Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2011/2012
Samstag, 14. April 201215:30 Uhr

Herren IgegenTSV Lohr

Heim

Herren I

27 : 34

Endergebnis

Gast

TSV Lohr

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Wenn, dann mit fliegenden Fahnen!

Gegen den TSV Lohr ist Kamfgeist gefordert

Nach dem Horror-Wochenende mit der Pleite in Haunstetten und dem überraschenden Sieg der Bayreuther in Ottobeuren, kam die kurze Osterpause für die Sulzbacher Handballer gerade recht. Vielleicht konnte man hier noch einmal die nötige Kraft tanken, um den Klassenerhalt, derzeit liegt man ja einen Punkt hinter den Oberfranken, doch noch zu realisieren. Die letzten drei Spiele, am Samstag um 15.30 Uhr in der Krötenseehalle gegen den TSV Lohr und danach in Rothenburg und gegen Rödelsee, machen zwar auf dem Papier wenig Hoffnung, doch gerade in der Schlussphase der Saison ist schon noch die eine oder andere Überraschung möglich.

Gegen den Tabellenvierten aus Unterfranken müsste aus einer Überraschung aber schon eine Sensation werden. Die Mannschaft aus dem Spessart war lange Zeit auf Augenhöhe mit den Topteams der Liga und hat erst in den letzten Wochen der Dominanz der Auerbacher Meistertruppe Tribut zahlen müssen. Mit einer Mischung aus Routiniers wie den Slowaken Vozar und Kralik sowie dem tschechischen Torjäger Bohuslav Zeleny und den jungen Talenten Tom und Lars Spieß und dem Luxemburger Yannick Bardina aus dem HBLZ Großwallstadt hat die Truppe von Coach Dr. Frantisek Fabian eine tolle Runde hingelegt und gilt auch im nächsten Jahr als einer der Topfavoriten für den Aufstieg. Zuletzt verloren die Mainstädter zwar knapp zuhause im Derby gegen den TSV Rödelsee mit 33:34, doch da fehlten die jungen Talente aus dem HBLZ. Gegen den HC Sulzbach werden diese Jungs aber beim sprichwörtlichen „Glück“ der Herzogstädter sicher keine Verpflichtungen in der Jugend-Bundesliga haben und das macht die Aufgabe für die Rohrbach-Truppe natürlich nicht leichter. Im Hinspiel haben sich die Sulzbacher mit einer 25:31-Niederlage ordentlich aus der Affäre gezogen und zumindest dies macht ein klein wenig Hoffnung.

Voraussetzung dafür ist aber, dass sich die Truppe von Trainer Rohrbach noch einmal zusammenreißen kann. In Haunstetten sah es zwar danach aus, als ob sich die Mannschaft schon mit dem Abstieg arrangiert hätte, doch das war sicher ein Ausrutscher, denn wer in Sulzbach nicht bis zum Ende kämpfen kann ist hier definitiv am falschen Ort. Untergehen ist in Ordnung, aber dann mit fliegenden Fahnen und nicht mit einem eingesteckten Schwanz. Da sich im gutgefüllten Lazarett der Herzogstädter nichts getan hat, müssen sich die Jungs der letzten Spiele noch einmal beweisen und zeigen, dass sie würdig sind beim HC Sulzbach zu spielen.

HC Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Smolik, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt, Forster, Meyer, Baumgärtel, Englhard, Wedel, Ott

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Rumpftruppe schlägt sich achtbar

Der TSV Lohr gewinnt trotzdem locker mit 34:27 gegen die Herzogstädter

Das war es dann wohl, mit dem Abenteuer Bayernliga für den HC Sulzbach. Nach der 27:34-Niederlage der Herzogstädter gegen den übermächtigen TSV Lohr und dem zeitgleichen 39:29-Erfolg der Bayreuther gegen Simbach fehlen nun schon drei Punkte aus den letzten beiden Spielen um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Beim derzeitigen Mini-Kader der verletzungsgeplagten Sulzbacher ist dies ein fast unmögliches Unterfangen, das muss man jetzt wohl realistisch betrachten muss.

Gegen den TSV Lohr reichte der durchaus vorhandene Kampfgeist natürlich nicht aus. Die Startruppe aus dem Spessart hatte nie ein Problem mit den Gastgebern und konnte es sich leisten ihre Leistungsträger weitgehend auf der Bank zu lassen. Dadurch konnte die Rohrbach-Truppe phasenweise recht ordentlich mitspielen, doch wenn die Gäste ernst machten, war es schnell vorbei mit der Sulzbacher Herrlichkeit.

Dass die erste Halbzeit nur mit 15:17 verloren ging, lag neben der oben erwähnten Tatsache aber auch an einem ordentlich spielenden Tschechenduo Krizek und Smolik, wobei sich Letzterer trotz einer schmerzhaften Handverletzung in den Dienst der Mannschaft stellte. Auch die Akteure der zweiten Mannschaft machten ihre Arbeit, vor allem in der Abwehr recht gut, vor allem wenn man bedenkt, dass sie mit Christoph Baumgärtel, Peter Englhard und Stefan Ströhl drei hochkarätige Abwehrstrategen ersetzen mussten, die kurzfristig noch ausgefallen waren. Bester Spieler der Herzogstädter war aber wieder einmal Rechtsaußen Marco Forster, der achtmal erfolgreich war und für die besonderen Momente im Spiel des Gastgebers verantwortlich zeigte.

Nach der Pause wurde es dem Gästetrainer dann doch etwas zu eng und er stellte seine beste Sieben auf das Feld. Jetzt ging alles sehr schnell. Gegen den jetzt auch konditionell abbauenden Gastgeber reichten zehn konzentrierte Minuten und aus dem hoffnungsvollen Halbzeitstand wurde ein klarer 18:24-Rückstand. Damit war die Partie endgültig entschieden und die Unterfranken schalteten wieder einen Gang zurück. Doch nun reichten die Kräfte der Herzogstädter nicht mehr aus um gegen die individuell starken Lohrer Akteure dagegen zu halten. Besonders der Tscheche Zeleny und Rechtsaußen Yannick Bardina zeigten nun ihre Klasse und so wurde es am Ende doch noch ein etwas zu hoch ausgefallener 34:27-Erfolg der Gäste.

Noch ist nicht die Zeit um über den Plan B zu sprechen, denn noch sind zwei Partien zu spielen. Doch einige Weichen wurden bereits in beide Richtungen gestellt und die treuen Sulzbacher Fans dürfen sicher sein dass auch im nächsten Jahr toller Handball in der Krötenseehalle geboten wird. Ganz egal in welcher Liga sich dann der HCS auch befindet.

HC Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Forster 8, Smolik 5, Krizek 5, Braun 3, Meyer 3, Blödt 1, Wertmiller 1, Steubl 1, Ott, Wedel, Paulus

Bericht: cwh