamen mit ihren sonst so treffsicheren Schützen zum Zuge. Das lag einerseits an der noch frischen Abwehrarbeit der Akteure, aber auch an der eigenen Unzulänglichkeit beider Teams, die Fehlwürfe und technische Fehler gerecht verteilten. Mitte der Halbzeit wurde das Spiel der Gäste dann sicherer, als Jiri Smolik seine Extraklasse aufblitzen lies, doch es gelang einfach kein entscheidender Vorsprung. Teils lag es daran, dass sich die Herzogstädter wieder einmal zu intensiv mit den beiden Schiedsrichtern befassten, die nach deren Meinung die Zeitstrafen (Sulzbach 6 – Bayreuth 2) etwas ungerecht verteilten. Dafür bekamen aber die Gastgeber 7 und die Sulzbacher nur 3 Siebenmeter, so gleicht sich doch alles wieder aus. Teils lag es aber auch an den Nerven der Oberpfälzer, die in der Schlussphase einige Großchancen nicht nutzen konnten. So war es nur ein knapper 11:10-Vorsprung der Sulzbacher zur Pause und die Partie war völlig offen.

Nach der Halbzeit war es zunächst die Heimmannschaft, die mit mehr Schwung aus der Pause kam. Ein eiskalter Strafwurfschütze Hannes Zerrenner und ein wurfgewaltiger Marius Hümpfer nutzten die Pausen, die Trainer Rohrbach nun seiner Stammsieben geben musste, gnadenlos aus und so stand es Mitte der zweiten Hälfte plötzlich 19:17 für die Oberfranken. Von den Spielabläufen, die in der ersten Halbzeit noch geklappt hatten, sah man nun nichts mehr, denn die Partie wurde immer mehr zum Kampfspiel das die Individualisten bestimmten. Die Geniestreiche eines Jiri Smolik waren nun ebenso gefragt, wie die cleveren Würfe eines Marco Forster. Als es aber beim Stande von 25:24 für die Herzogstädter in die entscheidende Schlussphase ging, waren es einmal mehr zwei wohlbekannte Protagonisten, die den Sieg in trockene Tücher brachten. Zdenek Vojtech hielt jetzt einfach alles was noch auf seinen Kasten kam und Michael Waitz, der 55 Minuten gut bei seinem Gegenspieler aufgehoben war, explodierte endlich und machte die entscheidenden Tore.

Am Ende überstrahlte der 29:25-Auswärtsieg natürlich vieles, doch Gästecoach Christian Rohrbach hatte auch einige Schwachstellen gesehen, die es nun aufzuarbeiten gibt. Trotzdem lobte er seine Mannschaft, die inzwischen das Format hat, ein enges Spiel auch in dieser Liga noch zu ihren Gunsten zu entscheiden.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik 8(2), Waitz 4, Forster 4, Kaspar 3, Ströhl 3, Krizek 2, Blödt 2, Braun 2, Moritz 1, Wertmiller, Hausner, Hartmann

Bericht: cwh