Vor dem Spiel
HG Kunstadt kommt zum nächsten "Endspiel"
Vielleicht schon die letzte Chance für die Oberfranken, aber auch der HCS braucht die Punkte
Der Kampf um die sicheren Plätze in der Landesliga ist im vollen Gange und so hat praktisch jede Partie einen Endspielcharakter. Auch am Samstag in der Realschulhalle, wo mit dem HC Sulzbach und der HG Kunstadt um 16.30 Uhr zwei Vereine aus den unteren Tabellenregionen die Klingen kreuzen. Freuen können sich darauf vor allem die Handballfans aus der Herzogstadt, denn diese Situation bürgt für leidenschaftlich geführte und spannende Handballspiele.
Sechs Spieltage vor Saisonende kämpfen noch einige Teams gemeinsam mit den Sulzbachern um den Klassenerhalt. Erledigt dürfte sich das Abenteuer Landesliga für die HG Amberg haben. Hier hilft nur noch höhere Mathematik zum Errechnen einer Restchance. Auch in Forchheim und Ansbach spricht man schon von einem notwendigen Wunder, das bekanntlich sehr selten ist. Berechtigte Hoffnungen macht sich jedoch noch die HG Kunstadt, die nach einem 35:34-Heimsieg gegen den TV Gerolzhofen wieder Morgenluft schnuppert. Ein Punkt hinter dem vermutlichen Relegationsplatz und vier Punkte hinter den Herzogstädtern dürfen die Oberfranken noch hoffen. Voraussetzung wäre aber ein Erfolg bei der Rohrbach-Truppe, sonst würden sich die Obermain-Städter wohl eher in die Kategorie der Teams einordnen, die auf ein Wunder hoffen müssen.
Dass die Gäste in der Herzogstadt nicht zum Selbstläufer werden, hat schon das enge und auf einem hohen Niveau stehende Hinspiel gezeigt, wo sich die Sulzbacher gerade so eben mit 36:34 Toren durchsetzen konnten. Damals bedurfte es schon einer Klasseleistung von Torhüter Zdenek Vojtech, um den Angriffswirbel der Jungs von Trainer Udo Prediger zu stoppen. Zum Glück scheint der Hexer aus Pilsen zuletzt in ähnlich guter Form zu sein. Der Keeper und Torjäger Michael Waitz waren die Garanten für den wichtigen 27:23-Auswärtssieg in Ansbach und scheinen ihr lokales Zwischentief endgültig überwunden zu haben.
Überwunden ist hoffentlich auch die Grippewelle, die in den letzten Tagen über den Kader der Herren schwappte. Dann könnte Trainer Christian Rohrbach wieder einmal mit einer vor Kraft strotzenden und bis in die Haarspitzen motivierten Truppe auflaufen.
HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Ströhl, Andörfer, Waitz, Smolik, Burkhardt, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Hartmann, Englhard, Wertmiller, Baumgärtel
Bericht: cwh
