Vor dem Spiel
HCS gegen Topteam aus Waldbüttelbrunn
Sulzbach braucht ein gutes Spiel gegen den hohen Favoriten
Das Spiel heißt Einer aus Sieben und hat nichts mit einem gemütlichen Gesellschaftsspiel zu tun, sondern beschreibt den spannenden Kampf um den 11. Tabellenplatz der Bayernliga der von den Vereinen so unbeliebt ist. Während der direkte Abstieg und die Meisterschaft ja längst entschieden sind, bleibt das Gerangel im Mittelfeld das Salz in der Suppe der Liga.
Nach der zwar erwarteten, aber doch in der Höhe etwas bedenklichen Niederlage in Bayreuth benötigen die Sulzbacher Handballer eigentlich dringend wieder einmal ein paar Punkte, doch der Gast am Samstagnachmittag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle ist dafür so gar nicht prädestiniert. Zu Gast ist die DJK Waldbüttelbrunn, die sich bis vor drei Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem SV Auerbach um die Meisterschaft geliefert hat. Nach der Heimniederlage gegen Bayreuth und dem ebenfalls verlorenen Endspiel in Auerbach mussten die Unterfranken aber abreißen lassen und liegen nun vier Zähler hinter dem Tabellenführer. Auch wenn die Luft vielleicht etwas raus ist aus der Mannschaft, sollte die Klasse der „Sumpfler“ im Normalfall genügen gegen den Gastgeber aus der Herzogstadt, denn die Gäste verfügen über einen ausgeglichenen und breiten Kader, der dem HCS schon im Hinspiel, nach ordentlicher 1. Halbzeit, das Genick gebrochen hatte. Auffälligster Akteur im Team von Trainer Karoly Kovacs ist dabei der ungarische Torhüter Matjas Varga, der den Hauptanteil daran hat, dass sich die Unterfranken mit der besten Abwehr der Liga schmücken dürfen.
Davon waren die Gastgeber aus der Oberpfalz in der letzten Partie meilenweit entfernt. Doch auch nach der Pleite von Bayreuth gibt es noch Hoffnung im Sulzbacher Lager, denn besonders in eigener Halle sind die Jungs von Trainer Pavel Krizek meist ein paar Klassen besser als in fremden Hallen. Darauf baut auch der Coach, der es hoffentlich geschafft hat seinen Akteuren das nötige Selbstvertrauen wieder zurück zu geben. Auch wenn die Gewinnchancen am Samstag wohl eher gering sind, müssen die Jungs aus der Bergstadt versuchen mit einer positiven Stimmung aus der Partie zu gehen. Dazu reicht notfalls auch eine beherzte Leistung gegen den hohen Favoriten. Die entscheidenden Spiele gegen Teams auf Augenhöhe kommen erst in den nächsten Wochen und da muss man vor allem physisch in einer Topverfassung sein.
Die treuen Fans können dabei mithelfen, denn mit solcher Unterstützung spielt es sich dann doch etwas einfacher und dann dürfen Mannschaften und Zuschauer auch auf eines dieser „Krötensee-Wunder“ hoffen, die es schon öfter mal gab.
HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Brockstedt, Smolik, Luber, Benjamin Funke, Florian Funke, Klee, Forster Kristian
Bericht: cwh
