Vor dem Spiel
Nachbarschaftsderby
In ihrem ersten Heimspiel im neuen Jahr hat die SG Auerbach-Sulzbach ein Nachbarschaftsderby auszutragen. Am Samstag um 14.30 Uhr begrüßt man in der Realschulturnhalle in Sulzbach mit HaSpo Bayreuth einen guten Bekannten. Das Spiel steht nicht nur wegen der nachbarschaftlichen Rivalität unter besonderen Vorzeichen. Nach der ersten Saisonniederlage der SG am Sonntag in Fürstenfeldbruck ist für die Gastgeber Wiedergutmachung angesagt. Außerdem dient die Partie nach langer Spielpause und anschließendem Fehlstart der Standortbestimmung.
Für diesen Zweck sind die spielstarken Bayreuther der geeignete Gradmesser. Auch wenn Auerbach-Sulzbach das Hinspiel mit 29 : 21 deutlich gewonnen hat, besteht keine Gefahr sie zu unterschätzen. Immerhin fehlte damals mit dem Weidener Ament Bayreuths torgefährlichster Akteur und auch sonst hatte die Mannschaft im ersten Saisonspiel ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Mittlerweile hat sich HaSpo als feste Größe in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Nach Verlustpunkten (8) liegen die Gäste in der aktuellen Tabelle auf Platz 3 und es ist ihr erklärtes Ziel, wenigstens diesen Rang zu halten. Nach ihren zuletzt guten Auftritten rechnen sich die Oberfranken gegen den Tabellenführer gute Chancen aus.
Bei den Gastgebern war bereits in den Trainingseinheiten dieser Woche erkennbar, dass die erste Niederlage neue Motivation gebracht hat. Bei Einsatzbereitschaft und Konzentration war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Die Mannschaft ist heiß darauf zu zeigen, dass sie zu Recht die Bayernliga anführt und Fürstenfeldbruck nur ein Ausrutscher war. Dabei hofft sie natürlich auf die Unterstützung möglichst vieler Zuschauer im Sulzbacher Hexenkessel. Auch personell ist alles wieder im Lot, zum ersten Mal in dieser Saison steht der komplette Kader zur Verfügung. Besonders wichtig aus Sicht der Trainer Renner und Schnödt ist, dass in dieser wichtigen Begegnung die Leistungsträger ohne Vorbelastung aus einem Einsatz im Herrenteam auflaufen können.
Die Vorzeichen für ein sehenswertes Spiel zweier Spitzenteams der Liga stehen also gut. Besonders für Kenner wird das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Spielsysteme von zusätzlichem Interesse sein. Während die Bayreuther vor allem auf Mannschaftsspiel mit einstudierten Abläufen setzen, stehen bei den Oberpfälzern Aktionen durch Kleingruppen oder Einzelspieler im Vordergrund.
Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiß
