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Saison 2012/2013
Sonntag, 11. November 201216:30 Uhr

Herren IgegenHG Ansbach

Heim

Herren I

27 : 26

Endergebnis

Gast

HG Ansbach

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HC Sulzbach gegen die HG Ansbach weiter auf Punktejagd

Max von Borstel sagt servus

Nach der kurzen Verschnaufpause in den Herbstferien freuen sich die Sulzbacher Handballer nun auf zwei Heimspiele in der Krötenseehalle hintereinander. Am kommenden Sonntag spielt man um 16.30 Uhr gegen den Vorletzten der Landesliga, die HG Ansbach und da die Partie beim HSV Maintauber wegen Rückzug dieser Mannschaft ersatzlos gestrichen ist, empfängt man zwei Wochen später mit der HSG Lauf/Heroldsberg ein weiteres Team aus dem Tabellenkeller in der Herzogstadt. Gegen diese Außenseiter sollte man nochmals fleißig Punkte sammeln, denn danach warten in den Auswärtsspielen in Erlangen/Bruck und Helmbrechts zwei unangenehme Aufgaben auf die Truppe von Trainer Christian Rohrbach.

Die HG Ansbach, ein Verein mit viel Tradition, hat nach einer BOL-Saison als Mittelfrankenmeister wieder den Aufstieg in die Landesliga geschafft und hofft nun natürlich auf die nötigen Punkte für den Klassenerhalt. Doch zu Beginn der Spielzeit sah es ganz danach aus, als ob die Franken keinen Auftritt in dieser Liga haben. Viermal war man nur Punktelieferant und zierte schnell das Tabellenende. Doch scheinbar hat sich das Team von Trainer Bernd Hitzler nun gefangen, denn in den letzten beiden Spielen konnten endlich die ersten Zähler eingefahren werden. Half beim 26:25-Erfolg in Lauf noch etwas das Unvermögen der Heimmannschaft, sah man in der Partie gegen den viel stärker eingeschätzten TV Erlangen/Bruck schon zwei Teams, die sich verdient die Punkte beim 25:25-Remis teilten.

Viel weiß man im Sulzbacher Lager nicht über den Aufsteiger. Eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft mit einem wurfstarken Rückraum erwarten die Rohrbach-Schützlinge, so die Kunde aus dem westlichen Mittelfranken. Doch der souveräne Spitzenreiter aus der Oberpfalz wird sicher die Klasse haben, auf das Spiel der Gäste zu reagieren. Zwar stehen hinter der Aufstellung des Trainers noch einige Fragezeichen, denn Marco Forster, Peter Englhard und auch Chris Meyer laborieren noch an ein paar Verletzungen, doch mit Thomas Hartmann steht ein adäquater Ersatz schon in den Startlöchern und außerdem ist der Kader der Sulzbacher durchaus in der Lage diese Ausfälle zu kompensieren.

Eine besondere Partie wird es aber für Torhüter Max von Borstel werden. Der Superkeeper aus Regensburg, der mit Unterbrechungen schon seit der Jugend in Sulzbach spielt wird am Sonntag sein (vorerst) letztes Spiel für die Herzogstädter bestreiten. Er verlegt aus beruflichen Gründen seinen Lebensmittelpunkt nach Hamburg und bei seiner derzeitigen Form würde es uns nur bedingt wundern, wenn er bald beim HSV Handball auftauchen wird. Wir wünschen dem beliebten Spieler beruflich und sportlich alles Gute an der Waterkant und hoffen dass er seinen HC Sulzbach nicht so schnell vergisst.

HC Sulzbach: Vojtech, Von Borstel (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Baumgärtel, Hartmann

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Sulzbacher Handballer haben sich nicht mit Ruhm bekleckert

27:26-Arbeitssieg gegen Ansbach beim emotionalen Abschied von MVB

Da haben die Sulzbacher Handballer ihre Herbstferien aber locker mal um eine Woche überzogen. Was die Rohrbach-Truppe am Sonntagabend gegen den Tabellenletzten aus Ansbach auf das Parkett zauberte, hatte mit konzentrierter Arbeit eines Tabellenführers nur wenig zu tun. Am Ende stand zwar ein 27:26-Erfolg für die Herzogstädter, aber über die Art und Weise wie die Gastgeber ihre Serie auf 18:0 Punkte ausbauten, sollten man bald den Mantel des Schweigens ausbreiten.

So fand der emotionale Höhepunkt der Partie schon vor dem Anpfiff statt, als Torhüter Max von Borstel verabschiedet wurde. Der beliebte Keeper, der ja beruflich nach Hamburg zieht, zeigte dann auch nochmal eine tadellose Leistung. Ihm und dem zu Beginn sehr agilen Toni Kreyßig ist es zu verdanken, dass die Gastgeber nach 15 Minuten nicht im Rückstand lagen (7:7). Der Rest der Mannschaft wirkte zu unkonzentriert und verschlafen, um die gut eingestellte Abwehr der Franken zu überwinden. Aber auch in der Abwehr fehlte der Biss, was die Zeitstrafen-Statistik beweist. Jiri Smolik holte sich die einzige Zwei-Minuten-Strafe erst kurz vor Ende des Spiels ab. Zum Schluss der ersten Hälfte schaute das Spiel der Sulzbacher dann etwas flüssiger aus, als Stefan Ströhl seinen Turbo zündete und immer wieder Toni Kreyßig die Lücken fand. Der 14:10-Halbzeitstand schien dann auf einen entspannten Nachmittag hinzuweisen, doch so einfach war es leider doch nicht.

Zunächst kam aber nun die beste Phase der Herzogstädter. Endlich gingen die Angreifer mit Power in die Eins-gegen-eins-Situationen und so hagelte es eine Serie von Strafwürfen für die Gastgeber, die Jiri Smolik wie gewohnt sicher verwandelte. Der Tscheche war dann auch der auffälligste Akteur der Rohrbach-Truppe in der zweiten Halbzeit. Als es nach einem Vorsprung von sieben Toren (21:14) ganz nach einem lockeren Erfolg ausschaute, kehrte der Schlendrian zurück ins Spiel der Gastgeber und die Ansbacher witterten noch einmal Morgenluft. Immer wieder fanden die Gäste den Weg zum Kreis wo ihr bester Werfer, Michael Segerer, Tor um Tor erzielte. Frust und eigenes Unvermögen machten sich jetzt breit beim Tabellenführer, der zu keiner Phase die Vorgaben des Trainers umsetzen konnten. Nun bedurfte es schon der Routine und individuellen Klasse des Jiri Smolik, der sein Team immer mit zwei bis drei Toren in Front hielt (22:19, 26:23). Eigentlich kam der Sieg zwar nie mehr in Gefahr, doch die Fans rauften sich immer mehr die Haare, angesichts der unerklärlichen Fehler, die sich der Klassenprimus leistete. Am Ende reichte die Zeit aber nicht mehr für die tapferen Ansbacher denn der Anschlusstreffer zum 27:26-Endstand kam viel zu spät.

Die Spielpause am kommenden Wochenende kommt jetzt sehr ungelegen, denn jetzt muss schnell der gewohnte Rhythmus wieder gefunden werden, der die Herzogstädter zum unangefochtenen Tabellenführer gemacht hat. Sonst kann der komfortable Vorsprung von fünf Punkten schnell schmelzen.

HC Sulzbach: Von Borstel, Männl (Tor); Smolik 9(3), Kreyßig Toni 7, Ströhl 4, Krizek 2, Baumgärtel 2, Forster 1, Kaspar 1, Schmidt 1, Meyer, Wedel

Bericht: cwh