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Saison 2008/2009
Samstag, 04. Oktober 200820:00 Uhr

TV GerolzhofengegenHerren I

Heim

TV Gerolzhofen

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Der nächste dicke Brocken heißt TV Gerolzhofen

Herzogstädter zu Gast bei Shootingstar der Liga

Die Aufgaben für die Sulzbacher Handballer in der neuen Landesliga Nord werden nicht einfacher. Nachdem man zu Beginn mit dem Bayernligaabsteiger Forchheim und dem Topfavoriten Coburg schon zwei dicke Brocken vorgesetzt bekam, müssen die Herzogstädter nun zu der Mannschaft reisen, die zur Zeit die Liga am meisten aufmischt. Am Samstagabend um 20.00 Uhr sind die Sulzbacher zu Gast beim TV Gerolzhofen im Schulzentrum Nord in der Georg-Schäfer-Straße.

Die Unterfranken sind das Überraschungsteam der noch jungen Saison. Zwar zählte man als Tabellendritter der letzten Spielrunde nicht gerade zu den Abstiegskandidaten, doch der Superstart mit zwei Siegen war so nicht unbedingt zu erwarten. Besonders der 33:30-Erfolg gegen den Bayernligaabsteiger TSV Rothenburg ließ die Experten aufhorchen, aber auch der 30:28-Auswärtssieg bei den heimstarken Auerbachern zeigt, in welch toller Frühform sich die Gerolzhofener schon befinden. Trainer Stephan Dinkel hat in der Vorbereitung anscheinend ganze Arbeit geleistet und eine sehr ausgeglichene und kampfstarke Truppe geformt. In den letzten Partien ragte aus der homogenen Mannschaft vor allem Torjäger David Brand heraus, der auch vom Siebenmeterpunkt fast fehlerlos agiert. Aber auch alle anderen Akteure der Franken zeigen permanent ihre Klasse und so müssen sich Gastgeber Wohl oder Übel mit der Favoritenrolle auseinander setzen.

Etwas durchwachsener war der Saisonstart der Herzogstädter. Der vermeidbaren Niederlage in Forchheim folgte eine katastrophale erste Halbzeit gegen die Zweitligareserve des HSC Coburg. Erst die tolle zweite Hälfte diese Spiels mit dem hart erkämpften Punkt gegen den Meisterschaftskandidaten Nr. 1 zeigte die wahre Leistungsfähigkeit der Gömmel-Truppe. Mit dieser Einstellung und dem gleichen Kampfgeist muss auch das Match in Gerolzhofen begonnen werden. Nochmals sollte man die ersten Minuten des Spiels nicht verschlafen, denn ein Gewaltakt wie letzte Woche ist wohl nur in der Sulzbacher Realschulhalle möglich. So hofft der Coach, dass endlich einmal alle Spieler ihre Topform erreichen, denn außer bei Michael Waitz ist bei allen Herzogstädtern sicher noch Luft nach oben.

Helfen könnte dabei der zuletzt permanent beruflich verhinderte Christoph Baumgärtel. Seine Athletik würde besonders der Abwehr gut tun. Zum Glück sind wenigstens alle anderen Aktiven fit und unverletzt und so erhoffen sich die Sulzbacher auch als Außenseiter den einen oder anderen Punkt beim TV Gerolzhofen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Baumgärtel, Waitz, Braun, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Herzogstädter kommen in Gerolzhofen mit 27:40 unter die Räder

Ein Festival der technischen Fehler

Die Sulzbacher Handballer sind in ihrer neuen Umgebung, der Landesliga Nord, noch nicht angekommen. Nach dem Punktgewinn gegen Coburg hatte man noch auf Besserung gehofft, doch eine starke Gerolzhofener Mannschaft riss die Herzogstädter schnell aus ihren Träumen. Mit 40:27 Toren kam man bei den Unterfranken unter die Räder, was einerseits an der engagierten Leistung der Gastgeber lag, aber vor allem an der eigenen miserablen Vorstellung, für die es keine Entschuldigung gibt.

Nur 15 Minuten war man der Heimmannschaft ein ebenbürtiger Gegner. 8:8 stand es zu diesem Zeitpunkt und die Sulzbacher Fans freuten sich über eine starke Vorstellung des jungen Neuzugangs Torsten Artz, der am Ende auch mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze der Herzogstädter war. Ein Zwischenspurt der Gastgeber zum 8:11 reichte dann aber, um aus den Sulzbachern eine Ansammlung von Nervenbündeln zu machen. Die spielerische Linie ging völlig verloren. Jeder Spieler meinte nun durch Einzelaktionen schnell den Rückstand aufholen zu müssen, was in einem Festival der technischen Fehler mündete. So war es für die Franken ein leichtes den Vorsprung bis zur Pause auf 20:13 auszubauen, denn sie wurden von den völlig verunsicherten Sulzbachern gerade dazu eingeladen. Da gilt als Entschuldigung auch nicht das Fehlen der Stammkräfte Hartmann und Baumgärtel, oder die schnelle Rote Karte von Sebastian Braun, der schon in der 25. Minute mit drei Zeitstrafen vom Feld musste, denn ohne Motivation und Siegeswille kann man gegen eine gegnerische Mannschaft, die auf Hochtouren läuft, einfach nicht bestehen.

In der Halbzeit versuchte Trainer Ingo Gömmel sein Team noch einmal aufzubauen, immerhin hatte man es schon öfter geschafft einen so deutlichen Rückstand aufzuholen. Eine zeitlang sah es auch nach Besserung aus, denn der Rückstand wurde auf 19:23 verkürzt. Doch damit hatten die Herzogstädter ihr Pulver an diesem Tage schon verschossen. Nun übertraf man sich wieder beim Auslassen von Chancen und versuchte einen neuen Rekord an technischen Fehlern aufzustellen. Die ausgeschlafenen Gerolzhofener erhöhten wieder das Tempo und spielten die Gäste nach allen Regeln der Kunst an die Wand. Mit 40:27 endete das Debakel für die Gömmel-Truppe.

Bezeichnenderweise gab es einzig für die jungen Akteure Torsten Artz, Stefan Ströhl und den Debütanten Martin Burkhardt gute Noten von Manager Werner Kandziora. Zu dem rabenschwarzen Tag passte es dann auch noch, dass sich Peter Englhard in der letzten Minute schwer im Gesicht verletzte und nun wohl für mehrere Wochen ausfallen wird.

Jetzt heißt es für Trainer und Mannschaft Ursachenforschung zu betreiben, denn in den nächsten Wochen warten weitere schwere Gegner auf die Herzogstädter. Da muss das Team endlich einmal sein Herz in beide Hände nehmen und den Handball zeigen, den es normalerweise auch spielen kann.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Artz 6, Moritz 4, Forster 3, Braun 3, Waitz 2, Munker 2, Stauber 2, Ströhl 2, Andörfer 1, Burkhardt 1, Nachtman 1(1), Englhard

Bericht: cwh