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Saison 2004/2005
Samstag, 22. Januar 200514:30 Uhr

MJAgegenHaSpo Bayreuth

Heim

MJA

:

Noch kein Ergebnis

Gast

HaSpo Bayreuth

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Nachbarschaftsderby

In ihrem ersten Heimspiel im neuen Jahr hat die SG Auerbach-Sulzbach ein Nachbarschaftsderby auszutragen. Am Samstag um 14.30 Uhr begrüßt man in der Realschulturnhalle in Sulzbach mit HaSpo Bayreuth einen guten Bekannten. Das Spiel steht nicht nur wegen der nachbarschaftlichen Rivalität unter besonderen Vorzeichen. Nach der ersten Saisonniederlage der SG am Sonntag in Fürstenfeldbruck ist für die Gastgeber Wiedergutmachung angesagt. Außerdem dient die Partie nach langer Spielpause und anschließendem Fehlstart der Standortbestimmung.

Für diesen Zweck sind die spielstarken Bayreuther der geeignete Gradmesser. Auch wenn Auerbach-Sulzbach das Hinspiel mit 29 : 21 deutlich gewonnen hat, besteht keine Gefahr sie zu unterschätzen. Immerhin fehlte damals mit dem Weidener Ament Bayreuths torgefährlichster Akteur und auch sonst hatte die Mannschaft im ersten Saisonspiel ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Mittlerweile hat sich HaSpo als feste Größe in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Nach Verlustpunkten (8) liegen die Gäste in der aktuellen Tabelle auf Platz 3 und es ist ihr erklärtes Ziel, wenigstens diesen Rang zu halten. Nach ihren zuletzt guten Auftritten rechnen sich die Oberfranken gegen den Tabellenführer gute Chancen aus.

Bei den Gastgebern war bereits in den Trainingseinheiten dieser Woche erkennbar, dass die erste Niederlage neue Motivation gebracht hat. Bei Einsatzbereitschaft und Konzentration war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Die Mannschaft ist heiß darauf zu zeigen, dass sie zu Recht die Bayernliga anführt und Fürstenfeldbruck nur ein Ausrutscher war. Dabei hofft sie natürlich auf die Unterstützung möglichst vieler Zuschauer im Sulzbacher Hexenkessel. Auch personell ist alles wieder im Lot, zum ersten Mal in dieser Saison steht der komplette Kader zur Verfügung. Besonders wichtig aus Sicht der Trainer Renner und Schnödt ist, dass in dieser wichtigen Begegnung die Leistungsträger ohne Vorbelastung aus einem Einsatz im Herrenteam auflaufen können.

Die Vorzeichen für ein sehenswertes Spiel zweier Spitzenteams der Liga stehen also gut. Besonders für Kenner wird das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Spielsysteme von zusätzlichem Interesse sein. Während die Bayreuther vor allem auf Mannschaftsspiel mit einstudierten Abläufen setzen, stehen bei den Oberpfälzern Aktionen durch Kleingruppen oder Einzelspieler im Vordergrund.

Aufstellung: von Borstel, Weih, Englhard, Kellner, Schmidt, Waitz, Deinzer, Herold, Hofmann, Schnabl, Schnödt, Tannenberger, Weiß

Nach dem Spiel

Über den Kampf zum Sieg

SG Auerbach-Sulzbach - HaSpo Bayreuth 31 : 22 (11 : 9)

Mehr als ein Stein vom Herzen fiel Spielern und Verantwortlichen der SG Auerbach-Sulzbach nach dem schwer erkämpften Punkten gegen Bayreuth. In einem bis Mitte der zweiten Hälfte sehr engen Spiel hatten die Gastgeber nicht nur einen starken Gegner, sondern auch die eigene Nervosität zu überwinden und setzten sich verdient und zu guter letzt auch noch deutlich mit 31 : 22 Toren durch. Nachdem sich auch Kontrahent Friedberg erwartungsgemäß gegen Fürstenfeldbruck durchsetzen konnte, bleibt es in der Bayernligaspitze beim Kopf-an-Kopf-Rennen mit den nach Minuspunkten gleichauf liegenden Schwaben.

