Vor dem Spiel
Wenn, dann mit fliegenden Fahnen!
Gegen den TSV Lohr ist Kamfgeist gefordert
Nach dem Horror-Wochenende mit der Pleite in Haunstetten und dem überraschenden Sieg der Bayreuther in Ottobeuren, kam die kurze Osterpause für die Sulzbacher Handballer gerade recht. Vielleicht konnte man hier noch einmal die nötige Kraft tanken, um den Klassenerhalt, derzeit liegt man ja einen Punkt hinter den Oberfranken, doch noch zu realisieren. Die letzten drei Spiele, am Samstag um 15.30 Uhr in der Krötenseehalle gegen den TSV Lohr und danach in Rothenburg und gegen Rödelsee, machen zwar auf dem Papier wenig Hoffnung, doch gerade in der Schlussphase der Saison ist schon noch die eine oder andere Überraschung möglich.
Gegen den Tabellenvierten aus Unterfranken müsste aus einer Überraschung aber schon eine Sensation werden. Die Mannschaft aus dem Spessart war lange Zeit auf Augenhöhe mit den Topteams der Liga und hat erst in den letzten Wochen der Dominanz der Auerbacher Meistertruppe Tribut zahlen müssen. Mit einer Mischung aus Routiniers wie den Slowaken Vozar und Kralik sowie dem tschechischen Torjäger Bohuslav Zeleny und den jungen Talenten Tom und Lars Spieß und dem Luxemburger Yannick Bardina aus dem HBLZ Großwallstadt hat die Truppe von Coach Dr. Frantisek Fabian eine tolle Runde hingelegt und gilt auch im nächsten Jahr als einer der Topfavoriten für den Aufstieg. Zuletzt verloren die Mainstädter zwar knapp zuhause im Derby gegen den TSV Rödelsee mit 33:34, doch da fehlten die jungen Talente aus dem HBLZ. Gegen den HC Sulzbach werden diese Jungs aber beim sprichwörtlichen „Glück“ der Herzogstädter sicher keine Verpflichtungen in der Jugend-Bundesliga haben und das macht die Aufgabe für die Rohrbach-Truppe natürlich nicht leichter. Im Hinspiel haben sich die Sulzbacher mit einer 25:31-Niederlage ordentlich aus der Affäre gezogen und zumindest dies macht ein klein wenig Hoffnung.
Voraussetzung dafür ist aber, dass sich die Truppe von Trainer Rohrbach noch einmal zusammenreißen kann. In Haunstetten sah es zwar danach aus, als ob sich die Mannschaft schon mit dem Abstieg arrangiert hätte, doch das war sicher ein Ausrutscher, denn wer in Sulzbach nicht bis zum Ende kämpfen kann ist hier definitiv am falschen Ort. Untergehen ist in Ordnung, aber dann mit fliegenden Fahnen und nicht mit einem eingesteckten Schwanz. Da sich im gutgefüllten Lazarett der Herzogstädter nichts getan hat, müssen sich die Jungs der letzten Spiele noch einmal beweisen und zeigen, dass sie würdig sind beim HC Sulzbach zu spielen.
HC Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Smolik, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Forster, Meyer, Baumgärtel, Englhard, Wedel, Ott
Bericht: cwh
