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Saison 2010/2011
Samstag, 15. Januar 201116:30 Uhr

Herren IgegenTV Etwashausen

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

TV Etwashausen

Spielort

Realschule

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Der Herbstmeister startet in die Rückrunde

Gegen den TV Etwashausen ist ein Heimsieg Pflicht

Am Samstag um 16.30 Uhr beginnt mit dem Spiel gegen den TV Etwashausen in der Realschulhalle die Rückrunde der Landesliga Nord für die Sulzbacher Handballer. Der Herbstmeister aus der Herzogstadt hofft, dass er seine Form über die Weihnachtsferien gerettet hat und geht als hoher Favorit in die Partie gegen den Aufsteiger aus Unterfranken.

Nach der fantastischen Hinrunde gilt es erst einmal ein Resümee zu ziehen und die Situation in der Liga zu analysieren. Die Sulzbacher stehen für alle Experten doch etwas überraschend ganz oben, doch die Oberpfälzer gönnten sich nur einen Aussetzer im Spiel in Coburg, während die viel höher gesetzten Teams aus Coburg, Partenstein und Waldbüttelbrunn mehrmals schwächelten und nun verlorenen Boden gut machen müssen. Ein Fragezeichen steht dabei hinter den lange führenden Partensteinern, die nach dem Verlust ihres Superstars Josef Szentgyörgyi wohl nicht mehr zum Favoritenkreis zu zählen sind. Dafür hat sich mit dem TV Roßtal ein weiteres Team in der Spitze etabliert, das man da eigentlich nicht erwartet hatte. Auf Platz sechs beginnt mit dem TV Helmbrechts das sehr dünne Mittelfeld der Liga, das eigentlich nur noch aus dem ASV Cham und dem TV Münchberg besteht. Danach beginnt bereits die akute Abstiegszone, wo die Teams aus Stadeln, Gerolzhofen, Erlangen-Bruck und Etwashausen ums Überleben kämpfen. Abhaken kann wohl schon die SSG Metten die Liga. Das Schlusslicht aus Niederbayern hat nur ganze zwei Punkte gesammelt und wird wohl schon für die BOL planen.

Das Spiel am Samstag birgt also einige Brisanz, denn die Gäste aus Franken haben am letzten Spieltag der Hinrunde das wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Stadeln glatt mit 33:23 verloren und bräuchten so dringend ein paar überraschende Punkte auf dem Konto. Das Hinspiel in Unterfranken, das die Munoz-Truppe klar mit 26:17 gegen den HC verlor, gibt aber kaum Hoffnung für eine Sensation, denn der Aufsteiger hatte damals nicht den Hauch einer Chance.

So macht dem Trainer der Herzogstädter, Christian Rohrbach, wohl nur die wie immer viel zu kurze Vorbereitungszeit etwas Kopfzerbrechen. Da die Urlauber Waitz und Englhard wieder im Lande weilen, kann der Coach auf einen gut gefüllten Kader hoffen, dem ein Blick auf die Tabelle die nötige Motivation verschaffen sollte. Wenn das Team die Sache mit der nötigen Konzentration angeht, dürfte der TV Etwashausen genau der richtige Aufbaugegner nach den handballlosen Wochen sein. Daran könnte wohl nur die eigene Selbstüberschätzung etwas ändern, aber dem wird der kritische Trainer schon entgegen wirken.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Smolik, Moritz, Forster, Ströhl, Wertmiller, Burkhardt, Krizek, Braun, Waitz, Englhardt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Holpriger 35:28-Erfolg beim Rückrundenauftakt

Abstiegskandidat aus Etwashausen wehrt sich verbissen

Die Sulzbacher Handballer starteten mit einem 35:28-Heimsieg gegen den TV Etwashausen in die Rückrunde der Landesliga Nord. Was auf dem Papier wie eine standesgemäße Pflichtaufgabe erscheint, war aber weit aufregender als es die nackten Zahlen andeuten. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein konnten die Unterfranken die Partie offen gestalten, ehe in der Schlussphase der Favorit doch noch alles klar machte.

