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Saison 2004/2005
Sonntag, 16. Januar 200513:15 Uhr

TUS FürstenfeldbruckgegenMJA

Heim

TUS Fürstenfeldbruck

:

Noch kein Ergebnis

Gast

MJA

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Rückrundenauftakt

TuS Fürstenfeldbruck - SG Auerbach-Sulzbach

Mit einem Auswärtsspiel startet die SG Auerbach-Sulzbach nach der Spielabsage von Ingolstadt und somit fünfwöchiger Spielpause in die Rückrunde. Am Sonntag um 13.15 Uhr ist der Tabellenführer beim Achten, dem TuS Fürstenfeldbruck zu Gast und gilt dort als klarer Favorit.

Für die Oberbayern endete der Höhenflug als letztjähriger Bayerischer Meister der B-Jugend in ihrem ersten Jahr in der höheren Altersgruppe abrupt. Bereits vor der Saison verlor man wichtige Spieler und als dann noch Verletzungspech hinzu kam, konnte dies die Mannschaft nicht mehr kompensieren. Die Spielerdecke war zu dünn, manche Partie musste man ohne Auswechselspieler bestreiten. So war es nicht verwunderlich, dass der eigentlich als Kandidat für einen vorderen Mittelfeldplatz gehandelten Mannschaft in zehn Spielen nur zwei Siege und ein Unentschieden gelangen und sie sich mit 5 : 15 Punkten auf dem drittletzten Platz wiederfand. Die Unterbrechung über Weihnachten kam dem TuS allerdings gelegen, mittlerweile hat man alle Spieler wieder an Bord.

Für den verlustpunktfreien Tabellenführer gibt es trotz des deutlichen Abstands beider Mannschaften in der Tabelle keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen. Schließlich will man den nur knappen Vorsprung vor Friedberg nicht gefährden und im Hinspiel tat man sich gegen die Brucker schwerer als nötig. Beim Favoriten war am 3. Spieltag noch zuviel Sand im Getriebe, es gelang nur ein knapper Erfolg mit 29 : 26. Dabei geriet der Sieg trotz einer zwischenzeitlichen 7-Tore-Führung in den Schlussminuten noch in Gefahr, erst mit einigen beherzten Einzelaktionen brachte man die beiden Punkte unter Dach und Fach. Nach diesem Spiel zeigte bei den Oberpfälzern die Formkurve deutlich nach oben. Der Titelaspirant bot besonders in der zweiten Hälfte der Vorrunde in den Spielen gegen die anderen Spitzenteams sehenswerten Handball und überzeugte dabei auch mannschaftlich. Von daher gesehen kam die lange Pause sicher zum falschen Zeitpunkt, andererseits hatten gerade die Spieler mit regelmäßig zwei Partien am Wochenende Erholung nötig. Jetzt darf man gespannt, wie schnell die SG ihren Rhythmus wieder findet. Personell können die Trainer Renner und Schnödt aus dem Vollen schöpfen, was angesichts der Doppelbelastung auch an diesem Wochenende sehr wichtig ist. Mit Ausnahme von Matthias Tannenberger, der wegen einer Fingerverletzung eine Partie aussetzt, sind alle Spieler an Bord.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Waitz, Englhard, Kellner, Schmidt, Herold, Hofmann, Schnödt, Schnabl, Deinzer, Weiß,

Nach dem Spiel

Das war nix

Start ins Jahr 2005 geht voll danebeni

TuS Fürstenfeldbruck - SG Auerbach-Sulzbach 31 : 28 (17 : 15)

Einen kapitalen Fehlstart leistete sich die SG Auerbach-Sulzbach zum Auftakt der Rückrunde. In der Auseinandersetzung David gegen Goliath gelang dem Tabellenachten Fürstenfeldbruck ein hoch verdienter 31 : 28 Sieg gegen einen über die gesamte Spielzeit enttäuschenden Tabellenführer. Die Ursache für die Niederlage der SG ist offenkundig: Wie schon im biblischen Duell wurde dem Favoriten das Unterschätzen des Gegners zum Verhängnis, der Außenseiter war in Sachen Motivation, Flexibilität und taktischem Verhalten weit überlegen.

Bereits vor dem Anpfiff witterten die Trainer Renner und Schnödt Unheil. Das Warmmachen der Mannschaft war mit einer Lethargie abgelaufen, die für das Spiel nichts Gutes verhieß. Im Gegensatz zu anderen Spielen, konnten die mahnenden Worte des Trainergespanns diesmal aber weder zu Spielbeginn noch später für neue Impulse sorgen. Man hatte gegen die topmotivierten Gastgeber den zu langsamen Trott gewählt und war nicht in der Lage, die Schlagzahl zu erhöhen. So blieb man über 60 Minuten lang weit unter den eigenen Möglichkeiten und den Nachweis schuldig, eine Spitzenmannschaft zu sein.

Nur einmal, beim Stand von 1:0, gingen die Oberpfälzer in Führung, dann nahmen die sehr engagierten Gastgeber das Heft in die Hand und legten vor. Mehr als zwischenzeitlich auszugleichen war für die Gäste nicht mehr möglich. Dabei hatte man zwar mitunter bei Holztreffern auch Pech im Abschluss, dies war aber nicht Ursache der Überlegenheit der Oberbayern. Die hatten an diesem Tag ganz einfach bei Zweikampfverhalten und Spielwitz deutlich mehr zu bieten als die Gäste. Egal ob mit offensiver oder defensiver Abwehrvariante, die SG brachte die gegnerischen Angreifer einfach nicht unter Kontrolle. Und auch im Angriff fehlte es am Durchsetzungsvermögen. Gefahr kam nur über die rechte Angriffsseite mit Michael Waitz und Joachim Schmidt, auf den anderen Positionen herrschte weitgehend Sendepause. Der TuS nutzte die Gunst der Stunde und lag bei Halbzeit mit 17 : 15 vorne.

In der zweiten Hälfte war bei der SG immerhin das Bemühen erkennbar, sich einer Niederlage entgegen zu stemmen. Aber es lief wenig zusammen, weder die Mannschaft noch einzelne Spieler erreichten Normalform. Zwar konnte man beim 21 : 21 noch einmal ausgleichen, doch mehrere Fehler in Folge ermöglichten den Gastgebern wieder mit vier Toren in Führung zu gehen. Der Sieg der Brucker geriet nur fünf Minuten vor Spielende noch einmal kurz in Gefahr, als die SG einen Rückstand von 4 Toren bis zum 27 : 26 verkürzen konnte. Doch die Gäste konnten auch diese Chance nicht nutzen und hätten einen Punktgewinn auch nicht verdient gehabt.

Mit dieser Niederlage ist die SG gleich beim ersten Pflichtspiel auf den Boden der Realität zurückgekehrt. Anlass Trübsal zu blasen besteht jedoch nicht. Der Punktverlust schmerzt zwar, man bleibt aber Tabellenführer und hat noch immer alle Karten zum Saisonziel Meisterschaft in der Hand. Bereits am kommenden Samstag im Heimspiel gegen HaSpo Bayreuth kann die Mannschaft zeigen, dass Fürstenfeldbruck nur ein Ausrutscher war und sie daraus die richtigen Lehren zieht.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Herold (2), Deinzer, Schnödt (4/2), Hofmann (3/3), Schnabl, Waitz (9/1), Kellner (4), Englhard (1), Schmidt (6)