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Saison 2013/2014
Samstag, 14. Dezember 201318:30 Uhr

Herren IgegenTSV Winkelhaid

Heim

Herren I

33 : 25

Endergebnis

Gast

TSV Winkelhaid

Spielort

Kroetensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Ostbayernderby mit klaren Vorzeichen

HCS geht gegen den Tabellenletzten Winkelhaid als Favorit ins Hinrundenfinale

Zum Finale der Hinrunde treffen am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle zwei Teams aufeinander, die schon seit geraumer Zeit einen gemeinsamen Weg gehen. Der TSV Winkelhaid ist zu Gast zum Ostbayernderby und das ist fast schon als Klassentreffen einzuordnen. In den letzten beiden Jahren ist man gemeinsam aus der Bayernliga abgestiegen, um im Jahr darauf unisono wieder in die höchste bayerische Klasse zurück zu kehren. Der HC Sulzbach war dabei immer einen Tick besser platziert als die Mittelfranken, doch die Derbys der beiden ostbayerischen Vorzeigeclubs waren immer auf Augenhöhe.

In dieser Spielzeit haben sich die Wege der Teams etwas weiter auseinander bewegt, denn während der HCS als Tabellensiebter mit ausgeglichenem Punkteverhältnis fleißig Punkte gegen den Abstieg sammeln konnte, ist der TSV als Tabellenletzter mit nur vier Pluspunkten in akuter Abstiegsnot. Der Verlust des Linkshänders Ingo Kundmüller, der zu seinem Heimatverein Herzogenaurach zurückwechselte, war für die Winkelhaider natürlich nicht adäquat zu kompensieren. So leben die Franken in dieser Saison hauptsächlich von der Wurfkraft des Halblinken Sebastian Piller, der in der Herzogstadt kein Unbekannter ist. Auch die Abwehr mit einem starken Torhüter Daniel Heimpel hat durchaus Bayernliganiveau. So kann die Mannschaft von Trainer Csaba Scücs meist lange mit dem Gegner mithalten, doch für eine ausgeglichene Leistung über 60 Minuten reicht der Kader einfach nicht aus. So passiert wieder am vergangenen Wochenende, als man die Partie gegen das Topteam aus Waldbüttelbrunn lange offen gestalten konnte, ehe ein paar schwache Minuten reichten, um mit 27:30 wieder den Kürzeren zu ziehen.

Solche Probleme haben die Herzogstädter in diesen Tagen nicht. Zwar hat das Verletzungspech jetzt auch die Oberpfalz erreicht, denn Benjamin Termer wird nach einer Schulterverletzung länger ausfallen und auch Spielertrainer Pavel Krizek kann sich mit angeschlagener Wade in diesem Jahr aufs Coachen konzentrieren, doch der Kader ist hochklassig genug um auch solche Rückschläge zu meistern. Die jungen Sulzbacher Stefan Ströhl und Sebastian Wedel haben Geduld bewiesen und waren zuletzt echte Leistungsträger als sie gebraucht wurden. Den traumhaften 37:29-Auswärtssieg in Landshut sollten die Herzogstädter aber trotzdem schnell aus ihren Gedanken streichen. So ein Spiel in dem einfach alles gelingt gibt es nicht jeden Tag und so muss sich die Mannschaft im Klaren sein, dass es gegen den TSV Winkelhaid viel schwerer wird als gegen die Niederbayern. Wenn man ebenso verschlafen und pomadig wie der letzte Gegner ins Spiel gegen den Tabellenletzten geht, könnte der Schuss schnell nach hinten losgehen, denn die Winkelhaider stehen mit dem Rücken zur Wand und werden jede Gelegenheit nutzen, die ihnen geboten wird. Doch trotz aller Vorsicht ist der Gastgeber natürlich Favorit in dieser Partie und sollte auch in der Lage sein, in eigener Halle dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Mit einem Erfolg würde man zur Saisonhalbzeit in der oberen Tabellenhälfte überwintern, was für einen Aufsteiger das schönste Weihnachtsgeschenk wäre.

