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Saison 2008/2009
Sonntag, 03. Mai 200914:00 Uhr

TV Erl.-BruckgegenHerren I

Heim

TV Erl.-Bruck

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Kein "Kirwa-Spiel" in Erlangen

Bei einem Erfolg gegen die Brucker winkt der 6. Tabellenplatz

Das Saisonfinale der Landesliga Nord findet für die Sulzbacher Handballer am Sonntag um 14.00 Uhr beim Tabellenvorletzten TV Erlangen-Bruck statt. Für beide Vereine geht es um gar nichts mehr. Während der HCS den Klassenerhalt letzte Woche mit dem Pflichtsieg gegen die TG Heidingsfeld perfekt machen konnte, stehen die Gastgeber aus Erlangen bereits seit einigen Wochen als Absteiger fest. Bei so einer Konstellation droht natürlich die Gefahr eines „Kirwa-Spiels“, doch die beiden Teams werden sich sicher noch einmal zusammenreißen und den Fans eine flotte Partie liefern.

Die Brucker haben es wieder einmal nicht geschafft, die Liga zu halten. Für die Bezirksoberliga zu gut, aber für die Landesliga zu schwach, so könnte man den Werdegang der Erlanger in den letzten Jahren beschreiben. Nun gilt es für die Truppe um Trainer Norbert Münch sich wieder einmal mit Anstand aus der Landesliga zu verabschieden. Ein Erfolg gegen den alten Rivalen aus der Herzogstadt wäre hier wohl Balsam auf die Seelen der Brucker Handballgemeinde. Außerdem könnte man sich durch einen Prestigeerfolg die nötige Motivation für die neue BOL-Saison holen. Die braucht man auch, denn mit Herzogenaurach, Forchheim, Cham und dem SC Regensburg kämpfen noch einige Teams ebenfalls um den Abstieg in die BOL-Ostbayern, die dann zu einer echten Hammerliga werden könnte.

Solche Sorgen hat die Erste des HC Sulzbach zum Glück nicht. Die Herzogstädter werden auch in der nächsten Saison in der zweithöchsten bayerischen Liga mitmischen. Das erste Jahr in der aufgewerteten Nord-Staffel war schwierig genug. Eigentlich hätte man die Sulzbacher etwas weiter oben erwartet, doch am Ende war man auch in der Bergstadt froh, dass der Abstieg nie ein akutes Thema war. Die Gömmel-Truppe will sich in Erlangen noch einmal positiv präsentieren, auch wenn die Vorzeichen nicht so gut stehen. Einige angeschlagene Spieler werden aus gesundheitlichen Gründen wohl nicht mehr antreten und ein paar Jungs werden direkt von einem Ski-Trip nach Bruck anreisen und hoffentlich die Skistiefel rechtzeitig gegen die Turnschuhe tauschen können. Im Falle eines Sieges winkt den Herzogstädtern sogar noch der 6. Tabellenplatz und das sollte noch einmal Motivation genug sein, die Partie gegen den Absteiger ernst zu nehmen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Artz, Nachtman, Forster, Moritz, Ströhl, Stauber, Hartmann

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Stark ersatzgeschwächter HCS schlägt Bruck mit 28:25

Sulzbach am Saisonende

Das befürchtete „Kirwaspiel“ wurde es zwar nicht, aber ein handballerischer Leckerbissen sieht trotzdem anders aus. Im letzten Saisonspiel, in dem es für beide Teams um nichts mehr ging, holten die Herzogstädter zwei Punkte beim Tabellenvorletzten TV Erlangen-Bruck, der bereits vor der Partie als Absteiger feststand. Die stark ersatzgeschwächte Gömmel-Truppe besiegte die Mittelfranken mit 28:25 Toren und belegt in der Endabrechnung der Landesliga Nord einen ordentlichen sechsten Tabellenplatz.

„Ohne Fünf“ musste der HCS in Erlangen antreten. Peter Andörfer, Michael Waitz, Thomas Hartmann, Peter Englhard und Christoph Baumgäertel wurden entweder wegen leichter Verletzungen geschont, oder waren beruflich unabkömmlich. So machte Trainer Ingo Gömmel aus der Not eine Tugend und begann mit einer sehr offensiven Abwehrformation. Damit kamen die Gastgeber in den ersten zehn Minuten überhaupt nicht zurecht und schnell stand es 4:0 und 7:2 für die flinken Gäste. In dieser Phase agierte der Absteiger mit einer unterirdischen Fehlerquote, die von den Herzogstädtern dankend angenommen wurde. Leider war die schwache Leistung des Heimteams ansteckend und so kam auch bald der Angriffswirbel der Sulzbacher ins Stocken. Auffälligster Spieler in einer schwachen ersten Hälfte war dabei wieder einmal der Brucker Amilcar Herzberger, der dem starken Torhüter Zdenek Vojtech dreimal direkt ins Gesicht warf und so wenigstens für etwas Emotionen im Sulzbacher Fanblock sorgte. Ansonsten bewegten sich beide Teams bei sommerlichen Temperaturen nur noch widerwillig und so war der torarme 12:8-Halbzeitstand für die Oberpfälzer die logische Konsequenz.

Nach der Pause dachten die Gäste wohl, dass sie das Ergebnis gegen die biedere Erlanger Truppe verwalten könnten. Doch mit dieser Einstellung weckten sie den Gegner aus seiner Lethargie und so schmolz der Vorsprung fast unbemerkt immer mehr zusammen. Erst bei Stande von 17:17 bemerkten die Herzogstädter den Jubel im Lager der Gastgeber, die nun auf einen versöhnlichen Abschluss der Saison hofften. Doch soviel Gastgeschenke wollte der HCS dann doch nicht verteilen und zog die Zügel noch mal an. Angetrieben von einem gut aufgelegten Spielmacher Thilo Munker machten die Gäste jetzt wieder Druck und die schnellen Spieler Ströhl und Nachtman warfen den entscheidenden 22:18-Vorsprung heraus. Nun konnte der Vorsprung wirklich locker über die Zeit gebracht werden und das letzte Aufbäumen der Brucker wurde im Keim erstickt.

Der 28:25-Endstand war auf alle Fälle verdient und trotz einiger Längen war das Spiel der ersatzgeschwächten Sulzbacher doch zu stark für den enttäuschenden Gastgeber, der sich im nächsten Jahr wieder mit der Reserve der Herzogstädter messen darf.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Munker 5, Braun 5, Nachtman 5(1), Ströhl 4, Moritz 3, Stauber 2, Forster 2, Artz 2, Burkhardt

Bericht: cwh