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Saison 2006/2007
Sonntag, 10. Dezember 200616:30 Uhr

Herren IgegenTSV Milbertshofen

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TSV Milbertshofen

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

"Launische Diva" zu Gast in der Kröte

Milbertshofen mit Licht und Schatten

Eine „launische Diva“ nennt man eine Mannschaft, bei der sich Licht und Schatten abwechseln. Eine solche ist am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause zu Gast bei den Sulzbacher Handballern. Der TSV Milbertshofen tritt am Sonntag um 16.30 Uhr in der Krötenseeschule bei der Gömmel-Truppe an und wird den Herzogstädtern sicherlich einiges Kopfzerbrechen bereiten.

Der Quereinsteiger aus der Landesliga Süd (letzte Saison 6. Platz) liegt zwar als Tabellenachter ein paar Plätze hinter den Gastgebern, doch einige Ergebnisse aus der Vorrunde lassen die Experten aufhorchen. Besonders der 28:27-Erfolg in Winkelhaid, wo die Sulzbacher letzte Woche noch verloren, zeigt, dass die junge Truppe aus der Landeshauptstadt viel besser spielen kann, als es der Tabellenstand derzeit aussagt. Doch noch fehlt die Konstanz im Team von Spielertrainer Fabian Humbug. Den Glanzvorstellungen folgten meist unnötige Niederlagen gegen schwächere Gegner und so brauchen die Milbertshofener weiterhin jeden Zähler, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten. Einen wichtigen Schritt ins gesicherte Mittelfeld machte das Team am letzten Samstag, als man im Münchner Derby den FC Bayern glatt mit 27:23 besiegen konnte. Dem Gesetz der Serie müsste nun mal wieder ein schwächeres Spiel folgen, was den Herzogstädtern nur recht wäre.

Für die Mannschaft von Trainer Ingo Gömmel gilt es den Schock des unglücklich verloren Spiels in Winkelhaid abzuhaken. Vor eigenem Publikum in der immer gut besuchten Krötenseehalle will man noch einmal eine überzeugende Leistung bieten, um dann in die verdiente Pause zu gehen. Doch der Erfolg kann wieder einmal nur über bedingungslosen Einsatz erreicht werden. Körperlich ist die Mannschaft immer noch auf einem guten Level, auch weil man eine starke Bank hat und so den Leistungsträgern die nötigen Pausen gönnen konnte. Trainer Gömmel darf einmal mehr auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und so firmiert der Gastgeber durchaus als Favorit in diesem Spiel. Gespannt darf man sein, wie der Rückraum, der zuletzt etwas in der Kritik stand, auftrumpfen wird. Wenn Waitz und Co. sich wieder treffsicher zeigen ist der Sulzbacher Angriff kaum zu stoppen, denn auf die Flügelzange Hartmann und Forster ist sowieso Verlass und hinten lassen die beiden Hexer von Borstel und Vojtech in der Regel nichts anbrennen.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech, im Tor; Munker, Piller, Braun, Englhard, Rohrbach, Andörfer, Kellner, Hartmann, Waitz, Schmidt, Forster

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Schon wieder ein Krimi in der Kröte

HCS und MIL trennen sich verdient mit einem 34:34-Remis

Zum Vorrundenfinale hätte man von zwei Teams, die im gesicherten Mittelfeld der Landesliga liegen, ein gemütliches Handballspiel mit einigen technischen Finessen erwarten können. Doch die Gäste aus Milbertshofen und auch die Herzogstädter hatten damit nichts am Hut. 60 Minuten Kampf, ein knüppelhartes Spiel und ein Herzschlagfinale, so verlief die Partie, die mit dem 34:34-Endstand verdientermaßen unentschieden ausging.

Nur ein paar Minuten (2:2) dauerte es, bis die Show begann. Nach dem Ausfall des Milbertshofeners Jens Brunner nach einem unschönen Foul, machte sich bei den Gästen eine „Jetzt erst Recht-Mentalität“ breit. Binnen kurzer Zeit zogen die Münchner auf 10:4 davon. In dieser Phase standen die Gastgeber wie das Kaninchen vor der Schlange und hatten aber auch gar nichts dagegen zu setzen. Erst als Zdenek Vojtech den ersten Ball des Gegners hielt, wachten die Sulzbacher auf. Vielleicht wurde ihnen auch bewusst, dass man vor so einer grandiosen Kulisse, mehr als 500 Fans hatten den Weg in die Krötenseeschule gefunden, nicht sang- und klanglos untergehen darf. Besonders ein Akteur stemmte sich vehement gegen die drohende Pleite. Alexander Kellner übernahm Verantwortung und avancierte zum Helden des Spiels. Seine Treffer und die Paraden des Tschechen im Sulzbacher Tor, brachten die Mannschaft von Traner Gömmel wieder heran (11:11). Nun profitierte man auch von der harten Gangart der Gäste, die sich in dieser Phase einige Zeitstrafen gönnten. Erst zum Ende der ersten Halbzeit besannen sich die Milbertshofener wieder auf ihr technisch und taktisch starkes Spiel und legten bis zur Pause wieder einen Treffer vor (13:14).

War die erste Halbzeit von zwei unterschiedlichen Phasen geprägt, in der jeweils ein Team dominierte, wurde das Match nach der Pause zu einem echten Krimi. Kein Team konnte sich mehr absetzen, da starken Phasen meist eine dumme Zeitstrafe wegen unnötiger Härte, oder einer noch unnötigeren Bemerkung an den Schiedsrichter folgte. Für die Tore der Gastgeber sorgten nun vor allem die beiden wurfgewaltigen Rückraumschützen Braun und Waitz, während die Abwehr der Herzogstädter den starken Münchner Gunnar Schoebel nicht in den Griff bekam. Doch Torhüter Max von Borstel, der in der zweiten Halbzeit ebenso stark hielt wie sein Vorgänger, verhinderte eine frühe Entscheidung. Trotzdem schien sich Fortuna auf die Seite der Gäste zu schlagen, die eine der vielen Überzahlsituationen zur 34:32-Führung nutzten.

Was folgte war aber ein Showdown, den Alfred Hitchcock nicht besser hätte inszenieren können. Basti Braun schaffte mit einem Gewaltwurf den Anschlusstreffer. Die letzten Sekunden wollten die Gäste herunterspielen, doch es wurde Zeitspiel gepfiffen. Nun waren nur noch zwei Sekunden zu spielen und die Herzogstädter erhielten einen Freiwurf. Jeder dachte nun an einen Schlagwurf von Sebastian Piller, doch der setzte Alexander Kellner mit einem blitzsauberen Kempatrick auf Linksaußen ein, den der schon erwähnte Held des Spiels mit dem Schlusspfiff verwandelte.

Diese tolle Aktion machte das verdiente 34:34-Remis perfekt, doch es darf nicht über einige schwache Phasen der Mannschaft hinweg täuschen. Hier müssen bis zum Beginn der Rückrunde noch einige Hausaufgaben gemacht werden.

HC Sulzbach: Braun 9(5), Kellner 7, Waitz 6, Hartmann 5, Piller 2, Munker 2, Andörfer 1, Stauber 1, Englhard 1, Forster, Schmidt; Von Borstel, Vojtech (Tor);

Bericht: cwh