Vor dem Spiel
Rückrundenstart gegen den TSV Partenstein
Gegner aus dem Verfolgerpulk kommt nicht als Punktelieferant
Am Sonntagnachmittag um 16:30 Uhr startet der HC Sulzbach-Rosenberg in der Krötenseeschule in die Rückrunde der Landesliga Nord. Auftaktgegner ist der TSV Partenstein, der zwar als Tabellensechster numerisch im Mittelfeld der Liga angesiedelt ist, doch eigentlich immer noch ein heißer Aspirant auf die beiden ersten Tabellenplätze ist. Grund dafür ist die etwas seltsame Konstellation der Tabelle in diesem Jahr. Der HCS behauptet zwar mit fünf Punkten Vorsprung recht dominierend die Spitze der Liga, doch dahinter geht es so eng zu wie selten zuvor. Sieben Teams auf den Plätzen 2 bis 8 sind nur durch drei Punkte getrennt und wechseln sich mit erstaunlicher Konstanz als erster Verfolger der Herzogstädter ab. Die Oberpfälzer nehmen es gelassen, beschert diese Situation den Gastgebern doch fast an jedem zweiten Spieltag ein Spitzenspiel.
Ein Solches erwartet die Fans der Sulzbacher auch an diesem Wochenende, denn die Partensteiner haben schon im Hinspiel gezeigt, dass sie durchaus in der Lage sind, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. 29:28 siegten dort die Herzogstädter mit viel Mühe zum Saisonauftakt und die Partie hätte genauso gut erfolgreich für die Unterfranken enden können. Nur eine Galavorstellung von Björn Kreyßig verhinderte eine Pleite in der Frammersbachhalle. In der Folgezeit verhinderten zahlreiche Verletzungen im Partensteiner Kader, dass sich die Mannschaft aus dem Spessart von dem Verfolgerpulk absetzen konnte. Auch am letzten Spiel vor der Winterpause setzte es eine etwas überraschende 32:35-Niederlage beim TV Erlangen-Bruck, weil neben Spielertrainer Valentin Okuschko noch einige Cracks verhindert waren. So hofft der Coach aus Weißrussland, dass sich die Situation in der Rückrunde verbessert, um noch einmal ganz oben angreifen zu können.
Ähnliche Sorgen hat aber auch der Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach, dem auch nur sehr selten die komplette Mannschaft zur Verfügung steht. So ähnelt die wahrscheinliche Aufstellung eher dem Ergebnis eines Blickes in die Kristallkugel, denn einige Spieler laborieren noch an Verletzungen, während andere noch versuchen sich beruflich loszueisen. Der Coach und das Team sind das aber gewöhnt und meist finden sich dann doch einige Akteure, die das Ruder in die Hand nehmen und über sich hinauswachsen. Vor allem in der Abwehr hofft man auf die nötige Präsenz am Sonntag, denn mit dem ungarischen Linkshänder Gabor Farkas wartet ein echter Torjäger auf die nicht immer sattelfeste Defensive der Herzogstädter. Besser sieht es im Angriff aus, denn besonders in eigener Halle zeigen sich die Sulzbacher Schützen deutlich treffsicherer als in fremden Gefilden.
Alles in allem ist die Partie aber recht offen, da beide Teams nach der Pause sicher noch nicht auf Hochtouren laufen. Ein Heimsieg gegen den Verfolger aus Franken würde dem Motor der Gastgeber aber sicher gut tun und wäre ein weiterer Schritt zum Saisonziel, dass da Aufstieg heißt.
HC Sulzbach: Vojtech, Prasse (Tor); Ströhl, Meyer, Forster, Smolik, Kreyßig Toni, Krizek, Englhard, Baumgärtel, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Waitz
Bericht: cwh
