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Saison 2012/2013
Samstag, 20. Oktober 201218:30 Uhr

Herren IgegenHSG Fichtelgebirge

Heim

Herren I

33 : 25

Endergebnis

Gast

HSG Fichtelgebirge

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Fichtelgebirge kommt mit Superstar Martin Kovar

Tabellenführer aus der Herzogstadt trotzdem Favorit

Nach dem mit 30:24 Toren gewonnenen Schlagerspiel letzte Woche in Winkelhaid, ist der HC Sulzbach die allein noch verlustpunktfreie Mannschaft der Landesliga und nun wohl endgültig der von allen gejagte Favorit. Den ersten Versuch, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen, startet am Samstag um 18.30 Uhr in der Krötenseeschule die HSG Fichtelgebirge.

Der Aufsteiger aus der BOL Oberfranken setzte sich recht forsch nicht nur den Klassenerhalt zum Ziel, sondern strebt durchaus nach höheren Weihen. Grund dafür ist nicht zuletzt der wohl prominenteste Neuzugang der Liga, der Tscheche Martin Kovar. Der vielfache tschechische Nationalspieler, der vor ein paar Jahren noch mit den Kadetten aus Schaffhausen in der EHF-Champions-League spielte, soll dem jungen Team von Trainer Markus Depolt den nötigen Rückhalt geben. In den ersten zwei Spielen klappte dies auch sehr gut. Beide Partien konnten gewonnen werden und die Liga schielte aufmerksam auf das Team aus dem Nordosten Bayerns. Doch danach setzte es zwei Niederlagen und die engagierte Truppe musste erkennen, dass die Landesliga doch kein Selbstläufer ist. Mit einem angeschlagenen Topstar Kovar reichte es letzte Woche im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger TV Erlangen/Bruck nicht zum Sieg, die Partie wurde knapp mit 23:25 verloren.

Für die Herzogstädter ist die Aufgabe also relativ klar definiert. Kann man die „Lebensversicherung“ der Fichtelgebirgler ausschalten, ist die Mannschaft nur noch Mittelmaß und müsste von den zurzeit in Topform spielenden Sulzbacher beherrscht werden können. Der Mittelblock ist also gefragt, der eng stehen muss, um die überraschenden Schlagwürfe des Ausnahmespielers zu stören. Doch während im Angriff fast schon alles nach Plan läuft, hat die Defensive durchaus noch Luft nach oben. Dass die Gegner der Gastgeber kaum mehr als 20 Tore pro Spiel erzielen, liegt nicht zuletzt an den beiden Ausnahmekönnern im Sulzbacher Gehäuse, Zdenek Vojtech und Max von Borstel. Doch auch hier sah es letzte Woche bei der Gala gegen Winkelhaid schon viel besser aus und die Sulzbacher Abwehrrecken werden sich vor eigenem Publikum sicher vehement gegen den Superstar der Gäste stemmen.

Ein größeres Problem könnte hier die Einstellung auf dieses Spiel sein. Wenn es so gut läuft, ist man unbewusst oft nicht so konzentriert wie nötig und unterschätz den vermeintlichen Außenseiter. Hier wird Trainer Christian Rohrbach sicher dagegen arbeiten, denn aufgestiegen ist die Truppe aus dem Fichtelgebirge noch ohne den Ausnahmespieler und ist dadurch sicher kein Kanonenfutter.

HC Sulzbach: Vojtech, Von Borstel (Tor); Ströhl, Englhard, Krizek, Smolik, Meyer, Kreyßig Toni, Waitz, Forster, Schmidt, Kaspar, Kreyßig Björn, Baumgärtel

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Keine Probleme mit der HSG Fichtelgebirge

Jiri Smolik und Toni Kreyßig führen ihr Team zum 33:25-Heimsieg

Keine Blöße gab sich der HC Sulzbach im dritten Heimspiel der Saison. Die HSG Fichtelgebirge hatte nie eine echte Chance und musste am Ende beim 33:25-Erfolg der Gastgeber die Überlegenheit des Favoriten anerkennen. Damit bleibt der HCS verlustpunktfrei Tabellenführer der Liga und da sich die Verfolger regelmäßig gegeneinander die Punkte abnehmen, hat die Rohrbach-Truppe jetzt schon komfortable vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten.

Ohne den erkrankten Christoph Baumgärtel und den verhinderten Björn Kreyßig, aber mit Rückkehrer Thomas Hartmann, der nach seiner langwierigen Verletzung sein Comeback gab, startete man mit einem etwas mulmigen Gefühl in die Partie. Doch die ersten Minuten zeigten bereits, dass dazu überhaupt kein Grund bestand. Ein Kreyßig fehlte zwar, doch dafür legte sich der Andere umso mehr ins Zeug. Toni Kreyßig war der Mann der ersten Viertelstunde und machte mächtig viel Wirbel auf der Halbrechten Seite. So schnell konnten die Fans kaum schauen und der Gastgeber lag mit 7:2 in Führung. Doch etwas ungewohnt, denn normalerweise lassen es die Herzogstädter lieber etwas langsamer angehen. Von den Gästen kam in dieser Phase so gut wie nichts, erst als der Ex-Profi Martin Kovar Linie ins Aufbauspiel brachte waren die Fichtelgebirgler endlich im Spiel. Zwar konnte der angeschlagene Tscheche mit fünf Toren nicht so wie gewohnt als Vollstrecker glänzen, doch seine Klasse war durchaus erkennbar. Da war es nur zu gut, dass sich Thomas Hartmann nach monatelanger Pause sofort nahtlos ins Spiel einfügte. Drei Treffer waren der Lohn in seinem beeindruckenden Comeback. Dass der Gast zur Pause dann doch noch auf drei Tore (16:13) verkürzen konnte, lag vor allem daran, dass der Sulzbacher Coach seine Stammsieben fast geschlossen auf die Bank setzte und so etwas der Elan der Anfangsphase verloren ging.

Nach der Halbzeit machten die Oberpfälzer aber dann wieder Druck. Jiri Smolik, dem man die Spielfreude körperlich ansieht, ein sich ins Spiel kämpfender Michael Waitz und immer wieder der überragende Toni Kreyßig, machten in den nächsten zwanzig Minuten alles klar (29:19). Die momentane Sicherheit im Sulzbacher Spiel liegt wohl auch an der Story, die die beiden Torhüter schreiben. Obwohl Zdenek Vojtech in Winkelhaid eine überirdische Leistung ablieferte, leistete sich Coach Christian Rohrbach den Luxus mit Max von Borstel zu beginnen und dieser hielt natürlich genauso gut wie der Hexer aus Pilsen, der in der zweiten Halbzeit dann auch noch glänzen durfte. In den letzten Minuten der Partie nahm der Gastgeber dann etwas das Tempo aus dem Spiel und erlaubte den Gästen etwas Ergebniskorrektur. Mit dem 33:25-Sieg des Tabellenführers konnten dann beide Teams gut leben.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Smolik 9(4), Kreyßig Toni 6, Waitz 4, Hartmann 3, Forster 3, Krizek 2, Ströhl 2, Kaspar 2, Meyer 1, Englhard 1, Ott

Bericht: cwh