Im tiefsten Winterschlaf schienen die Herzogstädter in den ersten Minuten des Spiels. Das Team glaubte wohl, dass der Tabellenvorletzte aus Etwashausen die Punkte auf dem Präsentierteller überreichen würde, doch die Franken waren hellwach und so stand es nach fünf Minuten 5:0 für die Gäste. Die spielten einen schnellen und technisch feinen Handball und nutzten im Gegensatz zu den noch nicht ausgeschlafenen Sulzbachern jede sich ergebende Chance. Mühsam musste sich der Favorit nun ins Spiel zurück kämpfen, was bis zur 21. Minute dauerte. Da gelang endlich der Ausgleich zum 9:9 nach einer Viertelstunde Handball auf sehr niedrigem Niveau. Nur die individuelle Klasse von Jiri Smolik und Thomas Hartmann brachte Gefahr vor dem Gästetor. Zumindest stand nun die Abwehr etwas besser, da Torhüter Zdenek Vojtech jetzt einige Bälle zu fassen bekam. Auch war nun der aus der Vorrunde bekannte Siegeswille der Gastgeber erwacht. Da spielte es auch keine große Rolle mehr, dass Kreisläufer Stefan Moritz nach einer überharten Aktion die rote Karte sah. Bis zur Pause bestimmte der HCS das Spiel und schaffte einen beruhigenden 15:11-Pausenstand.

Wer nun aber geglaubt hatte, das Spiel sei gelaufen, sah sich getäuscht. Die Gäste kämpften sich, vor allem über das schnelle Spiel über die Kreis- und Außenpositionen wieder zurück in die Partie und schafften beim Stande von 19:19 abermals den Ausgleich. Erst als Trainer Rohrbach die Abwehr noch offensiver aufstellte kam der Spielfluss der Franken ins Stoppen. Im Angriff der Herzogstädter kam nun auch Pavel Krizek ins Rollen, der mit sieben Feldtoren seine große Klasse zeigte. Gästetrainer Frank Munoz versuchte es jetzt mit einer doppelten Manndeckung gegen die beiden überragenden tschechischen Rückraumschützen in den Reihen der Sulzbacher, doch HC-Coach Christian Rohrbach hatte sofort eine Antwort parat. Er beorderte mit Thomas Hartmann und Eduard Wertmiller zwei Spieler in den Aufbau, die mit Cleverness und Dynamik die nun sehr offene Abwehr der Etwashausener auseinander nahmen. Beim Stande von 29:23 war dann die Partie auch endgültig gelaufen und die Herzogstädter konnten wieder einen Gang zurück schalten. Bis zu Endstand von 35:28 passierte dann auch nichts dramatisches mehr, doch die Partie hatte noch einen unrühmlichen Schlusspunkt. Drei Sekunden vor dem Ende des Spiels, das ja längst klar entschieden war, wurde Thomas Hartmann beim Versuch eines Kempatricks noch einmal böse im Sprung angegangen und landete unglücklich auf der Schulter. Warum der Gästeabwehrspieler hier noch einmal eine schwere Verletzung seines Gegenspielers in Kauf nahm, wird wohl nur er selbst wissen. Die Rote Karte war auf jedem Fall die logische Konsequenz.

Mit diesem Erfolg zum Rückrundenauftakt behaupten die Herzogstädter natürlich weiter die Spitzenposition der Liga, doch bedarf es in den nächsten Partien einer deutlich besseren Leistung, um diesen Platz auch zu verteidigen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Smolik 10(5), Krizek 7, Hartmann 6, Wertmiller 4, Forster 2, Burkhard 2, Ströhl 2, Braun 1, Moritz 1, Andörfer, Englhard

Bericht: cwh