Vor dem Spiel
Big Points zu vergeben
HCS zu Gast beim Schlusslicht Niederraunau
Premiere für die Sulzbacher Handballer. Erstmals geht man nicht als großer Außenseiter in das nächste Spiel, zumindest nicht auf dem Papier. Die Herzogstädter sind zu Gast beim TSV Niederraunau, dem Aufsteiger aus der Landesliga Süd, der nach dem sechsten Spieltag noch ohne Punktgewinn die rote Laterne trägt. Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr im Schulzentrum in Krumbach (Talstr. 76). Auch wenn die Herzogstädter zumindest schon zwei Zähler auf dem Konto haben und einen Platz vor den Gastgebern liegen, weiß man ganz genau, dass diese Partie ein echtes Kellerderby mit allen Nebenwirkungen sein wird, in dem die Favoritenrolle besser gar nicht erst zur Debatte steht. Dem Sieger gelingt dabei ein ?Big Point?, während der Verlierer schweren Zeiten entgegen sieht. Die Schwaben sind über die Relegation in die Bayernliga aufgestiegen und starteten das Abenteuer mit viel Engagement. Doch spätestens nach knapp einem Viertel der Spielzeit müssen die Niederraunauer erkennen, wie so manch Aufsteiger in den Jahren zuvor, dass die höchste bayerische Liga keine Spaßveranstaltung ist. Zwar spielte das Team von Trainer Markus Waldmann in den ersten Partien munter mit, doch am Ende blieben die Punkte immer beim oft erfahreneren Gegner. Ein Erfolgserlebnis käme hier genau zur rechten Zeit und das erhofft man sich, wann auch sonst, gegen den Tabellennachbarn aus Sulzbach. Ein torgefährliches Trio soll es gegen die Oberpfälzer richten. Mathias Waldmann (32 Tore), Maximilian Deisenhofer (25) und Michael Thalhofer (25) sind die mit Abstand erfolgreichsten Schützen ihres Teams und dürfen sich so sicher der besonderen Aufmerksamkeit der Sulzbacher Gäste gewiss sein. Auch die Herzogstädter hadern noch etwas mit der Ausbeute an Erfolgen, wenn man die nur am Tabellenstand misst. Denn oft durfte man mit der Leistung der runderneuerten Mannschaft eigentlich zufrieden sein, aber ähnlich wie beim Gegner aus Niederraunau, reichte es meist nicht für ein zählbares Ergebnis. Doch die Moral des Teams ist noch längst nicht zerbrochen. Man wusste schon vor der Saison, dass die Erfolgserlebnisse selten sein werden. Umso hungriger geht die Mannschaft von Trainer Pavel Krizek am Samstag an den Start, denn bei allem Respekt für den Gegner, träumen die Oberpfälzer schon von einem Auswärtssieg im Schwabenland. Der Coach kann wohl mit seiner Stammformation rechnen und hofft, dass seine oft individuell so starken Akteure auch einmal als Kollektiv auftreten und so den wichtigen ?Big Point? schaffen.
HC Sulzbach: Lotter, Marx Marco Forster, Smolik, Waitz, Mignon, Ströhl, Broz, Luber, Burkhardt, Kristian Forster, Wedel, Morcinek
Bericht: cwh
