Vor dem Spiel
Wieder ein Spitzenspiel in fremder Halle
Beim Tabellenführer SSG Metten Außenseiter, aber mit Ambitionen
Die Wochen der Spitzenspiele für den HCS gehen weiter. Nach dem starken Auftritt in Roding, wo man immerhin einen Punkt beim 28:28-Remis entführen konnte, wird es am Samstag für die Sulzbacher Handballer noch schwerer. Um 17.00 Uhr müssen die Sipos-Schützlinge beim ungeschlagenen Tabellenführer SSG Metten antreten, der sich bisher in dieser Saison so stark wie noch nie präsentierte.
„Je oller desto toller“ scheint das Motto der Niederbayern zu sein. Immerhin stehen die Leistungsträger Sedivec, Achatz und Voves alle schon kurz vor ihrem 40´sten Geburtstag. In diesem Alter denken die meisten Handballspieler schon an einen gemütlichen Karriereausklang bei den Alten Herren. Nicht so die Mettener Oldies, die in dieser Saison den Gegnern noch einmal das Fürchten lernen. Besonders Spielertrainer Milan Sedivec scheint nicht zu altern. Seine Tore und vor allem seine Erfahrung katapultierten die Klosterstädter verlustpunktfrei an die Tabellenspitze der Landesliga Mitte. Wie schwer es ist in Metten zu gewinnen, wissen die Herzogstädter ganz genau. Bereits im fünften Jahr kreuzen die beiden Teams die Klingen in der Landesliga und meist hatte der Markt aus Niederbayern in den spannenden Begegnungen die Nase vorne.
Doch ganz ohne Ambitionen fahren die Sulzbacher nicht an die Donau. Besonders der starke Auftritt in Roding weckt die Kampfeslust bei den Oberpfälzern. Trainer Edgar Sipos kann bis auf den verletzten Basti Braun auf seinen kompletten Kader bauen. Für den Linkshänder, der in dieser Woche wieder mit dem Training begonnen hat, wird noch einmal Routinier Christian Rohrbach auflaufen. Ein Grund mehr, auf einen Erfolg in Metten zu hoffen, denn der Rückraumschütze scheint sich ähnlich wie die Oldies des Gegners in der Form seines Lebens zu befinden. Dass er jedoch wieder 13 Tore wie in Roding erzielt, darf man kaum erwarten und so sind die jungen Leistungsträger der Herzogstädter gefordert. Gegen den kompakten Abwehrverbund der Gastgeber ist im Positionsspiel kaum auf Erfolg zu hoffen und so müssen die traditionellen Trümpfe der Herzogstädter stechen. Die schnellen Spieler Hartmann, Andörfer und Stauber sollen über den Gegenstoß zu einfachen Toren kommen, dann ist auch der Topfavorit zu knacken.
HC Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Hartmann, Munker, Brandt, Stauber, Schuh, Soukop, Andörfer P., Rohrbach, Andörfer M., Kellner, Englhard
Bericht: cwh
