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Saison 2008/2009
Sonntag, 22. März 200911:00 Uhr

OG ErlangengegenHerren II

Heim

OG Erlangen

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren II

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HC-Reserve zu Gast beim Ligaprimus

OG Erlangen dominiert die Liga nach Lust & Laune

Alle Jahre wieder kommt ja bekanntlich das Christuskind, aber eben nicht nur dieses, sondern auch das Auswärtsspiel beim Tabellenführer OG Erlangen, allerdings zu einer äußerst unchristlichen Zeit. Am frühen Sonntag Morgen (11 Uhr) nämlich gastiert die zweite Mannschaft des HC Sulzbach beim unangefochtenen Spitzenreiter der Bezirksoberliga im Frankenland.

Es ist ja bei weitem nicht die erste Saison, in der die Olympioniken die Liga nach Lust und Laune dominieren, doch so deutlich wie in dieser Spielzeit zeigte sich die Überlegenheit der Erlangner wohl eher selten. Keine Niederlage und nur ein Unentschieden aus 18 Spielen – eine wahrlich meisterliche Leistung. Viel mehr Worte muss man zum 99% sicheren Meister der laufenden Saison wohl kaum mehr verlieren, denn die teilweise ehemaligen Bundesligaprofis, ihr Zusammenspiel gepaart mit perfektem Ballgefühl und der etwas überdurchschnittliche Altersschnitt im OG-Team ist nicht nur Sulzbach bestens bekannt. Dennoch ist vor allem die Auswärtsbilanz der Hausherren bemerkenswert, denn im Gegensatz zu den Heimspielen, reisen die Erlangner oft mit einer sprichwörtlichen „Rumpftruppe“ zu den Begegnungen, kehren jedoch stets mit zwei Punkten im Gepäck wieder nach Hause zurück.

Über die Favoritenrolle muss man sich demnach am Wochenende wohl kaum streiten, wurde doch auch die Siegesserie der HC-Reserve vom ESV Regensburg abrupt gestoppt. Herbe Kritik musste die Truppe von Trainer Christian Rohrbach in der Woche einstecken und zwar nicht nur auf Grund der hohen 17:28 Niederlage vor heimischem Publikum, sondern vor allem wegen der Art und Weise wie sich das Team, besonders im Rückstand gelegen, präsentierte. Nach der kollektiven Selbstaufgabe vom letzten Wochenende bleibt also Einiges wieder gut zu machen, auch wenn die Aussichten auf einen Erfolg gegen die OG'ler recht dürftig erscheinen. Doch getreu dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“ hat auch die knappe 27:29 Niederlage im Hinspiel bewiesen, dass die Herzogstädter in der Lage sind, mit den Erlangner Routiniers mitzuhalten.

Dennoch bewegt sich wohl kein Sulzbacher Handballer so früh aus dem Bett nur um eine weitere Lehrstunde in Sachen Effektivität und Handballkunst zu erhalten, sondern das Ziel muss immer der Sieg sein. Doch ob für den HC „Morgenstund“ wirklich „Gold im Mund“ hat, bleibt bis Sonntag abzuwarten...

HC Sulzbach II: Steiner, Prasse (Tor) Bittner, Ströhl S., Wertmiller, Ströhl F., Wedel, Hausner, Ott, Wendt, Morcinek, Munker S., Steubl, Galler

Nach dem Spiel

Standesgemäße 21:32 Niederlage in Erlangen

HC-Reserve sieht wenig Land gegen den neuen-alten Meister

Wenig zu verlieren hatte die HC-Reserve am vergangenen Sonntag als Gast beim Ligaprimus OG Erlangen, doch anscheinend versuchte die zweite Mannschaft noch das größte Übel rauszuholen, und gab sich am Ende ohne Gegenwehr 21:32 geschlagen.

'Morgenstund hatte also doch wenig Gold im Mund' für die HC-Reserve, denn vor allem den Start am frühen Sonntag Morgen verschliefen die Herren des Handballclubs komplett. Kaum dass man sich versah lagen die Herzogstädter auch schon 0-3 und 1-6 im Rückstand und bereits nach acht Minuten sah sich HC-Coach Christian Rohrbach gezwungen die Notbremse in Form einer Auszeit zu ziehen. Und anscheinend stieg danach auch so langsam die Betriebstemperatur bei den Männern im HC-Dress, die vor allem im Spiel nach vorne an Effektivität gewannen, doch leider über die gesamten 60-Minuten kein „Allheilmittel“ gegen die Angriffskraft der Franken fanden. Somit war das höchste der Gefühle ein drei-Tore-Rückstand beim 8:11 Mitte der ersten Halbzeit. Doch auch die Olympioniken legten jetzt einige Kohlen mehr ins Feuer und spielten ihre gesamte Klasse und Erfahrung gegen die Sulzbacher Mannschaft aus, die in dieser Hinsicht leider recht häufig als „grün hinter den Ohren“ erschien. So verwandelten die Hausherren binnen weniger Minuten ein vermeintlich enges Spiel in eine klare Angelegenheit und entschieden die Partie über die erste und zweite Welle noch vor der Halbzeit. (9:17) Das Rückzugsverhalten des HCs, das so seinen Namen eigentlich nicht verdient hatte, bestand am Sonntag für die meisten Sulzbacher Akteure lediglich aus einem Begleiten des jeweiligen Gegenspielers bis zum Wurfkreis, wenn man nicht sogar noch näher am gegnerischen Tor war, während der Ball hinten einschlug.

Auch in der zweiten Halbzeit vermissten die meisten Zuschauer wohl ein wirkliches Aufbäumen des HCs, was aber auch daran lag, dass die Hausherren keinerlei Hoffnung bei den Sulzbachern aufkeimen ließen. Zu keinem Zeitpunkt der Partie konnte man auch nur im Ansatz das Gefühl kriegen, dass die Herzogstädter nun endlich das Heft in die Hand nahmen - Im Gegenteil kontrollierten die gut aufgestellten Franken mit all ihrer Routine von der ersten bis zur letzten Spielminute das Geschehen und machten einmal mehr ihre Überlegenheit in der Bezirksoberliga sehr deutlich. Der Vorsprung der OG'ler betrug die meiste Zeit zwischen 8-11 Toren, was allerdings auch wieder der stark verbesserungswürdigen Chancenauswertung auf Sulzbacher Seite zuzuschreiben ist. (13:24 – 17:27 – 19:30) In den letzten Minute plätscherte die Partie nur noch so vor sich hin und wohl beide Mannschaften schalteten nun merklich einige Gänge zurück ,sodass am Ende ein verdienter 21:32 Heimsieg für OG Erlangen auf der Anzeigentafel stand.

Die Gratulation geht somit an die Olympioniken aus Erlangen, nicht nur für die gewonnen zwei Punkte, sondern für eine Saison, die zwar noch nicht einmal zu Ende ist, jedoch trotzdem in dieser Dominanz bereits jetzt wohl einmalig war. Die Sulzbacher hingegen 'haben es geschafft' die nächste 11-Tore-Packung zu kriegen und sollten ihre Leistung im Hinblick auf das prestigeträchtige Derby gegen die HG Amberg kommendes Wochenende doch einmal redlich überdenken.

HC Sulzbach II: Prasse,Steiner (Tor) Morcinek 5, Hausner 4, Wertmiller 3, Bittner 2, Ströhl S. 2(2), Ströhl F. 2, Wedel 2, Wendt 1, Steubl, Munker, Ott, Renner