Vor dem Spiel
Saisonstart bei der TG Landshut
Rennen um die Superliga beginnt
Die Zeit des Wartens für die Handballfans hat endlich wieder ein Ende. An diesem Wochenende startet die Handball-Landesliga Mitte, in der die Sulzbacher Handballer in ihre sechste Saison in dieser zweithöchsten Liga in Bayern geht. Die Fans aus der Herzogstadt müssen sich aber noch etwas gedulden, denn die Truppe von Trainer Ingo Gömmel muss zunächst einmal auswärts antreten. Am Samstag ist man zu Gast bei der TG Landshut, einem alten Bekannten aus den letzten Jahren. Für alle Handballanhänger, die es gar nicht erwarten können: Das Spiel findet im Schulzentrum West statt und beginnt um 19.30 Uhr.
Eines kann man den Sulzbacher Zuschauern schon jetzt versprechen. Eine langweilige Saison wird es diesmal sicherlich nicht werden. Die dreiteilige Landsliga wird nach dieser Runde aufgelöst und in eine zweiteilige Staffel aufgeteilt. Um in diese noch höherwertige Klasse aufzusteigen müssen die Teams in diesem Jahr mindestens den 7. Tabellenplatz erreichen, was angesichts der teilnehmenden Vereine kein Zuckerlecken wird. Mit dem ASV Cham und dem TB Roding rutschten gleich zwei renommierte Teams aus der Bayernliga zurück und gelten wie auch der Vizemeister der letzten Saison, der TSV Indersdorf und der mächtig aufgerüstete TSV Milbertshofen zu den Topfavoriten der Liga. Auch die erfahrenen Landesligateams aus Metten, Burghausen, Landshut und Freising gehen fest davon aus die neue Eliteliga zu schaffen. Schwerer wird es da schon für den TSV Allach und die beiden Aufsteiger MTV Ingolstad und TV Roßtal. Der HC Sulzbach, der das Zwölferfeld komplettiert, hat sich das Ziel der Qualifikation natürlich auch vorgenommen, doch dafür wird man wohl bis ins Frühjahr kämpfen müssen.
Ein gelungener Start wäre natürlich Gold wert, doch bei den Niederbayern aus Landshut hängen die Trauben traditionell sehr hoch. Der Vorjahresdritte wurde in der letzten Runde lange als Aufstiegskandidat gehandelt, ehe ihm im Schlussspurt etwas die Puste ausging. Welche Ziele das Team in dieser Spielzeit hat weiß man nicht so genau, denn aus Niederbayern ist kaum etwas über den neuen Kader an die Öffentlichkeit gedrungen. Gerüchte sprechen davon, dass einige Leistungsträger den Verein verlassen haben sollen, doch das wird man wohl erst vor Ort erfahren.
Auch der HC Sulzbach hat einige Abgänge zu verzeichnen. Routinier Christian Rohrbach will nun endgültig nur noch in der Zweiten Mannschaft spielen, nachdem er zuletzt noch ein Jahr drangehängt hatte. Auch der zweite Rückraumschütze Sebastian Piller verließ den Verein um beim Bayernligaaufsteiger TSV Winkelhaid sein Glück zu versuchen. Schmerzlich ist der Verlust der beiden jungen Talente Max von Borstel, der zum Regionalligaverein HaSpo Bayreuth wechselte und Alex Kellner, der ein Studium im Allgäu beginnt und ebenfalls nicht mehr zur Verfügung steht. Diese Lücken sollen mit Spielern aus der Zweiten Mannschaft wie Thorsten Güthe, der den zweiten Torhüterplatz einnimmt und Thomas Stauber, der sich wieder in den Kader der Ersten kämpfte, ausgefüllt werden. Doch auch auf dem Markt wurden die Verantwortlichen des HCS tätig. So holte man das große tschechische Talent Marek Nachtman vom Zweitligaverein Lokomotiva Pilsen in die Herzogstadt. Der Supertechniker soll den Rückraum beleben, was ihm in geraumer Zeit sicher auch gelingen wird. Prominentester Zugang ist aber sicherlich der Ex-Bayreuther Christoph Baumgärtl. Der Modellathlet wurde schnell zum Abwehrchef des Teams und wird die vakante Kreisposition der Herzogstädter besetzen. Mit seiner Erfahrung als Regionalligaspieler ist „Baumi“ eine der großen Hoffnungen, dass die Qualifikation für die neue Eliteliga geschafft werden kann.
Den ersten Schritt will man jetzt in Landshut machen. Ein Erfolg bei den Niederbayern wäre die beste Motivation für das junge Sulzbacher Team in der neuen Saison.
HC Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Waitz, Braun, Englhard, Andörfer , Forster, Hartmann, Munker, Nachtman, Baumgärtl, Stauber
Bericht: cwh
