Vor dem Spiel
HC Sulzbach will den Herbst-Blues vertreiben
Gegen TS Selb muss ein Sieg her
„Herbst-Blues“ nennt man die triste Novemberstimmung, die an dunklen Abenden die Menschen umfängt. Besonders darunter leiden mussten zuletzt die Spieler und Fans des HC Sulzbach. Durch die Pause am vergangenen Wochenende blieb die bittere 30:37-Heimniederlage gegen die HG Ansbach doppelt solange in Erinnerung. Doch am Samstag wollen die Herzogstädter den grauen Nebel mit einem Highlight vertreiben und so langsam in vorweihnachtliche Stimmung kommen. Helfen soll dabei ein Erfolg gegen den TS Selb um 16.30 Uhr in der Realschulhalle. Hilfe braucht man aber auch von den Fans, die hoffentlich das Ansbach-Spiel abgehakt haben und der Mannschaft eine Chance zur Rehabilitation geben.
Jetzt bräuchte eigentlich nur noch der Gegner aus Selb mitspielen und alles wäre wieder gut, doch hier muss man doch einige Bedenken anmelden. Zwar liegen die Oberfranken mit nur vier Zählern aktuell auf einem Abstiegsplatz, doch mit etwas Glück könnten die Gäste auch viel weiter oben in der Tabelle stehen. Viele Spiele wurden hauchdünn verloren, so auch die Partie am letzten Samstag gegen den TV Gerolzhofen, die 32:33 endete. Auch hatte die Turnerschaft ein sehr schweres Auftaktprogramm gegen viele der Liga-Favoriten. Doch jetzt wollen die Jungs von Trainer Horst Roch endlich wieder Punkte sammeln um den angestrebten Mittelfeldplatz zu sichern. Prunkstück der Oberfranken ist sicherlich die körperliche Robustheit der Akteure, die besonders in der Abwehr richtig hinlangen können. Schwer tun sich die Gäste gegen Mannschaften, die mit viel Tempo spielen können und die Hünen aus der Porzellanstadt unter Druck setzen.
Das müsste ein HC Sulzbach in Normalform eigentlich schaffen. Das Gegenstoßspiel ist eine der großen Stärken der Gastgeber, doch die funktioniert nur mit einer sicheren Abwehr, die auch die nötigen Bälle erkämpft. Hier lag zuletzt auch die Schwachstelle der Herzogstädter, die vor dem eigenen Tor den nötigen Kampfgeist vermissen ließen. Da nutzt es auch wenig, wenn der Angriff permanent über 30 Tore wirft, denn wie jeder weiß: „Defense wins the championship“! Trainer Klaus Kuether kann bis auf Jiri Smolik wohl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und so steht der Versöhnung mit den Fans nichts im Wege.
„Inzwischen sollte wohl auch der letzte Akteur begriffen haben, dass es in dieser Landesliga keine leichten Gegner gibt. Alles andere als ein bedingungsloser Kampf, vor allem in der Abwehr, würde mich persönlich enttäuschen“, so Vorstand Christian Weiß, der einen Erfolg gegen die Franken fest eingeplant hat.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Burckhard, Waitz, Ströhl, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber
Bericht: cwh
