Vor dem Spiel
Step by step zum Titel
Nächste Hürde in Münchberg
Die Sulzbacher Handballer haben in diesen Wochen sogar Grund zum Feiern, wenn sie nicht selbst in Aktion sind. Der Dank der Herzogstädter geht diesmal zu den Waldbüttelbrunnern, die den letzten ernsthaften Verfolger der Rohrbach-Truppe, dem HSC Coburg, in eigener Halle mit 32:24 besiegen konnte. Damit wuchs der Vorsprung des Tabellenführers auf komfortable sechs Punkte an und so kann sich der HC bei noch ausstehenden fünf Spieltagen nur noch selbst zur Lachnummer machen. Aber die Souveränität, mit der die Sulzbacher bis dato durch die Landesliga marschierten, lässt solche Alpträume erst gar nicht aufkommen. Die nächste Möglichkeit den Sack noch weiter zu zumachen gibt es am Samstag um 19.30 Uhr beim TV Münchberg. Die Partie findet im Gymnasium Münchberg in der Hofer Straße statt.
Ein Selbstläufer wird die Aufgabe bei den Oberfranken sicher nicht. Zwar liegen die Münchberger nach einem selbsternannten „Seuchenjahr“ nur auf dem 8. Tabellenplatz doch zwei Tatsachen lassen den Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach vehement vor den Gastgebern warnen. Erstens hat sich die personelle Situation der Franken gegenüber der Hinrunde deutlich verbessert und zweitens benötigt die Truppe von Coach Christian Seiferth die Punkte fast noch dringender als der Tabellenführer. Die Abstiegszone ist bedrohlich nahe für die Münchberger, die zwar am letzten Wochenende mit dem 26:25-Sieg in Stadeln einen sogenannten „Big-Point“ schafften, doch noch fehlen einige Zähler zum ersehnten Klassenerhalt. Als heimstarke Mannschaft rechnet sich das Team, das die letzte Saison noch als Tabellendritter beendete, gegen den Klassenprimus sicher etwas aus, auch wenn die klare 21:31-Niederlage gegen die Herzogstädter im Hinspiel eine andere Sprache spricht.
Trainer Rohrbach plagen auch noch andere Sorgen. Einige Spieler plagen sich mit diversen Verletzungen herum und werden wohl nur bedingt, oder auch gar nicht einsetzbar sein. Trotzdem sollte die Mannschaft inzwischen so gefestigt sein, dass sie den einen oder anderen Ausfall wegstecken kann. Der Traum von der Meisterschaft wird immer reeller und so werden die Sulzbacher Cracks mit gewohnt breiter Brust ins Frankenland fahren.
„Jedes Spiel ist nun ein Endspiel für die Truppe, die sich auf ihre eigenen Stärken verlassen muss. Irgendwann hört die Selbstzerstörung der Mitkonkurrenten auf und so sollte man die Mission Aufstieg einfach selbst in die Hand nehmen und das so schnell wie möglich“, wünscht sich Vorstand Christian Weiß, der aber volles Vertrauen zu seinem Team hat.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun, Schmidt
Bericht: cwh
