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Saison 2010/2011
Freitag, 26. November 201020:15 Uhr

TV Erlangen-BruckgegenHerren I

Heim

TV Erlangen-Bruck

:

Noch kein Ergebnis

Gast

Herren I

Spielort

Halle noch nicht festgelegt

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Ostbayern-Derby beim TV Erlangen-Bruck

HCS ist Favorit bei den angeschlagenen Franken

Fast schon Klassiker sind die Begegnungen zwischen dem HC Sulzbach und den Bruckern aus Erlangen. Nach kurzer Pause – die Erlanger gönnten sich ein Jahr Bezirksoberliga – ist es nun wieder soweit. Am ungewohnten Freitagabend um 20.15 Uhr kreuzen die alten Rivalen wieder einmal die Klingen. Ort des Ostbayernderbys ist die Emmy-Noether-Halle in der Noether-Straße 49c in Erlangen. Diesmal scheinen alle Vorzeichen auf einen klaren Sieg des HC Sulzbach hinzuweisen, denn die Herzogstädter fahren als Tabellenzweiter zu den Bruckern, die als Tabellenneunter mit nur vier Pluspunkten einen viel zu engen Kontakt zu den Abstiegsrängen haben.

Dabei hatte es für den Aufsteiger so gut angefangen. Vor einem Jahr kam der erfahrene Coach Laszlo Ferencz vom Bayernligisten TSV Winkelhaid zu den Bruckern und brachte mit Dan Boescu und Tamas Kun gleich zwei Hochkaräter mit in die Universitätsstadt. So war der Aufstieg nur eine Formsache und auch die ersten Partien in der Landesliga wiesen auf eine ruhige Saison hin. Doch spätestens seit der Verletzung des Rumänen Boescu läuft es nicht mehr so richtig bei den Franken. Nach einer Reihe von knappen Niederlagen spitzte sich die Lage nach dem 16:32-Debakel im Derby beim MTV Stadeln zu und so waren die Ferencz-Schützlinge sicher froh über die Pause am letzten Pokal-Wochenende. Jetzt wollen die Brucker im Heimspiel gegen den HC Sulzbach wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden, denn ansonsten wird man die Abstiegszone so schnell nicht mehr verlassen.

Dem Sulzbacher Trainer Christian Rohrbach kam die Spielpause aus sportlicher Sicht nicht so gelegen, denn sein Team spielte zuletzt beim 31:21-Erfolg gegen Münchberg groß auf. Doch konnte der Coach die Lücke im Spielbetrieb zumindest privat nutzen. Wir gratulieren herzlich zur Vermählung. Doch die Konzentration gilt nun schon wieder der Partie bei den Franken, will man doch mit einem guten Gefühl in das Spitzenspiel eine Woche später gegen den Tabellenführer aus Partenstein gehen. Ein Ausrutscher gegen den Außenseiter aus Erlangen wäre fatal für die Psyche der Herzogstädter und so verlangt der Trainer von seinem Team das gleiche Engagement wie im Münchbergspiel. Da spielte sein Team, besonders in der Abwehr, nahe am Optimum. Torhüter Zdenek Vojtech nähert sich seiner Bestform und Neuzugang Pavel Krizek wird immer mehr zum Chef der Defensive. Im Angriff läuft es ja schon länger rund, denn hier hat der HCS viele gute Optionen. Einzig die Chancenauswertung ließ zuletzt etwas zu wünschen übrig. Besonders in fremden Hallen sollten die Jungs damit nicht so fahrlässig umgehen, denn das könnte sich bitter rächen.

Trotzdem fährt der HC Sulzbach mit breiter Brust nach Erlangen und hofft, dass die kurze Anreise auch einige Fans in die Medizin-Stadt lockt. Mit der gewohnten Heimspielatmosphäre im Rücken und der nötigen Motivation im Herzen kann dann eigentlich fast nichts mehr schief gehen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Waitz, Smolik, Englhard, Moritz, Forster, Ströhl, Braun, Wertmiller, Burkhardt, Krizek

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Knapp an der Blamage vorbei

HCS müht sich zu einem 28:27-Auswärtssieg bei Erlangen-Bruck

Knapp an der Blamage vorbei geschlittert sind die Sulzbacher Handballer am Freitagabend beim TV Erlangen-Bruck. Es brauchte schon einen Kraftakt in den letzten Minuten und die Hilfe der mitgereisten Fans, um den Außenseiter aus der Frankenmetropole mit 28:27 Toren nieder zu halten. In einer Partie, die müde begann, sich aber in der zweiten Hälfte zu einem Derby-Krimi entwickelte, hatten die Herzogstädter am Ende das nötige Quentchen Glück, das eine Spitzenmannschaft auszeichnet.

Wie ein Spitzenteam trat der Tabellenzweite aber zunächst nicht auf. Ganze drei Treffer schafften die Gäste in der ersten Viertelstunde und lagen dennoch in Führung, weil die Gastgeber die Anfangsphase völlig verschliefen. Erst in der fünfzehnten Minute gelang den Bruckern der erste Treffer gegen eine Sulzbacher Mannschaft, die mehr mit den widrigen Umständen haderte, als sich auf das zu konzentrieren, was ihr der Coach vorgegeben hatte. Auch der Ausfall des kranken Torhüters Zdenek Vojtech und der beruflich verhinderten Peter Andörfer und Stefan Moritz kann nicht als Entschuldigung gelten, denn es fehlte vor allem an der nötigen Einstellung der verbliebenen Akteure. Trainer Christian Rohrbach bemängelte nach der Partie das fehlende Feuer im Spiel seiner Mannschaft und so plätscherte die Partie bis zur Pause so dahin. Die Brucker kamen über ihren Hauptangreifer Martin Noppenberger nun ebenfalls zu Treffern und da von den hoch gelobten Sulzbacher Rückraumschützen nur Michael Waitz dieses Prädikat verdiente, stand es zur Pause nur noch 11:10 für den Favoriten aus der Herzogstadt.

Nach der Halbzeit wurde die Partie zwar nicht besser, aber immerhin spannender. Da nun auch noch Pavel Krizek mit einer Knieverletzung ausfiel, mussten es die Spieler aus der zweiten Reihe richten. Hier konnte sich besonders Edu Wertmiller mit einer starken Leistung in der Abwehr und auch als Torschütze profilieren. Doch absetzen konnten sich die Gäste nun nicht mehr. Die drohende Blamage legte die Nerven der Spieler frei, die nun reihenweise am gegnerischen Torhüter scheiterten. Nach einer nicht unberechtigten roten Karte an Sebastian Braun schrumpfte der Kader noch einmal bedenklich zusammen und so durften auch Oliver Ott und Andi Hausner aus der Reserve helfen, die Partie bis zum Ende offen zu halten. Die letzten Minuten dann eine reine Nervensache. 25:23 führte der Gastgeber, doch nun erwachte der Kampfgeist der Herzogstädter. Angefeuert von den phantastischen Sulzbacher Fans musste es nun der Kapitän richten. Thommy Hartmann übernahm Verantwortung und drehte die Partie, obwohl er kurz zuvor noch zweimal frei vor dem Tor gescheitert war. Das letzte Highlight setzte dann Torhüter Thorsten Güthe, dessen linkes Bein den Ausgleichsversuch zehn Sekunden vor Spielende vereitelte.

So hatten die Fans, die zuvor durch die Hölle mussten, doch noch etwas zu feiern. Trainer Rohrbach resümierte ziemlich angeschlagen nach der Partie einen sehr glücklichen Sieg seiner Rumpfmannschaft und hofft darauf, dass sich seine Schützlinge das Feuer für die nächste Partie gegen den Tabellenführer aus Partenstein aufgehoben haben.

HC Sulzbach: Steiner, Güthe (Tor); Waitz 7, Hartmann 5, Braun 4(3), Ströhl 3, Wertmiller 3, Forster 2, Smolik 2(1), Krizek 1, Burkhard 1, Englhard, Hausner, Ott

Bericht: cwh