Vor dem Spiel
Rückkehrer machen Hoffnung
Mit Brändy und Olli gegen die Olympioniken
Zu äußert gewöhnungsbedürftiger Zeit, nämlich am Sonntag um 11:00 Uhr morgens, muss die Reserve des HC Sulzbach bei der OG Erlangen antreten.
Für die Gastgeber, die mit dieser ungewöhnlichen Anwurfzeit schon die eine oder andere Mannschaft auf dem falschen Fuß erwischt haben, geht es in dieser Saison nun eventuell doch noch um die Meisterschaft. Fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Erlangen-Bruck bei drei weniger ausgetragenen Partien sind auf jeden Fall machbar, besonders wenn man sich die Ergebnisse der letzten Wochen in der Bezirksoberliga ansieht. Der Vorjahresmeister, der dieses Jahr kein Aufstiegsrecht besitzt, würde wohl mit Freude den langjährigen Konkurrenten eins auswischen und mal wieder auf dem Platz an der Sonne die Saison beschließen.
Ganz anders lief diese Spielzeit bei den Sulzbachern. Hatte man nach der sehr starken Hinrunde noch gedacht, einen Platz im Tabellenmittelfeld sicher zu haben, muss man jetzt zum Saisonende und nach zuletzt vier verlorenen Spielen in Folge auf einmal wieder zittern, um nicht in Abstiegsregionen abzurutschen. Zwar sind fünf Punkte Vorsprung bei noch vier ausstehenden Partien nach wie vor ein gutes Polster, doch könnte man mit einem weiteren Erfolg das Thema Abstieg wohl endgültig abhaken. Die Voraussetzungen stehen trotz der schweren Auswärts-Aufgabe ganz gut. Zum einen hatte man die Erlanger Olympioniken im Hinspiel nach einem wahren Handball-Krimi mit 25:24 bezwingen können, zum anderen kehren mit Oliver Ott und Jürgen Brandt zwei lange Zeit vermisste Leistungsträger in den Kader der Mannschaft zurück. Auch Eduard Wertmiller wird nach seinem Urlaub wieder mit von der Partie sein, so dass Trainer Günter Ströhl personell aus dem Vollen schöpfen kann.
Beste Voraussetzungen also für ein spannendes Handballspiel, das schon im Hinspiel Sport auf hohem Niveau geboten hatte.
HC Sulzbach: Mende, Prasse (Tor); Brandt, Galler, Gömmel, Hausmann, Ott, Renner A., Renner T., Rohrbach, Steubl, Ströhl S., Wertmiller
Bericht: Mathias Prasse
