Vor dem Spiel
TSV Partenstein könnte ein Stolperstein werden
Ersatzgeschwächte Herzogstädter mit dem letzten Aufgebot
Der letzte große Spieltag der Sulzbacher Handballer in diesem Jahr findet am kommenden Samstag in der Realschulhalle statt. Mittendrin um 16.30 Uhr wie gewohnt, beschließt die „Erste“ das Jahr mit der Partie gegen den Aufsteiger aus Unterfranken, dem TSV Partenstein. Ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger dürfte doch kein Problem sein, hätte man noch vor einigen Wochen gesagt, doch die aktuelle Realität verbietet zurzeit solche Sprüche. Erstens betätigt sich der HC in dieser Saison gerne als Starthelfer für die von unten kommenden neuen Ligakonkurrenten und zweitens stecken die Herzogstädter, dank der großen Verletzungsprobleme mitten in der Krise und sehnen die Winterpause herbei.
Mit Jiri Smolik, Michael Waitz und Thomas Hartmann fehlen auch am Samstag drei Säulen des Teams von Trainer Klaus Kuether, der in diesen Wochen wahrlich nicht um seinen Job zu beneiden ist. Da ist die Stimmung bei den Gästen natürlich viel besser. Als Aufsteiger hatte man sich bescheiden das Ziel Nichtabstieg gesetzt, doch davon redet schon lange keiner mehr in Unterfranken. Von Beginn an spielte das Team von Trainer Manfred Wirth munter im Konzert der Großen mit und belegt aktuell einen hervorragenden 6. Tabellenplatz. Mit der Begeisterung eines Aufsteigers zeigten die Partensteiner um Torhüter Matyas Varga und Routinier Janos Wagenbach schon begeisternde Spiele und fegten auch die so starken Gerolzhofener am letzten Wochenende mit 36:28-Treffern aus der Halle. Angesichts der aktuellen Situation der beiden Kontrahenten muss sich deshalb der TSV Partenstein wohl oder übel mit der Favoritenrolle abfinden.
In der Herzogstadt ist die Stimmung mies, aber nicht hoffnungslos. Spätestens nach der Weihnachtspause sollten sich die Verletzten Torjäger Waitz und Smolik wieder zurückmelden können und auch Thomas Hartmann steht dann nach seinem Urlaub wieder zur Verfügung. Bevor aber das Licht am Ende des Tunnels erreicht ist, wollen sich die Herzogstädter mit einer engagierten Leistung in die Pause verabschieden. Einen Sieg verlangt am Samstag keiner, doch eine kämpferische Leistung am eigenen Limit muss bei einem Heimspiel vorausgesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass am Samstag der eine oder andere Akteur zu seinem normalen Leistungsniveau findet. In den letzten Spielen schafften dies meist nur die jungen Wilden und das ist definitiv zu wenig für die zweithöchste bayerische Spielklasse.
HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Andörfer, Baumgärtel, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Ströhl, Burkhardt
Bericht: cwh
