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Saison 2011/2012
Samstag, 21. Januar 201219:00 Uhr

TSV WinkelhaidgegenHerren I

Heim

TSV Winkelhaid

30 : 26

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Schicksalspiel in Winkelhaid

Beim Schlusslicht die Weichen für eine erfolgreiche Rückrunde stellen

Das nächste Auswärtsspiel der Sulzbacher Handballer am Samstag um 19.00 Uhr beim TSV Winkelhaid ist die wahrscheinlich wichtigste Partie für die Rohrbach-Truppe in dieser Saison. Diesmal führt kein Weg daran vorbei, der HCS ist hoher Favorit und muss das Spiel beim Tabellenschlusslicht unbedingt gewinnen. Nach zuletzt zwar recht ansprechenden Ergebnissen gegen zugegeben stärkste Konkurrenz, darf es diesmal auch gern eine schwache Vorstellung sein. Hauptsache die Punkte gehen mit in die Herzogstadt.

Die Mittelfranken boten zuletzt kaum bayernligareife Auftritte und so schrieb die Vereinseigene Presse letzte Woche bereits einen Abgesang über die Mannschaft, die zuvor eine deftige 20:42-Schlappe aus Rödelsee mitgebracht hatte. Langsam reiten liebe Nachbarn, erstens schreibt man so nicht über sein eigenes Team und zweitens haben die Jungs von Trainer Csaba Scücs in dieser Saison schon gezeigt, dass sie durchaus auch gewinnen können. Spätestens nach dieser vernichtenden Kritik werden die Winkelhaider gegen den alten Rivalen aus Sulzbach noch einmal über die Grenzen gehen, um die vielleicht letzte Chance zum Klassenerhalt zu wahren. Wie schwer es sein kann gegen die Franken zu bestehen, zeigte schon das Hinspiel in der Herzogstadt, dass die Sulzbacher erst in den letzten Minuten mit 30:27 gewinnen konnten. Besonders die routinierte Achse Virag – Kundmüller und Rettenbacher ist immer brandgefährlich und kann an guten Tagen jede Abwehr in Verlegenheit bringen.

Hier müssen die Mannen von Trainer Rohrbach ansetzen. Wenn die Abwehr von Beginn an hellwach ist, kann man verhindern, dass der Außenseiter stark gemacht wird. Die Angriffsleistung stimmt sowieso immer und ist durch den torhungrigen Neuzugang Chris Meyer noch eine Ecke effektiver geworden. Eigentlich kann sich die Mannschaft, die zwar komplett, doch mit einigen angeschlagenen Akteuren auflaufen wird, nur selbst schlagen. Selbstbewusstsein ist zwar gefragt, doch Überheblichkeit ist streng verboten. Für eine Mannschaft, die auch schon längere Zeit auf ein Erfolgserlebnis wartet, dürfte diese Vorgabe eigentlich kein Problem sein.

Also noch einmal zu mitschreiben: Ein Erfolg in Winkelhaid bedeutet den Startschuss für eine erfolgreiche Rückrunde. Eine Pleite beim Tabellenletzten bedeutet dementsprechend nichts Gutes für die Jungs von Trainer Christian Rohrbach, denn die Gegner werden in den nächsten Wochen nicht einfacher.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Englhard, Meyer, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Blödt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Schwarzer Tag in Winkelhaid

Schlusslicht behält beim 30:26-Erfolg beide Punkte gegen überhebliche und leblose Oberpfälzer

Was ist nur los mit den Sulzbacher Handballern? Nach den zuletzt gezeigten Leistungen gegen die Großen der Liga, hoffte man doch berechtigt, dass beim Tabellenschlusslicht TSV Winkelhaid ein Erfolg herausspringen würde, doch das ging gewaltig in die Hose. Mit einer unterirdischen Leistung, besonders in der ersten Halbzeit, verpassten die Rohrbach-Schützlinge den erhofften Befreiungsschlag und verloren das „Vier-Punkte-Spiel“ völlig verdient mit 26:30. Damit machten die Herzogstädter die Situation im Abstiegskampf noch ein etwas enger und stehen nun endgültig mit dem Rücken zur Wand.

Die Mannschaft präsentierte sich in diesem so wichtigen Spiel von Anfang an völlig leblos. Natürlich wollen wir keinem Akteur unterstellen, dass er nicht alles geben will, doch Abstiegskampf sieht nun mal etwas anders aus. So konnten es die Gastgeber kaum glauben, wie leicht es war durch die Sulzbacher Abwehr zu spazieren. Hätte nicht Torhüter Zdenek Vojtech zu Beginn der Partie ein paar Mal glänzend pariert, wäre es schon hier zu einem Debakel gekommen. Doch nur in den Augen des tschechischen Oldies glänzte das Feuer, der Rest des Teams glaubte wohl, dass man die Franken mit angezogener Handbremse würde schlagen können. Doch die Winkelhaider machten es den Gästen vor und kämpften sich mit aggressivem Abwehrspiel auf die Siegerstraße. Bis zum 7:7-Zwischenstand lebten die Herzogstädter noch von den Glanzparaden ihres Torhüters, doch danach war auch er machtlos, da der überragende Gästehalbrechts Ingo Kundmüller nun immer mehr zum Abschluss eingeladen wurde. Beim 14:10-Halbzeitstand war dann nur noch die Hoffnung, dass die zweite Halbzeit eigentlich nur besser werden konnte.

Doch ersten kommt es anders…, denn die Rohrbach-Truppe machte da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. 17:10 und etwas später 20:13 waren die nächsten Zwischenstände in diesem Trauerspiel und nun hegten auch die wieder zahlreich mitgereisten Fans kaum noch Hoffnung. Doch halt, es gab doch noch ein Lebenszeichen der Sulzbacher. Endlich wurde jetzt gekämpft und die Gäste kamen über die jungen Christopher Meyer und Marco Forster wieder etwas besser ins Spiel. Auch die Rückraumschützen Waitz und Smolik hatten nun ihre beste, wenn auch kurze, Phase und beim Stande von 24:22 war die Partie plötzlich wieder offen. Doch nun zeigte sich, dass den Herzogstädtern in so einer Phase einfach die Routine fehlt. Während die Mittelfranken nun jede Chance eiskalt nutzten, scheiterten die Gäste entweder am starken Gästekeeper Daniel Heimpel, oder an den eigenen Nerven. So war der 30:26-Erfolg der Winkelhaider am Ende ebenso klar wie verdient.

Ein völlig angefressener Trainer Christian Rohrbach stellte nach der Partie verzweifelt die Frage, warum die Mannschaft seine Vorgaben einfach nicht umsetzt. Mit spielerischen Mitteln wollte man die Gastgeber in Verlegenheit bringen, doch die Spieler glaubten wohl, dass ihre individuellen Fähigkeiten ausreichen würden und kochten ihr eigenes Süppchen. Spätestens nach der Partie gegen den Tabellenletzten sollte es aber jeder verinnerlicht haben, dass diese Mittel in der Bayernliga einfach nicht ausreichen.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Smolik 5, Waitz 4, Forster 4, Kaspar 4, Meyer 4(1), Braun 2, Ströhl 2, Wertmiller 1, Krizek, Englhard, Blödt

Bericht: cwh