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Saison 2011/2012
Samstag, 14. Januar 201217:30 Uhr

SG Kissing/FriedberggegenDamen I

Heim

SG Kissing/Friedberg

29 : 29

Endergebnis

Gast

Damen I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Damen mit nächstem Versuch in Kissing

Auswärts beim Aufsteiger

(flz) Die nächste schwere Auswärtshürde steht den Damen des HC Sulzbach bevor, wenn sie am Samstag (17:30 Uhr) bei der SG Kissing/Friedberg antreten müssen. Der Aufsteiger spielt eine ordentliche Saison und liegt fünf Punkte vor dem HCS auf dem zehnten Platz.

Dementsprechend ist die Begegnung in Schwaben eine sehr wichtige Partie für den HCS, der sich mit einem Sieg einen weiteren Konkurrenten um den Abstieg schaffen könnte. Des Weiteren gilt es, den Anschluss an den zwei Punkte vor Sulzbach liegenden ESV Neuaubing zu halten, der im Heimspiel gegen Bayreuth ebenfalls nicht chancenlos ist.

Die Gastgeberinnen zeigten im Hinspiel in Sulzbach, dass sie eine sehr schnelle und offensivstarke Mannschaft sind. Das Ergebnis von 31:32 zeigt aber, dass das Team von Christina Pawlick und Ulrike Junker in der Defensive anfällig ist. Es gilt den Angriff um Stefanie Schmidt und Pia Nowotny in den Griff zu bekommen und selbst vorne aggressiv zu spielen.

Dies war jedoch selten das Problem der Herzogstädterinnen, die, wenn auch mit einem Spiel mehr als die Konkurrenz, die zweitmeisten Tore in der Liga geworfen haben. Die „Baustelle Abwehr“ hat das Team letzte Woche bei der Niederlage in Garitz/Nüdlingen in den Griff bekommen, nur im Angriff haperte es stattdessen. Eine Verstärkung dafür sollte Maria Schlosser sein, die wieder mit dabei ist.

Auf den Rängen wird das HCS-Team kaum mit Unterstützung rechnen können, denn die Fans werden den Weg zum Derby der Herren nach Auerbach finden. Aber vielleicht ist dies nicht einmal ein Nachteil, weil das Team dann befreit aufspielen kann. Es wäre enorm wichtig, die Punkte zu holen, die Vorzeichen stehen nach einem weitgehend gelungenen Test gegen den Landesligisten Mintraching am Donnerstag nicht allzu schlecht.

HCS: Tor: Babsi Viechtl, Doris Hänelt, Nicole Schultz; Feld: Maria Schlosser, Lisa Steiner, Tanja Frisch, Petra Fleißner, Sandra Christlein, Franzi Scheidler, Tanja Pelikan, Andrea Himmerer, Katharina Eichenmüller, Lisa Galler, Steffi Häckl, Franzi Luber, Vroni Herrmann;

