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Saison 2008/2009
Samstag, 07. Februar 200919:30 Uhr

TSV 2000 RothenburggegenHerren I

Heim

TSV 2000 Rothenburg

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Unmögliches erledigen

TSV Rothenburg ein schwerer Brocken

Die letzte Auswärtspartie vor einer dreiwöchigen Spielpause müssen die Sulzbacher Handballer am Samstagabend um 19.30 Uhr beim Tabellenzweiten TSV Rothenburg bestreiten. Das Match findet in der „Halle bei der Bleiche“ in der Dinkelsbühler Str. 3 statt. Die Herzogstädter, die zurzeit mit 16:16 Punkten exakt das Mittelfeld der Landesliga bilden, fahren als krasser Außenseiter nach Mittelfranken, denn die Rothenburger haben sich zuletzt in bestechender Form präsentiert.

„Unmögliches wird sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger“ – Dieser Werbespruch beschreibt wohl sehr genau die Ausgangslage vor der Partie bei der Mannschaft von Trainer Helmut Hofmann. Alles andere als ein klarer Erfolg der Hausherren wäre eine kleine Sensation, sind die Rothenburger doch zurzeit die Mannschaft der Stunde in der Liga. Am letzten Wochenende schafften die Franken einen 34:33-Sieg beim Tabellenführer SV Auerbach. Das war die erste Niederlage der Nordoberpfälzer seit Monaten und dokumentiert so die Klasse der Tauberstädter eindrucksvoll. Besonders die individuellen Fähigkeiten der bayernliga-erfahrenen Rückraumschützen Hannes Kölle und Muzufer Hadziabdic und der ebenso torgefährliche Linksaußen Patrick Egelseer machen das Team für den Gegner kaum berechenbar. Mit dem Schwung aus dem gewonnenen Spitzenspiel werden die Gastgeber wohl mit breiter Brust gegen den vermeintlichen Underdog aus Sulzbach antreten. Und genau hier liegt wohl die einzige Gefahr für den Favoriten, denn unterschätzen sollten sie die Herzogstädter trotz aller guten Vorzeichen auf keinen Fall.

Schon im Hinspiel haben die Sulzbacher gezeigt, dass sie an einem guten Tag durchaus auf Augenhöhe mit den Spitzenteams der Liga mithalten können. Zwar verlor man die Partie am Ende knapp mit 33:34-Toren, doch in den Minuten zuvor hatte man die Rothenburger mehrmals knapp am Rande einer Niederlage. Die offensive Deckung der Gömmel-Truppe schmeckte den Mittelfranken überhaupt nicht und erst als am Ende die Kräfte der damals ersatzgeschwächten Truppe nachließen, konnte sich der TSV doch noch durchsetzen. Sollte Trainer Ingo Gömmel am Samstag auf seine zuletzt grippekranken Stammspieler Baumgärtel und Hartmann zurückgreifen können, ist die Lage wohl gar nicht so aussichtslos wie es die Experten der Szene erwarten. Unverhofft kommt oft, und den einen oder anderen Punkt aus Rothenburg würden die Herzogstädter dann doch gerne entführen.

HC Sulzbach:

Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Englhard

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Favorit aus Rothenburg setzt sich durch

Herzogstädter leisten bei der 31:37-Niederlage lange Widerstand

Gut aus der Affäre gezogen haben sich die Sulzbacher Handballer bei ihrem Gastspiel in Rothenburg. Zwar scheint der 37:31-Erfolg der Mittelfranken sehr deutlich zu sein, doch gegen die stark ersatzgeschwächte Truppe aus der Oberpfalz tat sich der hohe Favorit schwerer als erwartet. Dreiviertel der Spielzeit verlangte der Gast den Rothenburgern alles ab, ehe der Tabellenzweite am Ende den längeren Atem hatte und den etwas zu hoch geratenen Sieg heraus warf.

Ohne den kompletten Mittelblock musste Trainer Ingo Gömmel antreten. Christoph Baumgärtel und Christian Rohrbach fehlten ebenso wie Peter Englhard. Die Leidensgeschichte des jungen Abwehrspezialisten in dieser Saison ist besonders tragisch. Eben wieder nach seinem Nasenbeinbruch in Form gekommen, verletzte sich das Talent im letzten Spiel gegen Gerolzhofen am Kreuzband und wird wohl für sehr lange Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Doch zu Beginn der Partie merkte man dem Team diesen Aderlass noch nicht an. Eine offensiv ausgerichtete Abwehr vor dem wieder gewohnt starken Torhüter Thorsten Güthe konnte den erwarteten Sturmlauf der Mittelfranken erst einmal bremsen und da im Angriff ein gut aufgelegter Thomas Hartmann für die nötigen Tore sorgte, blieb das Spiel sehr ausgeglichen (4:4, 8:8, 11:11). Probleme hatten die Herzogstädter nur mit dem überragenden Rothenburger Muzafer Hadziabdic, der kaum zu halten war und am Ende mit 12 Treffern zum erfolgreichsten Torschützen avancierte. Beim Stande von 15:13 wechselten die beiden Teams die Seiten und die mitgereisten Fans hatten durchaus noch Hoffnung auf eine Überraschung.

Doch schon bald nach der Pause wurde klar, dass der Aufwand der Herzogstädter immer größer wurde, um die Gastgeber nicht davonziehen zu lassen. Zwar wurde im Angriff immer noch sehr gefällig agiert, doch in der Abwehr fehlten einfach die Alternativen um den immer stärker werdenden Druck der Rothenburger stand zu halten. Jedoch dauerte es noch bis zur Mitte der zweiten Hälfte (24:22), ehe die Vorentscheidung fiel. Mit einem energischen Zwischenspurt setzte sich der Favorit ab (26:22) und nun erlosch der Kampfgeist der Sulzbacher. Jetzt hatten die Jungs von Trainer Helmut Hofmann leichtes Spiel und warfen viel zu einfache Tore gegen einen angeschlagenen Gegner.

Dadurch viel der Erfolg der Rothenburger zwar etwas zu hoch aus, war jedoch am Ende verdient. Für die Herzogstädter gilt es nun sich in der 3-wöchigen Spielpause zu regenerieren um die dann folgenden, wichtigen Spiele neu motiviert an zu gehen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann 11(1), Waitz 7(3), Braun 4, Moritz 3, Stauber 2, Artz 1, Munker 1, Nachtman 1, Burkhardt 1, Forster, Andörfer

Bericht: cwh