Vor dem Spiel
"Launische Diva" zu Gast in der Kröte
Milbertshofen mit Licht und Schatten
Eine „launische Diva“ nennt man eine Mannschaft, bei der sich Licht und Schatten abwechseln. Eine solche ist am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause zu Gast bei den Sulzbacher Handballern. Der TSV Milbertshofen tritt am Sonntag um 16.30 Uhr in der Krötenseeschule bei der Gömmel-Truppe an und wird den Herzogstädtern sicherlich einiges Kopfzerbrechen bereiten.
Der Quereinsteiger aus der Landesliga Süd (letzte Saison 6. Platz) liegt zwar als Tabellenachter ein paar Plätze hinter den Gastgebern, doch einige Ergebnisse aus der Vorrunde lassen die Experten aufhorchen. Besonders der 28:27-Erfolg in Winkelhaid, wo die Sulzbacher letzte Woche noch verloren, zeigt, dass die junge Truppe aus der Landeshauptstadt viel besser spielen kann, als es der Tabellenstand derzeit aussagt. Doch noch fehlt die Konstanz im Team von Spielertrainer Fabian Humbug. Den Glanzvorstellungen folgten meist unnötige Niederlagen gegen schwächere Gegner und so brauchen die Milbertshofener weiterhin jeden Zähler, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Einen wichtigen Schritt ins gesicherte Mittelfeld machte das Team am letzten Samstag, als man im Münchner Derby den FC Bayern glatt mit 27:23 besiegen konnte. Dem Gesetz der Serie müsste nun mal wieder ein schwächeres Spiel folgen, was den Herzogstädtern nur recht wäre.
Für die Mannschaft von Trainer Ingo Gömmel gilt es den Schock des unglücklich verloren Spiels in Winkelhaid abzuhaken. Vor eigenem Publikum in der immer gut besuchten Krötenseehalle will man noch einmal eine überzeugende Leistung bieten, um dann in die verdiente Pause zu gehen. Doch der Erfolg kann wieder einmal nur über bedingungslosen Einsatz erreicht werden. Körperlich ist die Mannschaft immer noch auf einem guten Level, auch weil man eine starke Bank hat und so den Leistungsträgern die nötigen Pausen gönnen konnte. Trainer Gömmel darf einmal mehr auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und so firmiert der Gastgeber durchaus als Favorit in diesem Spiel. Gespannt darf man sein, wie der Rückraum, der zuletzt etwas in der Kritik stand, auftrumpfen wird. Wenn Waitz und Co. sich wieder treffsicher zeigen ist der Sulzbacher Angriff kaum zu stoppen, denn auf die Flügelzange Hartmann und Forster ist sowieso Verlass und hinten lassen die beiden Hexer von Borstel und Vojtech in der Regel nichts anbrennen.
HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech, im Tor; Munker, Piller, Braun, Englhard, Rohrbach, Andörfer, Kellner, Hartmann, Waitz, Schmidt, Forster
Bericht: cwh