Nach dem Spiel

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

HC Sulzbach entführt einen Punkt aus Kissing

Sulzbach (lis). Für den HC Sulzbach war es mehr als nur ein deutliches Lebenszeichen. Gegen die SG Kissing/Friedberg holten sich die Sulzbacherinnen am Samstag einen wichtigen Punkt beim 29:29 (13:14) Unentschieden und überzeugten mit Kampfgeist und Einsatzbereitschaft bis zur letzten Sekunde. Da allerdings die Konkurrenz aus Neuaubing bekanntlich nicht schläft und einen Überraschungssieg gegen Bayreuth landete, rangieren die Herzogstädterinnen (7:21 Punkte) weiterhin auf dem zwölften Tabellenplatz, drei Punkte hinter dem ESV Neuaubing. Doch die Rückrunde hat gerade erst angefangen und der HC Sulzbach hat noch lange nicht aufgegeben. Dies war auch in der Partie gegen den Tabellenzehnten in Kissing deutlich zu spüren. Hochmotiviert und gestützt auf eine kämpferische Abwehr starteten die Sulzbacherinnen gut in die Begegnung. Nach anfänglicher Führung (2:3) hatten aber die Gastgeberinnen die Nase vorne und hielten den HCS über 6:4 und 8:5 auf Abstand. Immer wieder überlisteten die SG-Spielerinnen um deren Spielmacherin Pia Nowotny die Sulzbacher Defensive durch schnelle Einlaufbewegungen und gekonnte Kreisanspiele. In dieser Phase ließ das Team von Klaus Eckl und Martin Müller auch im Angriff viel an Dynamik und Spielwitz vermissen. Stattdessen agierten die Gäste oft hilflos und so geriet der Angriff immer wieder ins Stocken. Hinzu kamen schlechte Pässe und ungenaue Anspiele, so dass die Gastgeberinnen zu oft und zu leicht den Ball erobern konnten. Dennoch und mit Hilfe einer gut aufgelegten Babsi Viechtl im Sulzbacher Tor gelang es zum 10:10 auszugleichen. Franzi Scheidler zeigte eine beherzte Angriffsleistung und wurde viele Male nur mit einem siebenmeterreifen Foulspiel gestoppt. Sandra Christlein behielt am Siebenmeterpunkt die Nerven und verwandelte fünf ihrer sechs Strafwürfe sicher. Leider gelang es danach nicht die Kreise einer Pia Nowotny einzuengen und die SG Kissing/Friedberg erhöhte wieder auf 13:11. Doch das Sulzbacher Kämpferherz schlug an diesem Tag unaufhörlich. Zwei Tore in Folge bedeuteten den 13:13 Ausgleich und wenige Sekunden vor der Halbzeit bekam Sulzbach noch einen direkten Freiwurf zugesprochen. Diese schier unmögliche Torchance nutzte Maria Schlosser mit einem Trickwurf über die Abwehrmauer, die sich schlecht positioniert hatte. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeberinnen wieder das Kommando und erspielten sich zweimal in Überzahl eine 18:15 Führung, ehe der HCS auf 18:17 verkürzen konnte. Eine weitere Zeitstrafe gegen die Oberpfälzerinnen nutzten die Kissingerinnen zum 21:19. Danach war aber der HC Sulzbach am Drücker und erzielte drei Treffer in Folge zum 21:22. Diese zwischenzeitliche Führung war Balsam für die Sulzbacher Seele, die spürte, dass weitaus mehr zu holen ist und diese Saison noch lange nicht gelaufen ist. Doch auch die Allgäuerinnen, die als Aufsteiger bislang eine ordentliche Runde spielen, legten sich nun ins Zeug und die Partie wurde immer spannender. Bis zum 26:26 agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe , ehe die Sulzbacherinnen wieder mit 26:27 in Führung gehen konnten. Leider wurde der Kampf um die Punkte auch mit viel Härte ausgefochten. Dies bekam Spielmacherin Lisa Steiner zu spüren, die nach zwei Schlägen gegen den Oberkörper eine Zwangspause auf der Auswechselbank einnehmen musste. In der Schlussphase wurde es dann leider nochmals hektisch. Als nach einer Zeitstrafe gegen Franzi Scheidler eine andere Sulzbach Spielerin nach Anwurf zu viel auf dem Parkett war, bekamen die Gastgeberinnen den Ball zugesprochen und Sulzbach agierte in doppelter Unterzahl (29:28). Doch mit tollem Einsatz und viel Kampfgeist eroberten die Herzogstädterinnen Sekunden vor Schluss nochmals den Ball und Tanja Frisch lief einen letzten Tempogegenstoß, den sie eiskalt verwandelte und ihrem Team einen umjubelten Punktgewinn (29:29) bescherte. Nun gilt es in der zweiwöchigen Spielpause alle Kräfte zu mobilisieren, um am 4. Februar in Ismaning für eine weitere Überraschung zu sorgen. Weiter erwähnenswert ist der Bayernligaeinstand von Marina Distler, die für die erkrankte Franzi Luber erstmals in den Kader rückte und eine durchaus ordentliche Leistung ablieferte. Besonders erfreulich auch das Comeback von Kristina Steiner, die nach zwei guten Spielen in der Reserve, den 14er Bayernligakader an diesem Tag als Glücksbringer komplett machte.

HC Sulzbach: Tor: Babsi Viechtl (3 gehaltene Siebenmeter), Nina Aures; Feld: Sandra Christlein (8/5), Lisa Steiner (6), Maria Schlosser (6/1), Tanja Frisch (5), Petra Fleißner (2), Franzi Scheidler (1), Tanja Pelikan (1), Andrea Himmerer, Kristina Steiner, Marina Distler, Katharina Eichenmüller;