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Saison 2011/2012
Samstag, 26. November 201119:30 Uhr

TSV LohrgegenHerren I

Heim

TSV Lohr

31 : 25

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Beim Top-Team Selbstvertrauen tanken

Tabellenzweiter TSV Lohr klarer Favorit gegen weiterhin ersatzgeschwächte Herzogstädter

Die Handball-Bayernliga hat sich relativ schnell in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft verwandelt. Im oberen Tabellendrittel machen die Teams aus Auerbach, Lohr, Fürstenfeldbruck, Erlangen und Rödelsee den Meister mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unter sich aus. Mit einem respektvollen Abstand von schon fünf Punkten folgt der „Rest“ der Liga, der aus neun Mannschaften besteht und gemeinsam um den Klassenerhalt kämpft, da die Teams nur fünf magere Punkte trennen. Da ist jeder Erfolg enorm wichtig, doch da es den „Underdogs“ nur sehr selten gelingt, gegen die Topteams zu punkten, sieht es an diesem Wochenende nicht so rosig für den HC Sulzbach aus. Die Oberpfälzer sind am Samstagabend zu Gast beim Tabellenzweiten TSV Lohr und alles andere als ein klarer Erfolg der Unterfranken wäre mindestens als Sensation zu bezeichnen. Die Partie beginnt um 19.30 Uhr in der Spessarttor-Halle in Lohr.

Während den meisten Herzogstädtern die Stadt am Main nur als Touristenhochburg am Rande des Spessart bekannt ist, wissen die Handballfans schon lange, was die eigentliche Sehenswürdigkeit in Lohr ist. Die Handballer des TSV gehören seit Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen im Freistaat und haben sich in der Jugendarbeit einen ebenso wohlklingenden Namen gemacht wie im Seniorenbereich. Die Nähe zu den Handballhochburgen rund um Großwallstadt weht immer wieder Talente an den Main. In dieser Saison sind dies die Jugendspieler des HBLZ Großwallstadt, die Gebrüder Spieß und der Luxemburger Yannick Bardina die neben ihrer Tätigkeit bei der Bundesligajugend des TVG als Gastspieler an den TSV Lohr ausgeliehen sind. Doch Trainer Dr. Frantisek Fabian hat neben den jungen Talenten auch einige Routiniers in seinem Kader. Der Slowake baut vor allem in der Abwehr auf die Erfahrung seiner Landsleute Vozar und Kralik, während im Angriff vom wurfgewaltigen tschechischen Rückraumspieler Bohuslav Zeleny und von Kreisläufer Max Brunner die meiste Gefahr ausgeht. Mit dieser ausgeglichenen Mischung sind die Unterfranken mit nur einem Punkt Rückstand der heißeste Verfolger von Tabellenführer ASV Auerbach. Letzte Woche unterstrichen die Lohrer ihre gute Form mit einem 31:30-Auswärtserfolg beim TSV Rödelsee und so wollen sich die Favoriten auch gegen den Aufsteiger aus der Herzogstadt keine Blöße geben.

Für die Sulzbacher Handballer geht es in Lohr also nur sekundär um die Punkte, sondern primär darum, mit einer engagierten Leistung die negativen Schlagzeilen der letzten Wochen vergessen zu machen. Eine gute Leistung bei den Unterfranken wäre die beste mentale Vorbereitung für das so wichtige nächste Heimspiel gegen den TSV Rothenburg. Da geht es wieder um die Wurst, diesmal nur um die Ehre. Leider fehlen mit Thommy Hartmann und Marco Forster weiterhin zwei wichtige Spieler, die zwar von ihren Vertretern Stefan Ströhl und Sebastian Blödt sehr gut ersetzt werden, doch es fehlen Coach Christian Rohrbach dadurch zwei wichtige Optionen in der Abwehr. Bleibt zu hoffen, dass sich die Verletzung und Krankheit von Jiri Smolik und Michael Waitz gebessert haben und die beiden Torjäger wieder Normalform anbieten können. Dann dürfte die Truppe zumindest in der Lage sein den Lohrern einen leidenschaftlichen Kampf anzubieten.

