Vor dem Spiel
Meisterteam muss noch einmal ran
In Gerolzhofen die Saison abrunden
Mancher Fan will es gar nicht glauben, aber die Landesligasaison 2010/2011 ist noch nicht ganz beendet. Während die Herzogstädter ja bereits seit einigen Wochen als Meister und Bayernligaaufsteiger feststehen, ist dieser letzte Spieltag der Runde für einige Teams noch sehr wichtig. So kämpft die Reserve des HSC Coburg und die DJK Waldbüttelbrunn noch im Fernduell um den zweiten Tabellenplatz, der zur Relegation gegen den Zweiten der Südliga reicht. Die Coburger haben hier übrigens mit zwei Zählern Vorsprung deutlich die besseren Karten. Den direkten dritten Absteiger machen die Erlangen-Brucker und der MTV Stadeln unter sich aus. Beide Teams sind punktgleich und so ist hier der Ausgang noch so richtig spannend. Alle anderen Entscheidungen sind gefallen. Mit der SSG Metten und dem letzten Gegner der Herzogstädter, dem TV Gerolzhofen verabschieden sich zwei Traditionsclubs aus der Landesliga, die noch im letzten Jahr als Bayernligist (Metten) bzw. als 4. der Landesliga Nord (Gerolzhofen) zur Elite der bayerischen Vereine gehörten.
Ein tiefer Fall für die Unterfranken, die sich nun im vorerst letzten Landesligaspiel am Sonntag um 16.30 Uhr gegen das Meisterteam aus Sulzbach noch ehrenvoll verabschieden wollen. Einen Sieg darf man von der Truppe des Trainers Marco Weinhardt aber nicht erwarten, denn zu groß waren die Auflösungserscheinungen in den letzten Wochen. Die 22:38-Pleite in Stadeln, die den Abstieg besiegelte stärkte nicht gerade das angeschlagene Selbstbewusstsein der Franken und auch die Hinspielniederlage in der Herzogstadt mit exakt dem gleichen Ergebnis macht wenig Mut.
Denn auch wenn die Gäste in den letzten drei Wochen nur mehr mit dem großen Fußball trainierten, oder sich mit wandern und Skifahren fit hielten, eine Blöße will sich die Meistermannschaft beim Absteiger aus Gerolzhofen nicht geben. Wer den Ergeiz der Rohrbachtruppe kennt, weiß dass die Sulzbacher auch die letzte Partie nach vorerst 10 Jahren Landesliga gewinnen wollen. Das ist man sich selbst, seinen Fans aber auch dem Gegner schuldig, denn ein Kirwa-Spiel will niemand.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun, Schmidt, Englhard, Ott
Bericht: cwh
