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Saison 2009/2010
Samstag, 12. Dezember 200916:30 Uhr

Herren IgegenTSV Partenstein

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TSV Partenstein

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

TSV Partenstein könnte ein Stolperstein werden

Ersatzgeschwächte Herzogstädter mit dem letzten Aufgebot

Der letzte große Spieltag der Sulzbacher Handballer in diesem Jahr findet am kommenden Samstag in der Realschulhalle statt. Mittendrin um 16.30 Uhr wie gewohnt, beschließt die „Erste“ das Jahr mit der Partie gegen den Aufsteiger aus Unterfranken, dem TSV Partenstein. Ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger dürfte doch kein Problem sein, hätte man noch vor einigen Wochen gesagt, doch die aktuelle Realität verbietet zurzeit solche Sprüche. Erstens betätigt sich der HC in dieser Saison gerne als Starthelfer für die von unten kommenden neuen Ligakonkurrenten und zweitens stecken die Herzogstädter, dank der großen Verletzungsprobleme mitten in der Krise und sehnen die Winterpause herbei.

Mit Jiri Smolik, Michael Waitz und Thomas Hartmann fehlen auch am Samstag drei Säulen des Teams von Trainer Klaus Kuether, der in diesen Wochen wahrlich nicht um seinen Job zu beneiden ist. Da ist die Stimmung bei den Gästen natürlich viel besser. Als Aufsteiger hatte man sich bescheiden das Ziel Nichtabstieg gesetzt, doch davon redet schon lange keiner mehr in Unterfranken. Von Beginn an spielte das Team von Trainer Manfred Wirth munter im Konzert der Großen mit und belegt aktuell einen hervorragenden 6. Tabellenplatz. Mit der Begeisterung eines Aufsteigers zeigten die Partensteiner um Torhüter Matyas Varga und Routinier Janos Wagenbach schon begeisternde Spiele und fegten auch die so starken Gerolzhofener am letzten Wochenende mit 36:28-Treffern aus der Halle. Angesichts der aktuellen Situation der beiden Kontrahenten muss sich deshalb der TSV Partenstein wohl oder übel mit der Favoritenrolle abfinden.

In der Herzogstadt ist die Stimmung mies, aber nicht hoffnungslos. Spätestens nach der Weihnachtspause sollten sich die Verletzten Torjäger Waitz und Smolik wieder zurückmelden können und auch Thomas Hartmann steht dann nach seinem Urlaub wieder zur Verfügung. Bevor aber das Licht am Ende des Tunnels erreicht ist, wollen sich die Herzogstädter mit einer engagierten Leistung in die Pause verabschieden. Einen Sieg verlangt am Samstag keiner, doch eine kämpferische Leistung am eigenen Limit muss bei einem Heimspiel vorausgesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass am Samstag der eine oder andere Akteur zu seinem normalen Leistungsniveau findet. In den letzten Spielen schafften dies meist nur die jungen Wilden und das ist definitiv zu wenig für die zweithöchste bayerische Spielklasse.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Andörfer, Baumgärtel, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber, Ströhl, Burkhardt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

HC Sulzbach mit perfekter Flügelzange zum Erfolg

Überraschender 32:29-Erfolg gegen den TSV Partenstein

Einen Überraschungserfolg hatte sich Vorstand Christian Weiß zum Jahresausklang gewünscht und seine Jungs folgten diesmal ausnahmsweise seinen Worten. Der hoch gehandelte Aufsteiger aus Partenstein wurde nach einer eindrucksvollen Leistung mit 32:29-Toren zurück in den Spessart geschickt. Damit beendeten die Herzogstädter ihre Negativserie und es gelang ein versöhnlicher Abschluss vor der Pause in den Weihnachtsferien.

Dabei hatte es vor dem Spiel noch überhaupt nicht nach einem Erfolg ausgesehen. Neben den verletzten Waitz und Smolik und dem verreisten Hartmann mussten auch noch die beiden Kreisläufer Baumgärtel und Moritz aus beruflichen Gründen passen. Das roch verdächtig nach „mission impossible“ gegen eine Gästemannschaft die allein schon durch ihre Körpergröße Furcht einflößte. Doch ängstlich begannen die Gastgeber keines falls. Rechtsaußen Marco Forster testete gleich mal die Beweglichkeit seines Gegenspielers und befand sie als nicht ausreichend. Bis zum 5:5 war der Torjäger der letzten Wochen fast Alleinunterhalter im Angriff und machte seinen Mitspielern Mut, den Kampf David gegen Goliath aufzunehmen. Entscheidend für den gelungenen Start war aber vor allem die Tatsache, dass die Herzogstädter mit Zdenek Vojtech wieder einen richtigen Rückhalt zwischen den Pfosten hatten. Der Hexer motivierte sein Team vorne wie hinten und der HC konnte sich erstmals auf vier Tore absetzen (10:7). Erst eine Flut von Zeitstrafen bremste den Spielfluss der Sulzbacher etwas und die Unterfranken kämpften sich bis zur Halbzeit auf 14:12 heran.

Auch nach der Pause konnten die Herzogstädter ihren Vorsprung behaupten. Die Partensteiner hatten nicht die spielerischen Mittel um zu Chancen zu kommen und so versuchte es das Team von Trainer Manfred Wirth meist mit der Brechstange. Hier half den Gästen die etwas sonderbare Regelauslegung der Schiedsrichter, die sage und schreibe 11 Siebenmeter und 12 Zeitstrafen gegen die Gastgeber gaben. Da die Franken mit Jonas Wagenbach einen sicheren Strafwurfschützen besaßen, hielten sie die Partie bis zum 23:21 offen, doch dann setzten sich die Hausherren langsam ab. Linksaußen Stefan Ströhl machte es nun seinem Gegenüber nach und war kaum noch zu stoppen. 18 Feldtore durch die Sulzbacher Flügelzange sprechen eine deutliche Sprache. Viel Druck kam nun auch von Peter Andörfer, der als Spielmacher und Vollstrecker glänzte. Selbst die rote Karte von Abwehrchef Peter Englhard warf die Küther-Truppe nicht aus der Bahn, weil mit Edu Wertmiller adäquater Ersatz aus der Reserve im Kader war.

Beim Stande von 30:23 schien die Partie längst entschieden, doch die Heimmannschaft wollte dem Publikum scheinbar noch etwas Nervenkitzel gönnen. Nach einigen vergebenen Großchancen stand es plötzlich nur noch 30:28 und durch die gut gefüllte Realschulhalle ging ein Raunen. Doch ein energischer Durchbruch von Peter Andörfer beendete endgültig die Hoffnungen der Gäste und er Drops war gelutscht. Die Mannschaft machte sich mit dem 32:29-Sieg ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk und kann nun nach der Pause mit den Rückkehrern wieder richtig angreifen.

HC Sulzbach: Steiner, Vojtech (Tor); Ströhl 10(1), Forster 9, Andörfer 6, Nachtman 3(1), Artz 2, Stauber 1, Burkhard 1, Munker, Englhard, Wertmiller

Bericht: cwh