Nicht mehr im Kader des HC Sulzbach ist leider Kreisläufer Stefan Moritz. Der Routinier wechselte in einer Blitzaktion zum Nachbarn HG Amberg. Auch wenn dies, mitten unter der laufenden Saison, nicht unbedingt die feine englische Art ist, bedanken wir uns bei „Zachi“ für seine Verdienste um den HC und wünschen ihn in seiner neuen/alten Heimat alles Gute.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech, von Borstel (Tor); Kaspar, Waitz, Smolik, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner, Blödt,

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Favoriten

Erst in der Schlußphase macht der TSV Lohr beim 31:25 alles klar

Viel Lob vom Gegner, aber leider keine Punkte brachten die Sulzbacher Handballer am Samstagabend mit nach Hause. 31:25 verlor die Rohrbach-Truppe gegen den hohen Favoriten aus dem Spessart, doch die Partie war lange Zeit enger, als es das Ergebnis aussagt. Erst in den letzten Minuten, als die Kraft der Sulzbacher Rumpftruppe nachließ, machte der Tabellenzweite aus Lohr alles klar.

Zu Beginn schien das Spiel aber erst einmal seinen normalen Lauf zu nehmen. Die beiden überragenden Halbspieler der Lohrer, Bohuslav Zeleny und Peter Vozar zeigten bei ihren Würfen eine atemberaubende Effektivität und ließen den bedauernswerten Torhütern der Gäste nicht den Hauch einer Chance. Doch auch der Lohrer Torhüter Stefan Schüssler, hatte nicht seinen besten Tag und so hielt sich der Rückstand bis zum 11:5 noch in Grenzen. In dieser Phase spielte die Heimmannschaft im Stile eines absoluten Spitzenteams und beim Stande von 17:11 musste Coach Rohrbach mit einer Auszeit den Elan der Gastgeber bremsen. Seine Worte und auch die Tatsache, dass die Unterfranken jetzt im Gefühl eines lockeren Sieges etwas zurückschalteten, halfen den Gästen zurück in die Partie. Ein gut aufgelegter Michael Waitz brachte sein Team wieder heran, auch weil Torhüter Max von Borstel nun etliche Hände an den Ball bekam. Mit dem 17:14-Halbzeitstand war der Coach dann auch zufrieden, auch weil die 6:0-Abwehr weitaus besser stand, als in den Partien zuvor und weil die Mannschaft Kampfgeist zeigte und sich von dem zwischenzeitlich sehr hohen Rückstand nicht beeindrucken ließ.

Diesen Willen brachte das Team auch in der zweiten Hälfte mit ins Spiel. Zwei ordentlich haltende Torhüter Güthe und von Borstel gaben der Abwehr Sicherheit, in der Trainer Christian Rohrbach die Positionen nur rotieren konnte, weil die Alternativen auf der Bank fehlten. Hier wurden die fehlenden Spieler Forster, Hartmann und Wertmiller schmerzlich vermisst. Umso höher ist es der Mannschaft anzurechnen, dass die Herzogstädter nun den Lohrern einen Kampf auf Augenhöhe anbieten konnten. Gästetrainer Dr. Frantisek Fabian schimpfte nach der Partie über sein Team, das sich vom Kampfgeist der Gäste beeindrucken ließ und seine spielerischen und individuellen Vorteile nicht nutzen konnte. Immer wieder kamen die Sulzbacher mit ihrer starken Rückraumachse Smolik, Waitz und Braun auf Schlagdistanz heran (24:21, 27:24), doch spätestens Mitte der zweiten Hälfte machte sich dann doch der Kraftverlust des Minikaders bemerkbar. Trainer Rohrbach setzte in den letzten Minuten mit einer offensiven Abwehr noch einmal alles auf eine Karte, doch seine Jungs hatten einfach nicht mehr die Power um die Partie zu drehen. Die Gastgeber bestraften dies in den letzten Minuten mit genau den Toren, um die das Spiel am Ende zu hoch ausgegangen ist.

Trotzdem nehmen die Herzogstädter mit dieser engagierten Leistung viel Selbstvertrauen mit nach Hause und scheinen gerüstet für die letzten, so wichtigen Partien gegen Rothenburg und Rödelsee, in denen es noch einmal um sehr wichtige Punkte geht.

HC Sulzbach: Güthe, von Borstel (Tor); Smolik 8, Braun 7(4), Waitz 6, Ströhl 3, Krizek 1, Kaspar, Blödt, Hausner, Ott

Bericht: cwh