Vor dem Spiel
Unmögliches erledigen
TSV Rothenburg ein schwerer Brocken
Die letzte Auswärtspartie vor einer dreiwöchigen Spielpause müssen die Sulzbacher Handballer am Samstagabend um 19.30 Uhr beim Tabellenzweiten TSV Rothenburg bestreiten. Das Match findet in der „Halle bei der Bleiche“ in der Dinkelsbühler Str. 3 statt. Die Herzogstädter, die zurzeit mit 16:16 Punkten exakt das Mittelfeld der Landesliga bilden, fahren als krasser Außenseiter nach Mittelfranken, denn die Rothenburger haben sich zuletzt in bestechender Form präsentiert.
„Unmögliches wird sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger“ – Dieser Werbespruch beschreibt wohl sehr genau die Ausgangslage vor der Partie bei der Mannschaft von Trainer Helmut Hofmann. Alles andere als ein klarer Erfolg der Hausherren wäre eine kleine Sensation, sind die Rothenburger doch zurzeit die Mannschaft der Stunde in der Liga. Am letzten Wochenende schafften die Franken einen 34:33-Sieg beim Tabellenführer SV Auerbach. Das war die erste Niederlage der Nordoberpfälzer seit Monaten und dokumentiert so die Klasse der Tauberstädter eindrucksvoll. Besonders die individuellen Fähigkeiten der bayernliga-erfahrenen Rückraumschützen Hannes Kölle und Muzufer Hadziabdic und der ebenso torgefährliche Linksaußen Patrick Egelseer machen das Team für den Gegner kaum berechenbar. Mit dem Schwung aus dem gewonnenen Spitzenspiel werden die Gastgeber wohl mit breiter Brust gegen den vermeintlichen Underdog aus Sulzbach antreten. Und genau hier liegt wohl die einzige Gefahr für den Favoriten, denn unterschätzen sollten sie die Herzogstädter trotz aller guten Vorzeichen auf keinen Fall.
Schon im Hinspiel haben die Sulzbacher gezeigt, dass sie an einem guten Tag durchaus auf Augenhöhe mit den Spitzenteams der Liga mithalten können. Zwar verlor man die Partie am Ende knapp mit 33:34-Toren, doch in den Minuten zuvor hatte man die Rothenburger mehrmals knapp am Rande einer Niederlage. Die offensive Deckung der Gömmel-Truppe schmeckte den Mittelfranken überhaupt nicht und erst als am Ende die Kräfte der damals ersatzgeschwächten Truppe nachließen, konnte sich der TSV doch noch durchsetzen. Sollte Trainer Ingo Gömmel am Samstag auf seine zuletzt grippekranken Stammspieler Baumgärtel und Hartmann zurückgreifen können, ist die Lage wohl gar nicht so aussichtslos wie es die Experten der Szene erwarten. Unverhofft kommt oft, und den einen oder anderen Punkt aus Rothenburg würden die Herzogstädter dann doch gerne entführen.
HC Sulzbach:
Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Englhard
Bericht: cwh
