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Saison 2004/2005
Samstag, 22. Januar 200516:30 Uhr

Herren IgegenTV Eggenfelden

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TV Eggenfelden

Spielort

Realschule

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Gegen Eggenfelden klarer Favorit

Angst vor der " Schlafphase"

Die Heimspieltage im Januar gehen für den TV Sulzbach weiter. Am Samstag um 16.30 Uhr erwarten die Sulzbacher Handballer in der Realschulhalle den TV Eggenfelden zum Auftakt der Rückrunde. Dabei gelten die Herzogstädter als klarer Favorit, denn die niederbayerischen Gäste rangieren mit nur vier erkämpften Punkten lediglich auf dem vorletzten Tabellenplatz der Landesliga Mitte.

Nachdem die Eggenfeldener letzte Saison mit viel Glück erst in der Relegation den Klassenerhalt schafften, sollte in diesem Jahr eigentlich alles anders werden. Mit den Neuzugängen Seff aus Moosburg und Kober aus Waldkraiburg und einem landesligaerfahrenen Team um die Halbinger-Brüder hofften die Verantwortlichen auf eine ruhigere Runde und den Anschluss ans Mittelfeld der Liga. Doch schnell zeigte sich, dass die Mannschaft auch in dieser Saison wieder heißer Kandidat auf die Abstiegsplätze sein wird. Zwar gelingen immer wieder Achtungserfolge, wie letzte Woche mit der knappen 25:26-Niederlage gegen die SSG Metten, aber Zählbares gelang den Niederbayern kaum. Auch beim Saisonstart im Heimspiel gegen den TV Sulzbach spielten die Eggenfeldener stark, mussten sich aber am Ende mit 22:25 geschlagen geben. So wäre ein Punktgewinn gegen den Tabellendritten eine kleine Sensation und ein toller Motivationsschub für die Niederbayern.

Die Herzogstädter starteten standesgemäß ins neue Jahr. Der 33:24-Sieg gegen Landshut war zwar nicht glanzvoll, aber sicher herausgespielt und lässt auf eine erfolgreiche Rückrunde hoffen. Leider fällt Peter Andörfer nach einer erneuten Knieverletzung wohl für den Rest der Saison aus, doch ansonsten ist der Kader komplett und die beiden Trainer Andörfer und Ströhl stehen vor der Qual der Wahl. Auf alle Fälle wird am Samstag wieder einmal das große Talent Max von Borstel aus der A-Jugend den zweiten Platz im Tor einnehmen. Ein gelungenes Come-Back gab auch Michael Andörfer nach längerer Pause, der besonders in der Abwehr eine vielversprechende Alternative für das Trainergespann darstellt.

Die einzige Gefahr gegen den Außenseiter liegt eigentlich nur darin, den Gegner zu unterschätzen. Eine Schlafphase wie gegen die TG Landshut darf sich das Team nicht wieder erlauben, sonst könnte es ein böses Erwachen geben. Bei engagiertem Auftreten darf gegen den TV Eggenfelden nichts anbrennen und der zweite Sieg im neuen Jahr müsste unter Dach und Fach gebracht werden.

TV Sulzbach: Vojtech, von Borstel (Tor); Munker, Brandt, Stauber, Soukop, Waitz, Hartmann, Rohrbach, Gömmel, Kellner, Andörfer M.

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Schwache Vostellung endet mit glücklichen 26:23-Sieg

Thorsten Güthe überragend gegen die starken Eggenfelder

Mehr Gegenwehr als erwartet leistete der Tabellenvorletzte TV Eggenfelden beim Spitzenteam aus Sulzbach und so mussten die Fans lange warten, ehe der 26:23-Sieg unter Dach und Fach war. Damit behalten die Sulzbacher Handballer zwar ihren Platz in der Tabellenspitze, aber die Art und Weise, wie dieser eher glückliche Erfolg zu Stande kam, lässt gegen die nun kommenden, stärkeren Gegner Böses ahnen.

Zu Beginn lief das Spiel noch so, wie man es beim Betrachten der Tabelle erwarten konnte. Christian Rohrbach machte mit zwei Gewaltwürfen da weiter, wo er gegen Landshut aufgehört hatte und auch Thommy Hartmann zeigte seinem Gegenspieler erst mal die Hacken. Bis zum 5:2 des Gastgebers brauchten die Eggenfelder, bis sie die Strapazen der langen Anreise verdaut hatten. Doch dann zeigte der Paraderückraum der Niederbayern mit den Gebrüdern Halbinger und dem beweglichen Alexander Scheff, dass zumindest dieser Mannschaftsteil der Gäste landesligatauglich ist. Einige Abwehrrecken der Sulzbacher sahen dabei mehr als unglücklich aus und so war es allein Thorsten Güthe zu verdanken, dass die Eggenfelder nur den Anschlusstreffer zum 10:9 schafften. Der Nachwuchskeeper, der den verhinderten Zdenek Vojtech vertrat, nutzte seine Chance und wurde zum besten Spieler seines Teams. Da zum Ende der ersten Halbzeit die Gastgeber wieder besser ins Spiel fanden, konnte man den Vorsprung wieder etwas ausbauen und ging mit 14:11-Toren in die Pause.

Leider lief es auch in der zweiten Halbzeit nicht besser. Da Christian Rohrbach bereits nach zwanzig Minuten zwei Strafzeiten absitzen musste, konnte er nur noch sporadisch in der Abwehr eingesetzt werden. So fehlte dem Team der Abwehrchef, da auch Jürgen Brandt wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung stand. Ein Spielfluss konnte so natürlich nicht aufkommen und Tore erzielten die Herzogstädter nur durch Einzelaktionen. Wenigstens Petr Soukup hatte einen guten Tag erwischt. Der Allrounder tauchte auf nahezu allen Positionen auf und hatte sein Visier meist richtig eingestellt. Vor allem seine Sicherheit bei Strafwürfen hielt die Gastgeber im Spiel. Trotzdem konnte man nicht vermeiden, dass die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste nach 45 Minuten erstmals den Ausgleich schafften (19:19). Nun wurde das Spiel zu einem echten Handballkrimi. Bis zum Stande von 24:23 wogte das Spiel hin und her und hätte Thorsten Güthe nicht einige hundertprozentigen Chancen der Gäste vereitelt, wäre das Match wohl endgültig gekippt. Den glücklichen Erfolg der Herzogstädter stellte dann Thilo Munker sicher, der mit zwei sehenswerten Toren auf Linksaußen den Endstand von 26:23 markierte.

Besonders sein letztes Tor, ein Dreher aus unmöglichen Winkel, war das Eintrittsgeld wert und relativierte die Aussage von Trainer Günter Ströhl nach dem Spiel, der resümierte: „ Eigentlich müsste man den Zuschauern nach dieser Leistung ihr Geld zurückzahlen“.Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Tore Sulzbach:

Soukup 8(3), Hartmann 6, Rohrbach 4, Waitz 2, Munker 2, Stauber 2, Gömmel 1, Andörfer M. 1

Bericht: cwh