Vor dem Spiel
Ostbayernderby mit klaren Vorzeichen
HCS geht gegen den Tabellenletzten Winkelhaid als Favorit ins Hinrundenfinale
Zum Finale der Hinrunde treffen am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle zwei Teams aufeinander, die schon seit geraumer Zeit einen gemeinsamen Weg gehen. Der TSV Winkelhaid ist zu Gast zum Ostbayernderby und das ist fast schon als Klassentreffen einzuordnen. In den letzten beiden Jahren ist man gemeinsam aus der Bayernliga abgestiegen, um im Jahr darauf unisono wieder in die höchste bayerische Klasse zurück zu kehren. Der HC Sulzbach war dabei immer einen Tick besser platziert als die Mittelfranken, doch die Derbys der beiden ostbayerischen Vorzeigeclubs waren immer auf Augenhöhe.
In dieser Spielzeit haben sich die Wege der Teams etwas weiter auseinander bewegt, denn während der HCS als Tabellensiebter mit ausgeglichenem Punkteverhältnis fleißig Punkte gegen den Abstieg sammeln konnte, ist der TSV als Tabellenletzter mit nur vier Pluspunkten in akuter Abstiegsnot. Der Verlust des Linkshänders Ingo Kundmüller, der zu seinem Heimatverein Herzogenaurach zurückwechselte, war für die Winkelhaider natürlich nicht adäquat zu kompensieren. So leben die Franken in dieser Saison hauptsächlich von der Wurfkraft des Halblinken Sebastian Piller, der in der Herzogstadt kein Unbekannter ist. Auch die Abwehr mit einem starken Torhüter Daniel Heimpel hat durchaus Bayernliganiveau. So kann die Mannschaft von Trainer Csaba Scücs meist lange mit dem Gegner mithalten, doch für eine ausgeglichene Leistung über 60 Minuten reicht der Kader einfach nicht aus. So passiert wieder am vergangenen Wochenende, als man die Partie gegen das Topteam aus Waldbüttelbrunn lange offen gestalten konnte, ehe ein paar schwache Minuten reichten, um mit 27:30 wieder den Kürzeren zu ziehen.
Solche Probleme haben die Herzogstädter in diesen Tagen nicht. Zwar hat das Verletzungspech jetzt auch die Oberpfalz erreicht, denn Benjamin Termer wird nach einer Schulterverletzung länger ausfallen und auch Spielertrainer Pavel Krizek kann sich mit angeschlagener Wade in diesem Jahr aufs Coachen konzentrieren, doch der Kader ist hochklassig genug um auch solche Rückschläge zu meistern. Die jungen Sulzbacher Stefan Ströhl und Sebastian Wedel haben Geduld bewiesen und waren zuletzt echte Leistungsträger als sie gebraucht wurden. Den traumhaften 37:29-Auswärtssieg in Landshut sollten die Herzogstädter aber trotzdem schnell aus ihren Gedanken streichen. So ein Spiel in dem einfach alles gelingt gibt es nicht jeden Tag und so muss sich die Mannschaft im Klaren sein, dass es gegen den TSV Winkelhaid viel schwerer wird als gegen die Niederbayern. Wenn man ebenso verschlafen und pomadig wie der letzte Gegner ins Spiel gegen den Tabellenletzten geht, könnte der Schuss schnell nach hinten losgehen, denn die Winkelhaider stehen mit dem Rücken zur Wand und werden jede Gelegenheit nutzen, die ihnen geboten wird. Doch trotz aller Vorsicht ist der Gastgeber natürlich Favorit in dieser Partie und sollte auch in der Lage sein, in eigener Halle dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Mit einem Erfolg würde man zur Saisonhalbzeit in der oberen Tabellenhälfte überwintern, was für einen Aufsteiger das schönste Weihnachtsgeschenk wäre.
HC Sulzbach:
Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel
Bericht: cwh
