Vor dem Spiel
Sulzbacher Handballer vor Roßtaler Hürde
Träume erst nach dem Spiel erlaubt
So langsam geht die Saison der Landesliga Mitte in die entscheidende Phase. Spannend wie noch nie verläuft das letzte Jahr der dreigleisigen Runde, denn durch den erhöhten Abstieg befindet sich noch die halbe Liga im Überlebenskampf. Aber auch der Aufstiegs- und Relegationsplatz ist noch lange nicht vergeben, auch hier hegen noch mindestens vier Teams Ambitionen. Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr kommt es nun zum Duell eines Abstiegs- gegen einen Aufstiegsaspiranten. In der Hauptschule in Roßtal treffen der TV Roßtal und der HC Sulzbach aufeinander. Nicht nur wegen der spannenden Tabellensituation ist diese Partie von besonderem Interesse. Erstens haben einige Akteure gute Verbindungen zum gegnerischen Verein und zweitens treffen hier auch die anerkannt heißesten Fangruppen der Liga aufeinander. Ein stimmungsvolles Spiel ist also garantiert.
Die Mittelfranken etablierten sich nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen sehr gut in der zweithöchsten bayerischen Liga und liegen als Tabellenachter nur einen Punkt hinter dem rettenden 6. Rang. Zwar gab es letztes Wochenende einen kleinen Rückschlag, als man mit 24:27 in eigener Halle gegen den ASV Cham verlor, doch der Klassenerhalt ist immer noch fest im Visier des Mittelfrankenmeisters. Dafür darf man sich aber in eigener Halle keine Punktverluste mehr erlauben. So will die Truppe von Trainer Wolfgang Schmidt auch gegen den Tabellenzweiten aus der Herzogstadt punkten und das hat die Mannschaft auch durchaus drauf. Schon im Hinspiel überzeugten die Roßtler, obwohl ihr Topscorer Sebbi Schuh, der auch schon im Sulzbacher Dress spielte, schon nach wenigen Minuten unglücklich die rote Karte sah. Trotzdem dauerte es damals sehr lange, bis der 34:29-Erfolg des HCS unter Dach und Fach war.
Trainer Ingo Gömmel, dessen Stammverein der TV Roßtal ist, kennt seinen Heimatclub sehr gut, immerhin war er im letzten Jahr selbst noch maßgeblich am Aufstieg der Mittelfranken beteiligt. Deshalb wird er sein Team vor nicht angebrachter Überheblichkeit warnen. Besonders die bescheidene Leistung des Milbertshofen-Spieles dürfte auch den letzten Träumer aufgeweckt haben. Punkte holt man in dieser Liga nur mit 100% Leistung und Einstellung. So hofft der Coach natürlich, dass sein Spielmacher Peter Andörfer am Samstag sein Come-Back geben kann. Die Regiekünste des Führungsspielers wurden besonders am letzten Wochenende schmerzlich vermisst. Sollte das Team mit dem kompletten Kader auflaufen können darf man mit viel Selbstvertrauen, aber auch mit dem nötigen Respekt nach Roßtal fahren.
Ein Sieg in Franken und man hätte am nächsten Wochenende das erhoffte Spitzenspiel gegen den punktgleichen SC Freising in der Realschulhalle. Davon darf zumindest geträumt werden.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech, im Tor; Munker, Baumgärtel, Braun, Englhard, Stauber, Andörfer, Hartmann, Waitz, Forster, Nachtman, Brand
Bericht: cwh