HC Sulzbach:

Matijevic, Vojtech (Tor) Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Baumgärtel, Schuh, Forster, Termer, Ströhl, Smolik, Toni Kreyßig, Wedel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Entspannter Nachmittag beim Ostbayernderby

Klarer 33:25-Erfolg gegen den TSV Winkelhaid

Auch am letzten Vorrundenspieltag bestätigten die Sulzbacher Handballer den hervorragenden Eindruck, den sie bisher in ihrer zweiten Bayernligasaison hinterlassen haben. Der Mitaufsteiger TSV Winkelhaid hatte in der gut gefüllten Krötenseehalle nicht den Hauch einer Chance und kann nach dem 33:25-Sieg der Gastgeber und nur insgesamt vier erkämpften Zählern, wohl schon über einen Neuaufbau in der Landesliga nachdenken. Ganz anders die Herzogstädter, die mit 14:12 Punkten auf einem gesicherten Mittelfeldplatz stehen und seit Wochen beständig starke Leistungen abliefern.

Wie gewohnt dauerte es zwar etwas, bis der HC in die Spur fand (4:4), doch auf Augenhöhe waren die Franken nur bis zum 11:9 nach zwanzig Minuten. In dieser Phase profitierten die Gäste noch etwas von den unkonzentriert abgeschlossenen Einzelaktionen der Gastgeber. Nur wenn Spielmacher Toni Kreyßig sein Team zu Spielzügen zwang, stellten sich die Torerfolge ein. So brauchte es schon einige Glanzparaden von Hexer Zdenek Vojtech gegen seinen früheren Mannschaftsgefährten Sebastian Piller, um den HC-Express in Schwung zu bringen. Trotzdem führten die Oberpfälzer nur mit drei Toren (17:14) zur Pause, weil die Fehlerquote trotz sichtbarer Überlegenheit noch zu hoch war. Nur Kreisläufer Daniel Laugner und Rechtsaußen Marco Forster überzeugten als sichere Verwerter bei ihren Wurfversuchen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich dieses Bild aber sehr schnell. Gefahr auf Winkelhaider Seite strahlte nur noch Oldie Tibor Gilan aus, während die anderen Gästespieler sich wohl etwas zu schnell mit der Niederlage abgefunden hatten. Die Sulzbacher hatten den Druck aus dem Rückraum merklich erhöht und so war die Partie nach einigen Minuten endgültig entschieden (27:17). Spätestens als sich der Winkelhaider Torjäger Piller nach vierzig Minuten entnervt auswechseln lies, verlegten sich die Gäste nur noch auf Schadensbegrenzung, doch einige Frustfouls standen diesem Unterfangen leider im Wege. Die Gastgeber hielten locker ihren großen Vorsprung, weil Toni Kreyßig weiter klug Regie führte und seine Abnehmer in der Regel erfolgreich abschließen konnten. Zum Ende des Spiels gönnte Coach Pavel Krizek seiner Stammsieben einige Pausen, doch dies änderte nichts am klaren, wenn auch wenig spektakulären 33:25-Erfolg der Sulzbacher gegen einen enttäuschenden Gegner, der nur selten Bayernligareife beweisen konnte.

Die Sulzbacher Handballer haben nun sogar noch die Möglichkeit ihren beeindruckenden 7. Tabellenplatz bis Weihnachten zu verbessern. Am nächsten Samstag (zu ungewohnter Zeit um 15:30 Uhr) gibt es noch ein vorgezogenes Rückrundenspiel gegen den TSV Haunstetten. Angesichts der Heimstärke der Herzogstädter ist auch dies keine „Mission impossible“ und so hoffen die Oberpfälzer darauf, weiter auf ihrer Erfolgswelle zu schwimmen.

HC Sulzbach: Matijevic, Vojtech (Tor); Schuh 7(3), Forster 6, Laugner 5, Smolik 5, Toni Kreyßig 5, Ströhl 2, Wedel 2, Schmidt 1, Krizek, Paulus

Bericht: cwh