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Saison 2009/2010
Samstag, 28. November 200916:30 Uhr

Herren IgegenTS 1887 Selb

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TS 1887 Selb

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HC Sulzbach will den Herbst-Blues vertreiben

Gegen TS Selb muss ein Sieg her

„Herbst-Blues“ nennt man die triste Novemberstimmung, die an dunklen Abenden die Menschen umfängt. Besonders darunter leiden mussten zuletzt die Spieler und Fans des HC Sulzbach. Durch die Pause am vergangenen Wochenende blieb die bittere 30:37-Heimniederlage gegen die HG Ansbach doppelt solange in Erinnerung. Doch am Samstag wollen die Herzogstädter den grauen Nebel mit einem Highlight vertreiben und so langsam in vorweihnachtliche Stimmung kommen. Helfen soll dabei ein Erfolg gegen den TS Selb um 16.30 Uhr in der Realschulhalle. Hilfe braucht man aber auch von den Fans, die hoffentlich das Ansbach-Spiel abgehakt haben und der Mannschaft eine Chance zur Rehabilitation geben.

Jetzt bräuchte eigentlich nur noch der Gegner aus Selb mitspielen und alles wäre wieder gut, doch hier muss man doch einige Bedenken anmelden. Zwar liegen die Oberfranken mit nur vier Zählern aktuell auf einem Abstiegsplatz, doch mit etwas Glück könnten die Gäste auch viel weiter oben in der Tabelle stehen. Viele Spiele wurden hauchdünn verloren, so auch die Partie am letzten Samstag gegen den TV Gerolzhofen, die 32:33 endete. Auch hatte die Turnerschaft ein sehr schweres Auftaktprogramm gegen viele der Liga-Favoriten. Doch jetzt wollen die Jungs von Trainer Horst Roch endlich wieder Punkte sammeln um den angestrebten Mittelfeldplatz zu sichern. Prunkstück der Oberfranken ist sicherlich die körperliche Robustheit der Akteure, die besonders in der Abwehr richtig hinlangen können. Schwer tun sich die Gäste gegen Mannschaften, die mit viel Tempo spielen können und die Hünen aus der Porzellanstadt unter Druck setzen.

Das müsste ein HC Sulzbach in Normalform eigentlich schaffen. Das Gegenstoßspiel ist eine der großen Stärken der Gastgeber, doch die funktioniert nur mit einer sicheren Abwehr, die auch die nötigen Bälle erkämpft. Hier lag zuletzt auch die Schwachstelle der Herzogstädter, die vor dem eigenen Tor den nötigen Kampfgeist vermissen ließen. Da nutzt es auch wenig, wenn der Angriff permanent über 30 Tore wirft, denn wie jeder weiß: „Defense wins the championship“! Trainer Klaus Kuether kann bis auf Jiri Smolik wohl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und so steht der Versöhnung mit den Fans nichts im Wege.

„Inzwischen sollte wohl auch der letzte Akteur begriffen haben, dass es in dieser Landesliga keine leichten Gegner gibt. Alles andere als ein bedingungsloser Kampf, vor allem in der Abwehr, würde mich persönlich enttäuschen“, so Vorstand Christian Weiß, der einen Erfolg gegen die Franken fest eingeplant hat.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Burckhard, Waitz, Ströhl, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Auch die TS Selb punktet in Sulzbach

30:35-Niederlage gegen die Oberfanken

Nächste Pleite für die Sulzbacher Handballer. Die Herzogstädter stecken mitten in der Krise und verlieren das zweite Heimspiel nacheinander. Auch die TS Selb hielt sich in Sulzbach schadlos und entführte mit einem 35:30-Erfolg die Punkte in die Porzellanstadt. Ohne die Torjäger Michael Waitz und Jiri Smolik hatte der HCS nicht die Mittel, die cleveren Oberfranken zu gefährden. Nach dem Ausfall des Haupttorschützen Waitz wurde verzweifelt nach Alternativen gesucht, doch nur der junge Tscheche Marek Nachtman strahlte Gefahr aus dem Rückraum aus. So versuchte man mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, was in den ersten Minuten auch gelang. Bis zum 4:4 war die Partie ausgeglichen, doch dann setzte sich so langsam die größere Durchschlagskraft der Gäste durch. Einfache Spielzüge reichten aus, um die wieder nicht sattelfeste Sulzbacher Deckung aus den Angeln zu heben. Hier lag auch das größte Problem der Herzogstädter, denn eigentlich wollte man mit einer kämpferischen Defensivabteilung das Fehlen der Stammspieler kompensieren, doch leider blieb es beim Wollen, umsetzen konnten die Spieler das nicht. So zog der Gast relativ locker auf 17:12 davon und nur ein kurzes Aufflackern von Kampfgeist machte den 17:14-Rückstand zur Pause noch erträglich.

Etwa zehn Minuten nach der Halbzeit keimte dann doch noch etwas Hoffnung im Sulzbacher Lager auf. Der junge Torhüter Julian Steiner gab nun sein Debuet in der Landesligamannschaft und verlieh der Abwehr gleich mehr Stabilität. Und auch im Angriff wehrten sich nun einige Akteure gegen die drohende Niederlage. Bezeichnenderweise waren es wieder einmal die jungen Spieler, die aus dem Team herausragten. Marek Nachtman, der als einziger den Namen Rückraumspieler verdiente und auch eine fehlerlose Strafwurfbilanz hatte und die Flügelzange Marco Forster und Stefan Ströhl, die für die nötigen Tore in dieser Aufholphase sorgten. Beim Stande von 22:23 schienen den Selbern die Kräfte aus zu gehen und so mancher Fan glaubte noch an einen guten Ausgang der Partie. Doch die Gastgeber nutzten in dieser Spiel entscheidenden Phase die Big-Points nicht und bauten so den angeschlagenen Gegner wieder auf. Wieder setzte sich der Gast auf vier Tore ab (26:30) und damit war das Spiel entschieden.

Der 35:30-Endstand war dann auch hochverdient und den Herzogstädtern bleibt nur die Hoffnung auf die Rückkehr der Torjäger in den nächsten Wochen, aber auch die Hoffnung auf die Rückkehr des Kampfgeistes, der am Samstag nur bei den Joungstern zu spüren war.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Nachtman 11(5), Forster 9, Ströhl 6, Moritz 2, Hartmann 1, Artz 1, Andörfer, Baumgärtel, Burkhardt, Englhard, Stauber, Munker

Bericht: cwh