Vor allem in den Anfangsminuten war den Gastgebern die Verunsicherung nach der ersten Saisonniederlage anzumerken. Vier technische Fehler und eine vergebene hundertprozentige Tormöglichkeit der SG nutzten die ihre Chance witternden Gäste zur 3:0 Führung. Doch anders als in Fürstenfeldbruck erwachte diesmal der Kampfgeist der Oberpfälzer. Nachdem spielerisch auch weiterhin im Angriff nicht viel zusammenlief, war es die Defensive, in der man die wichtigsten Impulse setzte. Die von Frank Herold glänzend organisierte Abwehr leistete Schwerstarbeit und ließ kaum noch freie Würfe zu. Mit Abräumer Alex Kellner hatte man den zweikampfstärksten Spieler in den eigenen Reihen, an dem sich der Bayreuther Rückraum jetzt die Zähne ausbiss. Was dann noch durchkam wurde eine Beute von Torwart Max von Borstel, der seine beste Saisonleistung zeigte und dessen Sicherheit auf die Vordermänner ausstrahlte. Aus dem Rückstand wurde eine 9:4 Führung gemacht und dabei fiel es zunächst nicht weiter ins Gewicht, dass man mit den eigenen Tormöglichkeiten viel zu großzügig umging. Letzteres sollte sich aber in den letzten Minuten der ersten Halbzeit noch rächen, als die Gäste über ihre rechte Angriffsseite mit Toni Kreysig den Abwehrriegel mehrmals knackten und vor der Pause auf 11 : 9 verkürzten.

Auch in Halbzeit 2 hatten die Oberfranken den besseren Start und gingen mit 14 : 13 in Führung. Der Angriffsmotor der Gastgeber stotterte weiter, vieles blieb Stückwerk. Die Gäste verstanden es gut, den Wirkungskreis von Michael Waitz und Matthias Schnödt einzuengen und die anderen Angreifer der SG nutzten die daraus resultierenden Freiräume - noch – zu wenig. Dies änderte sich aber mit der Hereinnahme von Maxi Hofmann, der für Druck auf die Bayreuther Abwehr sorgte und in der Offensive zur spielentscheidenden Person wurde. Dabei hatte man um die 40. Minute bei unentschiedenem Zwischenstand und einer 3 zu 6 Unterzahl bange Minuten zu überstehen. In dieser kritischen Phase wuchs mit Torhüter von Borstel ein weiterer Max auf einer Schlüsselposition über sich hinaus. Drei Mal behielt er die Oberhand über frei vor ihm auftauchende Gegner, nur einmal musste er hinter sich greifen. Und statt, wie in einer derartigen Situation taktisch üblich, auf Zeit zu spielen, setzten sich vorne Maxi Hofmann im Stile von Christian Zeitz und Alex Kellner mit drei Treffern durch und brachten die SG mit 18 : 16 in Führung. Dies sollte spielentscheidend sein, die Gastgeber bekamen Aufwind, bei den Gästen zerstoben die Hoffnungen auf den Sieg. Zwar versuchten sie mit einer offensiver ausgerichteten Deckung, dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch die Gastgeber hatten auch hierauf die passende Antwort und bauten vor allem über Kreisläufer Frank Herold und Linksaußen Alex Kellner die Führung bis auf 31 : 22 aus.

Als besonders positiv und zukunftsweisend werteten die Trainer Renner und Schnödt neben der hervorragenden kämpferischen Leistung vor allem in der Defensive, dass alle eingesetzten Spieler bereit und in der Lage waren, Verantwortung zu übernehmen. Dies sei ein vielversprechender Ansatz, um die Mannschaft in den nächsten Spielen für den Gegner weniger ausrechenbar zu machen.

Aufstellung: von Borstel, Waitz (4/1), Kellner (6), Englhard, Schmidt (3), Weiss, Tannenberger (1), Deinzer (1), Herold (6), Schnödt (1), Hofmann (9/4), Weih