Vor dem Spiel
Die Hoffnung fährt mit ins Schwabenland
TSV Ottobeuren trotzdem klarer Favorit
Die Faschingspause ist vorbei und für den HC Sulzbach beginnt wieder der Ernst des Lebens. „Die nächsten vier Partien sind die wichtigsten Spiele in der Saison“, so Trainer Christian Rohrbach, der natürlich erkannt hat, dass gegen die Teams aus den unteren Tabellenrängen gepunktet werden muss. Wenn zum Saisonende die schweren Kaliber in die Herzogstadt kommen hilft nur noch ein Wunder. Die erste Chance zum Punktesammeln hat man am Samstag um 20.00 Uhr beim TSV Ottobeuren. Immerhin konnte man das Hinspiel in der Krötenseehalle mit 30:27 gewinnen, doch damals befand sich der Gegner noch nicht in der danach gezeigten Form, während die Herzogstädter noch von ihrer Anfangseuphorie zehrten. Das sieht nun ganz anders aus. Die Schwaben haben sich als Tabellenneunter ins Mittelfeld abgesetzt und sind fast schon aller Sorgen entledigt. Die Nöte des Tabellenzwölften aus Sulzbach sind ja hinlänglich bekannt. Die lange Niederlagenserie zehrt nicht nur an den Nerven der Spieler.
Etwas Hoffnung fährt aber am Samstag mit auf der langen Reise (292 km) nach Ottobeuren, doch nicht nur die Reisestrapazen, sondern auch eine neue Hiobsbotschaft lässt einen Überraschungs-Erfolg bei den Schwaben immer unwahrscheinlicher werden. Mit Kreisläufer Michal Kaspar hat sich ein weiterer Leistungsträger für die nächsten Wochen wegen einer Knieverletzung abgemeldet. Der Tscheche hinterlässt vor allem auch eine große Lücke im Abwehrverbund der Oberpfälzer, die kaum zu schließen ist.
So liegt die Favoritenrolle eindeutig beim Heimverein, der seit zwei Wochen auf den bisherigen Spielertrainer Koskue verzichten muss, der den Verein aus beruflichen Gründen verlassen musste. Aus dem bisherigen Trainergespann bleibt aber Coach Thomas Lang, der mit den torgefährlichen Rückraumschützen Andras John und dem schnellen Außenspieler Stefan Bartenschlager zwei hochkarätige Trumpfkarten in der Hand hält. Im Normalfall müsste dies für die verunsicherten Gäste aus Sulzbach zu einem klaren Heimsieg reichen, doch aufgepasst, liebe Schwaben, wenn der Kampfgeist der Herzogstädter erst einmal geweckt ist, sind sie immer für eine Überraschung gut. Der derzeitige Tabellenplatz spiegelt nach der Meinung vieler Experten nicht die wahre Leistungsfähigkeit der Mannschaft wider und so hat man das Thema Bayernliga in Sulzbach noch längst nicht abgehakt.
HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Waitz, Smolik, Blödt, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Englhard, Meyer, Burkhard
Bericht: cwh
