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Saison 2005/2006
Samstag, 04. Februar 200616:30 Uhr

Herren IgegenASV Dachau

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

ASV Dachau

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

ASV Dachau will Miniserie verteidigen

Doch auch die Herzogstädter haben zwei gute Gründe zu punkten

Gute Gründe gibt es für einen Sieg der Sulzbacher Handballer im Heimspiel am Samstag gegen den ASV Dachau. Erstens gilt es die 23:24-Vorrundenniederlage gegen die Oberbayern wett zu machen und zweitens will man die Fans nach der schwachen Vorstellung letzten Sonntag in Freising versöhnen. So darf man um 16.30 Uhr in der Realschulhalle eine hoch motivierte Sulzbacher Mannschaft erwarten.

Doch auch der Gast aus Dachau will sich nicht kampflos geschlagen geben, denn die Münchner Vorstädter haben nach zwei Siegen in Folge den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen hergestellt. Nur noch drei Punkte trennen sie vom rettenden 9. Platz und die Tendenz geht steil nach oben. Dies kommt nicht von ungefähr, denn mit Tobias Steinberger steht Trainer Wolfgang Deich ein wurfgewaltiger Schütze zur Verfügung, der die ganze Vorrunde wegen eines Auslandsaufenthalts gefehlt hatte. Zusammen mit Torjäger Christian Guggenberger bildet er ein brandgefährliches Duo, das den Sulzbacher Abwehrspezialisten einiges abverlangen wird. Gestützt auf den 27:26-Überraschungserfolg gegen Freising und den 27:21-Pflichtsieg gegen Tabellenschlusslicht Altenerding kommen die Dachauer mit breiter Brust in die Oberpfalz und werden ihre Miniserie mit allen Mitteln verteidigen.

In Sulzbach hofft Trainer Ingo Gömmel, dass sich die Individualisten im Team endlich einmal als Mannschaft präsentieren. Nicht förderlich dabei ist aber der Ausfall von Spielmacher Peter Andörfer, der nach einer erneuten Knieverletzung diese Saison wohl nicht mehr eingreifen wird. Da auch Alex Kellner noch einige Wochen ausfällt, darf sich wohl die Freising-Truppe komplett rehabilitieren. Wenigstens auf Michael Andörfer kann der Coach wieder zurückgreifen, der besonders die Abwehr stabilisieren soll. Da wären wir auch schon bei der Problemregion der Herzogstädter. Während das Team im Angriff immer für ausreichend Tore gut ist, werden die Spiele in der Abwehr verloren. Doch ein funktionierendes System kann man nach drei Wochen Training auch noch nicht voraussetzen. Hier muss viel Geduld für die Zukunft investiert werden. So wird wieder viel von der Treffsicherheit der Rückraumschützen Schuh und Braun abhängen, die aber nicht vergessen sollten, dass sie mit Hartmann und Stauber zwei erfahrene Außenspieler haben, die auch mitspielen wollen. Heiß auf seinen ersten Auftritt zu Hause ist auch Neuzugang Sebastian Piller, der viel mehr kann, als er in Freising zeigen konnte.

TV Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Brandt, Hartmann, Stauber, Schuh, Braun, Soukop, Piller, Englhard, Andörfer M.

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Kämpferische Dachauer entführen Punkt aus der Herzogstadt

26:26-Unentschieden das gerechte Ergebnis in einem Spiel mit hohen Unterhaltungswert

War das nun ein Punktgewinn, oder ein Punktverlust, fragten sich die Fans nach dem spannenden Heimspiel zwischen den Sulzbacher Handballern und dem ASV Dachau. Auf alle Fälle war das 26:26-Remis am Ende die gerechteste Lösung, denn beide Teams hatten sich durch ihren Kampfgeist den Zähler verdient.

Angesichts des Tabellenstandes hatte man zwar einen Sieg der Herzogstädter erwarten können, doch die lange Liste der Verletzten und Kranken verhinderte den Erfolg. Ohne die weiterhin verletzten Andörfer-Brüder, Alex Kellner und dem an Grippe erkrankten Petr Soukup taten sich die Gastgeber schon zu Beginn des Spiels recht schwer. Die wurfgewaltigen Rückraumschützen Guggenberger und Steinberger rissen immer wieder Lücken in den Abwehrverband und so lag der ASV immer ein bis zwei Tore zurück. Da half auch nicht, dass Sebastian Piller ein starkes Heimdebuet feierte und diesmal der erfolgreichste Torschütze der Herzogstädter war. Immer wieder wurde die Aufholjagd der Sulzbacher durch technische Fehler erschwert, die gewürzt mit einer ganzen Reihe von Zeitstrafen für die knappe Halbzeitführung der Oberbayern verantwortlich war.

Auch nach der Pause brauchten die Sulzbacher lange, bis sie endlich besser ins Spiel fanden. Erst Mitte der zweiten Hälfte gelang erstmals die umjubelte Führung durch einen schnellen Gegenstoß vom starken Thomas Hartmann. Nun hatte die Mannschaft ihre beste Phase und ging zeitweilig mit drei Toren (20:17) in Führung. Besonders die beiden Reservisten Thomas Renner und Eduard Wertmiller konnten das in ihnen gesetzte Vertrauen rechtfertigen. Letzterer bildete zusammen mit Sebastian Miller auf der linken Angriffsseite ein gefährliches Duo und empfahl sich durchaus für weitere Auftritte in der Ersten.

Doch die Dachauer zeigten sich kämpferisch und bekamen in der Schlussphase die Partie wieder besser in den Griff. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzte der Gast wieder auf ein Tor und das Spiel wurde zu einem echten Krimi. Nachdem die Herzogstädter mit einem Strafwurf am guten gegnerischen Torhüter Herzinger scheiterten gelang den Oberbayern kurz vor Schluss der Ausgleich. Verbissen kämpften sie nun um den Punktgewinn und nahmen dabei zwei Zeitstrafen in Kauf. Acht Sekunden vor Spielende hatte der HCS nochmals die Chance zum Sieg als man mit 6 gegen 4 in Ballbesitz war, doch der letzte entscheidende Pass ging daneben und so blieb es beim verdienten 26:26-Unentschieden.

Tore Sulzbach: Piller 5, Hartmann 5, Wertmiller 4, Schuh 4, Brandt 2, Munker 2, Renner 2, Stauber 1, Braun 1(1)

Bericht: cwh