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Saison 2011/2012
Sonntag, 02. Oktober 201115:30 Uhr

HC Erlangen IIgegenHerren I

Heim

HC Erlangen II

35 : 28

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Auswärtspremiere für die Herzogstädter in Erlangen

Bundesligareserve großer Favorit gegen den Aufsteiger

Der Start ist gelungen, aber nun müssen die Sulzbacher Handballer zeigen, dass sie auch ohne die Unterstützung der besten Fans der Liga bestehen können. Zum ersten Auswärtsspiel in der Bayernliga fahren die Jungs von Coach Christian Rohrbach am Sonntag nach Erlangen, wo um 15.30 Uhr in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle die Begegnung zwischen dem HC Erlangen II und dem HC Sulzbach stattfindet.

Ein mulmiges Gefühl beschleicht die Herzogstädter, wenn sie an die letzte Partie zwischen den beiden Teams in der Landesliga vor zwei Spielzeiten denken. Damals spielte der spätere Meister aus Mittelfranken die Gastgeber in eigener Halle an die Wand und um ein Haar hätten sich die Wege der beiden Mannschaften für längere Zeit getrennt. Doch die Geschichte ist bekannt. Sulzbach rettete den Klassenerhalt, schaffte ein Jahr später den Aufstieg und so sieht man sich schneller wieder als gedacht. Trotzdem bleibt der Gastgeber natürlich hoher Favorit. Die Bundesligareserve hält sich mit ihrem atemberaubend schnellen Spiel seit zwei Jahren hartnäckig in der Spitzengruppe der Liga und nur die Tatsache, dass das eine oder andere Talent die Mannschaft Richtung Profikader verlässt, verhinderte wohl einen weiteren Aufstieg. Ganz zufrieden ist Trainer Stefan Mittag mit dem bisherigen Saisonverlauf aber noch nicht, denn dem klaren 36:27-Heimsieg gegen Rothenburg folgte eine ebenso deutliche 21:32-Niederlage in Rödelsee. Dieser Lapsus soll natürlich gegen den Aufsteiger aus der Oberpfalz schnell vergessen gemacht werden.

Der etwas aufmüpfige Neuling freut sich diebisch über die bereits eingefahrenen drei Punkte, weiß aber ganz genau, dass am Sonntag nur ein mittleres Wunder hilft, diese Bilanz noch zu verbessern. Mit einer Leistung wie beim hart erkämpften 30:27-Arbeitssieg gegen Winkelhaid gibt es in der Universitätsstadt nichts zu holen. Zwar zeigten einige Akteure ab und zu ihre hohen individuellen Fähigkeiten, doch vom flüssigen Mannschaftsspiel wie beim Auftakt gegen Auerbach war nur wenig zu sehen. Doch da die Mannschaft in Erlangen nicht unter dem Druck steht, wie beim Vier-Punkte-Spiel gegen Winkelhaid, hofft Trainer Rohrbach, dass sich die Verkrampfung im Spiel der Herzogstädter wieder löst. Personell kann der Coach, bis auf Rechtsaußen Jojo Schmidt auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, der auch keine größeren Blessuren gemeldet hat. So können die Bergstädter relativ gelassen die wenigen Kilometer nach Erlangen anreisen, denn zu verlieren gibt’s es eigentlich nichts, zu gewinnen aber eine ganze Menge.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Kaspar, Waitz, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Hausner

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Sulzbacher Handballer tanzen nur eine Halbzeit lang

Clevere Erlanger holen am Ende einen verdienten 35:28-Erfolg

Der HC Sulzbach musste in der ersten Auswärtspartie in der Bayernliga mächtig Lehrgeld zahlen. Zwar konnte man in der ersten Halbzeit bei der Bundesligareserve des HCE durchaus überzeugen und lag überraschend mit 12:10 in Führung, doch einen unerklärlichen Leistungsabfall nach der Pause nutzen die cleveren Mittelfranken gnadenlos aus und so stand am Ende ein etwas zu hoher 35:28-Erfolg für den Gastgeber zu Buche.

Ziemlich verschlafen begannen die Erlanger die Begegnung gegen den Aufsteiger aus der Oberpfalz. Dies nutzte vor allem der beste Herzogstädter, Jiri Smolik gnadenlos aus. Die ersten vier Treffer machte der Tscheche selbst und führte danach sein Team zu einer 10:7-Führung nach etwa 20 Minuten. Bis dahin klappte auch die Abwehrarbeit hervorragend und da die Gastgeber in dieser Phase eine abenteuerliche Fehlerquote boten, hätte die Führung bis zur Halbzeit durchaus höher ausfallen können. Doch leider ließ auch die Konzentration der Sulzbacher deutlich nach und so haderten die zahlreichen Gästefans mit dem knappen 12:10-Halbzeitstand, der die Überlegenheit der Gäste nur bedingt wiederspiegelte.

Nach der Pause kam dann der fast schon befürchtete Blackout der gesamten Sulzbacher Mannschaft, die sich zehn Minuten lang nur noch mit sich selbst, oder mit der zugegebenermaßen durchwachsenen Leistung der beiden Unparteiischen beschäftigten und so total vergaßen, dass man eigentlich Handball spielen sollte. Exakt diese Zeit brauchten die Gastgeber um aus dem Pausenrückstand eine vorentscheidende 20:14-Führung heraus zu spielen, wobei man natürlich zugeben muss, dass in der zweiten Hälfte ein völlig anderer HC Erlangen auf dem Parkett stand. Der Gästecoach hatte sein Team wohl mächtig zusammengestaucht und beorderte nun den cleveren Tobias Wannenmacher in den Angriff. Der Spielmacher setzte jetzt seine Mitspieler traumhaft ein und so fielen die Tore für die Franken wie reife Früchte. Hier fehlte nun die ordnende Hand des Pavel Krizek, der angeschlagen eine längere Pause brauchte. So musste Trainer Rohrbach auf eine offensive 5:1-Deckung umstellen, die den beweglichen Erlangern in die Hände spielte.

Die restlichen Minuten des Spiels waren dann wieder ausgeglichen. Beide Abwehrreihen hatten die Arbeit nahezu eingestellt und so konnten die Schützen auf beiden Seiten machen was sie wollten. Jiri Smolik und Michael Waitz verbesserten zwar noch ihr persönliches Torekonto, aber am verdienten 35:28-Erfolg der Erlanger konnten auch sie nicht mehr kratzen. Doch es gab auch einen Gewinner in Reihen der Herzogstädter. Das junge Nachwuchstalent auf Rechtsaußen, Sebastian Blödt, machte seine ersten Spielminuten im Dress des Bayernligisten und konnte den Coach mit seinem mutigen Spiel überzeugen. Drei Treffer erzielte der Neuzugang aus Schwarzenfeld und die machen Hoffnung auf eine neue feste Größe im Kader der Herzogstädter.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik 10(1), Waitz 6(5), Blödt 3, Forster 2, Krizek 2, Hartmann 1, Ströhl 1, Kaspar 1, Braun 1, Wertmiller 1, Hausner, Moritz

Bericht: cwh