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Saison 2011/2012
Samstag, 25. Februar 201220:00 Uhr

TSV OttobeurengegenHerren I

Heim

TSV Ottobeuren

28 : 26

Endergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Die Hoffnung fährt mit ins Schwabenland

TSV Ottobeuren trotzdem klarer Favorit

Die Faschingspause ist vorbei und für den HC Sulzbach beginnt wieder der Ernst des Lebens. „Die nächsten vier Partien sind die wichtigsten Spiele in der Saison“, so Trainer Christian Rohrbach, der natürlich erkannt hat, dass gegen die Teams aus den unteren Tabellenrängen gepunktet werden muss. Wenn zum Saisonende die schweren Kaliber in die Herzogstadt kommen hilft nur noch ein Wunder. Die erste Chance zum Punktesammeln hat man am Samstag um 20.00 Uhr beim TSV Ottobeuren. Immerhin konnte man das Hinspiel in der Krötenseehalle mit 30:27 gewinnen, doch damals befand sich der Gegner noch nicht in der danach gezeigten Form, während die Herzogstädter noch von ihrer Anfangseuphorie zehrten. Das sieht nun ganz anders aus. Die Schwaben haben sich als Tabellenneunter ins Mittelfeld abgesetzt und sind fast schon aller Sorgen entledigt. Die Nöte des Tabellenzwölften aus Sulzbach sind ja hinlänglich bekannt. Die lange Niederlagenserie zehrt nicht nur an den Nerven der Spieler.

Etwas Hoffnung fährt aber am Samstag mit auf der langen Reise (292 km) nach Ottobeuren, doch nicht nur die Reisestrapazen, sondern auch eine neue Hiobsbotschaft lässt einen Überraschungs-Erfolg bei den Schwaben immer unwahrscheinlicher werden. Mit Kreisläufer Michal Kaspar hat sich ein weiterer Leistungsträger für die nächsten Wochen wegen einer Knieverletzung abgemeldet. Der Tscheche hinterlässt vor allem auch eine große Lücke im Abwehrverbund der Oberpfälzer, die kaum zu schließen ist.

So liegt die Favoritenrolle eindeutig beim Heimverein, der seit zwei Wochen auf den bisherigen Spielertrainer Koskue verzichten muss, der den Verein aus beruflichen Gründen verlassen musste. Aus dem bisherigen Trainergespann bleibt aber Coach Thomas Lang, der mit den torgefährlichen Rückraumschützen Andras John und dem schnellen Außenspieler Stefan Bartenschlager zwei hochkarätige Trumpfkarten in der Hand hält. Im Normalfall müsste dies für die verunsicherten Gäste aus Sulzbach zu einem klaren Heimsieg reichen, doch aufgepasst, liebe Schwaben, wenn der Kampfgeist der Herzogstädter erst einmal geweckt ist, sind sie immer für eine Überraschung gut. Der derzeitige Tabellenplatz spiegelt nach der Meinung vieler Experten nicht die wahre Leistungsfähigkeit der Mannschaft wider und so hat man das Thema Bayernliga in Sulzbach noch längst nicht abgehakt.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Waitz, Smolik, Blödt, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun, Englhard, Meyer, Burkhard

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Spannende Partie in Ottobeuren

Punkte bleiben nach 28:26-Niederlage im Allgäu - Tolles Comeback von Christoph Baumgärtel

Zumindest in einigen Mannschaftsteilen zeigte der HC Sulzbach eine starke Leistung im Auswärtsspiel beim favorisierten TSV Ottobeuren. Bis zum Schluss war die Partie spannend und heiß umkämpft, doch am Ende blieben die Punkte leider wieder im Allgäu, weil die Gastgeber die etwas geringere Fehlerquote hatten. 28:26 hieß es zum Schluss für die Schwaben, weil der Rohrbach-Truppe in den entscheidenden Szenen das Selbstvertrauen und das Glück des Tüchtigen fehlte. Mit dieser Niederlage rutschten die Herzogstädter nun endgültig auf einen Abstiegsplatz und brauchen nun dringend ein Erfolgserlebnis, um das Ruder doch noch herum zu reißen. Ohne die Langzeitverletzten Kaspar und Hartmann und auch ohne Torjäger Michael Waitz, der nach einer Knieverletzung nun auch einige Wochen ausfällt, waren die Hoffnungen der Gäste nicht besonders hoch. Zwar hatten die Verantwortlichen schnell reagiert und den in Sulzbach gut bekannten Christoph Baumgärtel für die Kreisläuferposition verpflichtet, doch der Ausfall des Linkshänders Michi Waitz konnte leider nicht kompensiert werden. Doch zumindest der Einsatz von „Baumi“ erwies sich als Glücksgriff. Ohne Mannschaftstraining und Spielpraxis fügte sich der Modellathlet nahtlos ins Team ein, warf selbst drei Tore und riss auch noch drei Siebenmeter für die Sulzbacher. Einfach phänomenal! Genauso stark präsentierte sich auch Torhüter Zdenek Vojtech, dessen Paraden sein Team in der ersten Hälfte im Spiel hielt. Zwar führte der Gastgeber zwischenzeitlich mit drei Toren (10:7), doch die bereits erwähnten Protagonisten und ein sehr engagierter Pavel Krizek schafften kurz vor der Pause sogar die Führung zum 12:11, die von den Ottobeurern aber noch ausgeglichen wurde. Auch nach der Halbzeit blieb die Partie auf Messers Schneide. Leider bekam man die starken Spieler der Gastgeber, Achim Wittlinger und Andras John nie so ganz in den Griff, doch Chancen die Partie zu den eigenen Gunsten zu entscheiden gab es genug. Hier zeigte sich aber wie sehr die Mannschaft inzwischen verunsichert ist. Die vielen vergebenen Chancen und technischen Fehler passieren einfach nur einem Team, dem das Selbstvertrauen fehlt, das nur durch ein Erfolgserlebnis zurück kommen kann. So blieb Rechtsaußen Marco Forster in dieser Phase die einzig nutzbare Waffe der Herzogstädter. Der Linkshänder zeigte seine beste Saisonleistung und war der einzige Akteur mit einer fast hundertprozentigen Ausbeute. Den Willen kann man der Mannschaft von Trainer Rohrbach diesmal nicht absprechen, doch mit den genannten Ausfällen fehlten natürlich die Alternativen für den Coach, der einigen Spielern, die nicht auf ihren höchsten Niveau spielten, sicher gerne eine Pause gegönnt hätte. So reichte es am Ende gegen die cleveren Allgäuer nicht zum durchaus möglichen Punktgewinn. Mit 28:26 stand am Ende der verdiente Sieg der Gastgeber fest, die dadurch wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden. Den zu vermeiden heißt aber weiterhin die Mission der Herzogstädter. Die starke Vorstellung bei den Schwaben mit dem tollen Debüt von Christoph Baumgärtel gibt aber durchaus Hoffnung für die nächsten Wochen. Aufgegeben haben sich die Sulzbacher noch lange nicht und dafür gibt es auch keinen Grund.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Forster 7, Krizek 5, Smolik 4(2), Baumgärtel 3, Braun 3(1), Ströhl 2, Wertmiller1, Meyer 1, Blödt, Englhard, Ott

Bericht: cwh