Vor dem Spiel
HC-Reserve zu Gast beim Ligaprimus
OG Erlangen dominiert die Liga nach Lust & Laune
Alle Jahre wieder kommt ja bekanntlich das Christuskind, aber eben nicht nur dieses, sondern auch das Auswärtsspiel beim Tabellenführer OG Erlangen, allerdings zu einer äußerst unchristlichen Zeit. Am frühen Sonntag Morgen (11 Uhr) nämlich gastiert die zweite Mannschaft des HC Sulzbach beim unangefochtenen Spitzenreiter der Bezirksoberliga im Frankenland.
Es ist ja bei weitem nicht die erste Saison, in der die Olympioniken die Liga nach Lust und Laune dominieren, doch so deutlich wie in dieser Spielzeit zeigte sich die Überlegenheit der Erlangner wohl eher selten. Keine Niederlage und nur ein Unentschieden aus 18 Spielen – eine wahrlich meisterliche Leistung. Viel mehr Worte muss man zum 99% sicheren Meister der laufenden Saison wohl kaum mehr verlieren, denn die teilweise ehemaligen Bundesligaprofis, ihr Zusammenspiel gepaart mit perfektem Ballgefühl und der etwas überdurchschnittliche Altersschnitt im OG-Team ist nicht nur Sulzbach bestens bekannt. Dennoch ist vor allem die Auswärtsbilanz der Hausherren bemerkenswert, denn im Gegensatz zu den Heimspielen, reisen die Erlangner oft mit einer sprichwörtlichen „Rumpftruppe“ zu den Begegnungen, kehren jedoch stets mit zwei Punkten im Gepäck wieder nach Hause zurück.
Über die Favoritenrolle muss man sich demnach am Wochenende wohl kaum streiten, wurde doch auch die Siegesserie der HC-Reserve vom ESV Regensburg abrupt gestoppt. Herbe Kritik musste die Truppe von Trainer Christian Rohrbach in der Woche einstecken und zwar nicht nur auf Grund der hohen 17:28 Niederlage vor heimischem Publikum, sondern vor allem wegen der Art und Weise wie sich das Team, besonders im Rückstand gelegen, präsentierte. Nach der kollektiven Selbstaufgabe vom letzten Wochenende bleibt also Einiges wieder gut zu machen, auch wenn die Aussichten auf einen Erfolg gegen die OG'ler recht dürftig erscheinen. Doch getreu dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“ hat auch die knappe 27:29 Niederlage im Hinspiel bewiesen, dass die Herzogstädter in der Lage sind, mit den Erlangner Routiniers mitzuhalten.
Dennoch bewegt sich wohl kein Sulzbacher Handballer so früh aus dem Bett nur um eine weitere Lehrstunde in Sachen Effektivität und Handballkunst zu erhalten, sondern das Ziel muss immer der Sieg sein. Doch ob für den HC „Morgenstund“ wirklich „Gold im Mund“ hat, bleibt bis Sonntag abzuwarten...
HC Sulzbach II: Steiner, Prasse (Tor) Bittner, Ströhl S., Wertmiller, Ströhl F., Wedel, Hausner, Ott, Wendt, Morcinek, Munker S., Steubl, Galler
