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Saison 2010/2011
Samstag, 19. März 201119:30 Uhr

TV MünchberggegenHerren I

Heim

TV Münchberg

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Step by step zum Titel

Nächste Hürde in Münchberg

Die Sulzbacher Handballer haben in diesen Wochen sogar Grund zum Feiern, wenn sie nicht selbst in Aktion sind. Der Dank der Herzogstädter geht diesmal zu den Waldbüttelbrunnern, die den letzten ernsthaften Verfolger der Rohrbach-Truppe, dem HSC Coburg, in eigener Halle mit 32:24 besiegen konnte. Damit wuchs der Vorsprung des Tabellenführers auf komfortable sechs Punkte an und so kann sich der HC bei noch ausstehenden fünf Spieltagen nur noch selbst zur Lachnummer machen. Aber die Souveränität, mit der die Sulzbacher bis dato durch die Landesliga marschierten, lässt solche Alpträume erst gar nicht aufkommen. Die nächste Möglichkeit den Sack noch weiter zu zumachen gibt es am Samstag um 19.30 Uhr beim TV Münchberg. Die Partie findet im Gymnasium Münchberg in der Hofer Straße statt.

Ein Selbstläufer wird die Aufgabe bei den Oberfranken sicher nicht. Zwar liegen die Münchberger nach einem selbsternannten „Seuchenjahr“ nur auf dem 8. Tabellenplatz doch zwei Tatsachen lassen den Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach vehement vor den Gastgebern warnen. Erstens hat sich die personelle Situation der Franken gegenüber der Hinrunde deutlich verbessert und zweitens benötigt die Truppe von Coach Christian Seiferth die Punkte fast noch dringender als der Tabellenführer. Die Abstiegszone ist bedrohlich nahe für die Münchberger, die zwar am letzten Wochenende mit dem 26:25-Sieg in Stadeln einen sogenannten „Big-Point“ schafften, doch noch fehlen einige Zähler zum ersehnten Klassenerhalt. Als heimstarke Mannschaft rechnet sich das Team, das die letzte Saison noch als Tabellendritter beendete, gegen den Klassenprimus sicher etwas aus, auch wenn die klare 21:31-Niederlage gegen die Herzogstädter im Hinspiel eine andere Sprache spricht.

Trainer Rohrbach plagen auch noch andere Sorgen. Einige Spieler plagen sich mit diversen Verletzungen herum und werden wohl nur bedingt, oder auch gar nicht einsetzbar sein. Trotzdem sollte die Mannschaft inzwischen so gefestigt sein, dass sie den einen oder anderen Ausfall wegstecken kann. Der Traum von der Meisterschaft wird immer reeller und so werden die Sulzbacher Cracks mit gewohnt breiter Brust ins Frankenland fahren.

„Jedes Spiel ist nun ein Endspiel für die Truppe, die sich auf ihre eigenen Stärken verlassen muss. Irgendwann hört die Selbstzerstörung der Mitkonkurrenten auf und so sollte man die Mission Aufstieg einfach selbst in die Hand nehmen und das so schnell wie möglich“, wünscht sich Vorstand Christian Weiß, der aber volles Vertrauen zu seinem Team hat.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun, Schmidt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Rumpftruppe erkämpft sich einen Punkt in Münchberg

32:32-Remis läßt alle Optionen offen

Noch wird keiner nervös in der Herzogstadt, auch wenn der verlorene Punkt beim 32:32-Unentschieden in Münchberg doch etwas überraschend kam. An der Arithmetik der Tabelle hat sich zum Glück nichts verändert, noch immer heißt es zwei Siege aus nunmehr vier Spielen und der Aufstieg ist in warmen Tüchern.

Den so wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, hat sich der TV Münchberg redlich verdient. Clever erkannten die Oberfranken den Personalengpass in der Rohrbach-Truppe und agierten fast die gesamte Spieldauer mit einer sehr offensiven Abwehr, die teilweise an eine offene Manndeckung erinnerte. In den ersten Minuten klappte das noch nicht so gut, denn da hatte die erste Sieben der Gäste noch die Schnelligkeit um darauf zu reagieren. Auch ohne die verletzten Hartmann, Andörfer, Braun und Wertmiller fanden die Sulzbacher immer wieder den Weg an den Kreis, wo sich Stefan Moritz als sehr treffsicher präsentierte. 5:1 und 10:6 waren die Stationen in einer Phase, in der die Herzogstädter die bessere Mannschaft war. Doch gegen Ende der ersten Hälfte zeigte sich schon, dass die Gastgeber verbissen um ihre so langsam sichtbare Chance kämpften. Besonders über die Außenpositionen mit Martin Lad und Tobias Lauterbach gelangen die Gegentreffer viel zu einfach, da keiner der beiden Gästekeeper die Würfe der Münchberger lesen konnte. Zumindest im Angriff spielten die Bergstädter aber immer noch einen ansehnlichen Handball und so konnte man beim 17:14-Halbzeitstand noch zuversichtlich den Pausentee genießen.

Doch in der zweiten Hälfte schwanden so langsam die Kräfte der Sulzbacher Cracks, bei denen sich der grippekranke Stefan Ströhl und die beiden seit Wochen angeschlagenen Forster und Krizek durchs Spiel quälten. Der sonst so überragende Jiri Smolik wurde durch die enge Deckung praktisch völlig aus der Partie genommen und so fehlte ohne einen Peter Andörfer oder Thomas Hartmann die Alternative auf der Spielmacherposition. Da war es keine Überraschung, dass die Gastgeber beim Stande von 22:21 erstmals die Führung übernahmen. Doch noch war der Favorit nicht geschlagen, denn der Kampfgeist stimmte in der Rohrbach-Truppe. Besonders Michael Waitz kämpfte mit guter Quote bis zum Umfallen, bis auch er ein Opfer der fehlenden Wechselmöglichkeiten wurde. Trotzdem sahen die Gäste fünf Minuten vor Spielende beim Stande von 28:31 doch noch wie der sichere Sieger aus. Doch die Franken konnten noch einmal zulegen und waren in der Schlussphase einfach zu schnell für die Gäste, die sich noch einmal zwei Zeitstrafen einhandelten.

So musste man am Ende noch froh sein, den einen Punkt beim 32:32-Endstand gerettet zu haben, den sich die Gastgeber redlich verdient hatten und mit dem beide Teams am Ende gut leben konnten.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Moritz 8, Waitz 8(1), Ströhl 5, Krizek 4, Forster 2, Burkhard 2, Smolik 2(2), Englhard 1, Schmidt, Ott, Wedel

Bericht: cwh