Vor dem Spiel
Herzogstädter auf der Suche nach dem ersten Auswärtspunkt
Gegen HaSpo Bayreuth wieder einmal in der geliebten Außenseiterrolle, doch nicht ohne Hoffnung
Die Sulzbacher Handballer sind mittendrin statt nur dabei. Den gelungenen Saisonstart mit 5:3 Punkten in der Bayernliga hätte dem Neuling noch vor ein paar Wochen kein Experte zugetraut, doch die Rohrbach-Truppe knüpfte auch in der höchsten bayerischen Spielklasse nahtlos an die schon im Aufstiegsjahr gezeigten Leistungen an. Was fehlt sind die ersten Punkte in fremden Hallen, denn die Herzogstädter holten ihre Zähler bisher ausnahmslos in der bereits gefürchteten Krötenseehalle. Die nächste Chance, diese Bilanz zu verbessern, hat der HCS am Samstag um 17:30 Uhr, wenn die Sulzbacher zu Gast bei HaSpo Bayreuth sind. Diese Partie findet in der Sporthalle Ost Bayreuth in der Äußeren Badstr. 26 statt.
Ob diese Chance realistisch ist, sollte man trotz der aktuellen Tabellensituation doch noch sehr bezweifeln. Zwar liegt der HC als Tabellensiebter einen Platz und auch einen Punkt vor den Bayreuthern, doch hatten die Wagnerstädter das deutlich schwerere Auftaktprogramm als der Handballclub. Was in der blutjungen Mannschaft von Trainer Bernhard Müller steckt, zeigte sie am letzten Wochenende, als man den Titelspiranten TSV Rödelsee in deren Wohnzimmer am Rande einer Niederlage hatte. Erst in den Schlussminuten setzte sich der Favorit denkbar knapp mit 33:31 durch, doch nach dem Spiel hagelte es Lob für die wackeren Gäste von allen Seiten. Auch wenn mit dem halbrechten Rückraumschützen Wilhelm Becker ein Toptorjäger im Team steht, ist es die Geschlossenheit der Mannschaft und das hohe Tempo, dass die jungen Talente gehen können, was den Erfolg der Bayreuther ausmacht. Besonders bei Heimspielen darf man sich gegen die pfeilschnelle Truppe kaum Fehler im Angriff erlauben, sonst droht schnell ein Debakel für den unkonzentrierten Gegner.
Eine schwere Aufgabe wird das also für die Herzogstädter, die aber nicht ganz ohne Hoffnung nach Oberfranken reisen. Der Kader ist weiterhin von Verletzungen verschont und einige Akteure befinden sich auf einem sehr hohen Level. Michael Waitz und Jiri Smolik haben in diesen Wochen eine atemberaubende Trefferquote und auch die Abwehr steht in der Regel sicher, soweit sie es vermeidet sich mit unnötigen Zeitstrafen selbst zu schwächen. Der Schlüssel zum Sieg wird aber wieder bei den beiden Torhütern Vojtech und Güthe liegen. Immer wenn sie zu „hexen“ beginnen, spielt auch der Rest des Teams seinen besten Handball und der wird auch gebraucht um in der Bayernliga zu bestehen.
Chefmotivator und Trainer Christian Rohrbach wird sein Team sicher wieder heiß machen, aber auch akribisch auf diese Aufgabe vorbereiten. Oft sind es die kleinen Vorteile im taktischen Bereich, die den Unterschied machen und so dürfen auch die treuen Sulzbacher Auswärtsfans wieder auf die nächste Sensation hoffen.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Blödt
Bericht: cwh
