Vor dem Spiel
ASV Dachau will Miniserie verteidigen
Doch auch die Herzogstädter haben zwei gute Gründe zu punkten
Gute Gründe gibt es für einen Sieg der Sulzbacher Handballer im Heimspiel am Samstag gegen den ASV Dachau. Erstens gilt es die 23:24-Vorrundenniederlage gegen die Oberbayern wett zu machen und zweitens will man die Fans nach der schwachen Vorstellung letzten Sonntag in Freising versöhnen. So darf man um 16.30 Uhr in der Realschulhalle eine hoch motivierte Sulzbacher Mannschaft erwarten.
Doch auch der Gast aus Dachau will sich nicht kampflos geschlagen geben, denn die Münchner Vorstädter haben nach zwei Siegen in Folge den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen hergestellt. Nur noch drei Punkte trennen sie vom rettenden 9. Platz und die Tendenz geht steil nach oben. Dies kommt nicht von ungefähr, denn mit Tobias Steinberger steht Trainer Wolfgang Deich ein wurfgewaltiger Schütze zur Verfügung, der die ganze Vorrunde wegen eines Auslandsaufenthalts gefehlt hatte. Zusammen mit Torjäger Christian Guggenberger bildet er ein brandgefährliches Duo, das den Sulzbacher Abwehrspezialisten einiges abverlangen wird. Gestützt auf den 27:26-Überraschungserfolg gegen Freising und den 27:21-Pflichtsieg gegen Tabellenschlusslicht Altenerding kommen die Dachauer mit breiter Brust in die Oberpfalz und werden ihre Miniserie mit allen Mitteln verteidigen.
In Sulzbach hofft Trainer Ingo Gömmel, dass sich die Individualisten im Team endlich einmal als Mannschaft präsentieren. Nicht förderlich dabei ist aber der Ausfall von Spielmacher Peter Andörfer, der nach einer erneuten Knieverletzung diese Saison wohl nicht mehr eingreifen wird. Da auch Alex Kellner noch einige Wochen ausfällt, darf sich wohl die Freising-Truppe komplett rehabilitieren. Wenigstens auf Michael Andörfer kann der Coach wieder zurückgreifen, der besonders die Abwehr stabilisieren soll. Da wären wir auch schon bei der Problemregion der Herzogstädter. Während das Team im Angriff immer für ausreichend Tore gut ist, werden die Spiele in der Abwehr verloren. Doch ein funktionierendes System kann man nach drei Wochen Training auch noch nicht voraussetzen. Hier muss viel Geduld für die Zukunft investiert werden. So wird wieder viel von der Treffsicherheit der Rückraumschützen Schuh und Braun abhängen, die aber nicht vergessen sollten, dass sie mit Hartmann und Stauber zwei erfahrene Außenspieler haben, die auch mitspielen wollen. Heiß auf seinen ersten Auftritt zu Hause ist auch Neuzugang Sebastian Piller, der viel mehr kann, als er in Freising zeigen konnte.
TV Sulzbach: Vojtech, Güthe (Tor); Munker, Brandt, Hartmann, Stauber, Schuh, Braun, Soukop, Piller, Englhard, Andörfer M.
Bericht: cwh
