Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2014/2015
Samstag, 07. März 201518:30 Uhr

Herren IgegenDJK Waldbüttelbr

Heim

Herren I

22 : 23

Endergebnis

Gast

DJK Waldbüttelbr

Spielort

Kroetensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

HCS gegen Topteam aus Waldbüttelbrunn

Sulzbach braucht ein gutes Spiel gegen den hohen Favoriten

Das Spiel heißt Einer aus Sieben und hat nichts mit einem gemütlichen Gesellschaftsspiel zu tun, sondern beschreibt den spannenden Kampf um den 11. Tabellenplatz der Bayernliga der von den Vereinen so unbeliebt ist. Während der direkte Abstieg und die Meisterschaft ja längst entschieden sind, bleibt das Gerangel im Mittelfeld das Salz in der Suppe der Liga.

Nach der zwar erwarteten, aber doch in der Höhe etwas bedenklichen Niederlage in Bayreuth benötigen die Sulzbacher Handballer eigentlich dringend wieder einmal ein paar Punkte, doch der Gast am Samstagnachmittag um 18.30 Uhr in der Krötenseehalle ist dafür so gar nicht prädestiniert. Zu Gast ist die DJK Waldbüttelbrunn, die sich bis vor drei Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem SV Auerbach um die Meisterschaft geliefert hat. Nach der Heimniederlage gegen Bayreuth und dem ebenfalls verlorenen Endspiel in Auerbach mussten die Unterfranken aber abreißen lassen und liegen nun vier Zähler hinter dem Tabellenführer. Auch wenn die Luft vielleicht etwas raus ist aus der Mannschaft, sollte die Klasse der „Sumpfler“ im Normalfall genügen gegen den Gastgeber aus der Herzogstadt, denn die Gäste verfügen über einen ausgeglichenen und breiten Kader, der dem HCS schon im Hinspiel, nach ordentlicher 1. Halbzeit, das Genick gebrochen hatte. Auffälligster Akteur im Team von Trainer Karoly Kovacs ist dabei der ungarische Torhüter Matjas Varga, der den Hauptanteil daran hat, dass sich die Unterfranken mit der besten Abwehr der Liga schmücken dürfen.

Davon waren die Gastgeber aus der Oberpfalz in der letzten Partie meilenweit entfernt. Doch auch nach der Pleite von Bayreuth gibt es noch Hoffnung im Sulzbacher Lager, denn besonders in eigener Halle sind die Jungs von Trainer Pavel Krizek meist ein paar Klassen besser als in fremden Hallen. Darauf baut auch der Coach, der es hoffentlich geschafft hat seinen Akteuren das nötige Selbstvertrauen wieder zurück zu geben. Auch wenn die Gewinnchancen am Samstag wohl eher gering sind, müssen die Jungs aus der Bergstadt versuchen mit einer positiven Stimmung aus der Partie zu gehen. Dazu reicht notfalls auch eine beherzte Leistung gegen den hohen Favoriten. Die entscheidenden Spiele gegen Teams auf Augenhöhe kommen erst in den nächsten Wochen und da muss man vor allem physisch in einer Topverfassung sein.

Die treuen Fans können dabei mithelfen, denn mit solcher Unterstützung spielt es sich dann doch etwas einfacher und dann dürfen Mannschaften und Zuschauer auch auf eines dieser „Krötensee-Wunder“ hoffen, die es schon öfter mal gab.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Brockstedt, Smolik, Luber, Benjamin Funke, Florian Funke, Klee, Forster Kristian

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Super Leistung der Krizek-Truppe wird nicht belohnt

Waldbüttelbrunn rettet den 23:22-Erfolg

Wer das Endergebnis von 22:23 im Spiel des David Sulzbach gegen den Goliath Waldbüttelbrunn kurz vor dem Spiel getippt hätte, wäre wohl nur müde belächelt worden. Angesichts der Leistung vom vergangenen Wochenende in Bayreuth und der Tatsache, dass mit Smolik (verletzt), Björn Kreyßig (Beruf) und Benjamin Funke (Urlaub) drei Leistungsträger fehlten sprach man eigentlich nur davon, wie die Pleite gegen den Tabellenzweiten in Grenzen gehalten werden kann. Doch dann lieferten die Herzogstädter eine fast perfekte Leistung ab und brachten den Favoriten an den Rand einer Niederlage. Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen, doch wieder einmal bewahrheitete sich das alte Sprichwort: Wenn du kein Glück hast kommt das Pech auch noch dazu.

Als es nach zehn Minuten 4:4-Unentschieden stand, freute man sich auf den Rängen über einen gelungenen Start, doch die Art und Weise, wie das Spiel verlief, machte dennoch noch keine großen Hoffnungen. Die Gastgeber mussten sich mit viel Einsatz ihre Tore in langen Angriffen erspielen, während der Gast seine körperliche Überlegenheit nutzte und schon nach wenigen Sekunden zum Abschluss kam. Aber irgendwie hatte man langsam das Gefühl, dass der Tabellenzweite die Partie immer noch nicht so richtig ernst nahm. Zwar kamen die Franken sehr oft in eine gute Abschlusssituation, doch entweder scheiterten sie am überragenden Sulzbacher Torhüter Daniel Heimpel oder an sich selbst. Viel zu oft streifte der Ball am Tor der Gastgeber vorbei und so stand es weitere zehn Minuten später immer noch 8:8-Remis. Geführt von Daniel Luber, der immer mehr in die Spielmacherrolle hineinwächst, blieben die Gastgeber geduldig und hatten mit Toni Kreyßig und Florian Funke auch zwei Rückraumschützen, die sich immer wieder gegen die hochgelobte Abwehr der Unterfranken durchsetzen konnten. So retteten sich die Gäste mit einer knappen 12:11-Führung in die Pause, wo sie sich sicher einige ermunternde Worte ihres Trainers anhören mussten.

Wer nun gedacht hatte, dass der Favorit jetzt zwei Gänge hinaufschalten würde, lag aber falsch. Die Partie blieb ausgeglichen. Zwei dominierende Abwehrreihen kämpften bis zum Umfallen, wobei die Partie trotzdem immer fair blieb, da beide Kontrahenten dumme Fouls nicht nötig hatten. Als die Fans schon so langsam eine Sensation witterten, denn nach 40 Minuten waren die Gastgeber immer noch in Schlagdistanz (19:20) kippte die Partie dann doch auf die Seite des Favoriten. Gästekeeper Matjas Varga entschärfte nun einige Chancen der Herzogstädter und Lukas Tendera warf die 23:20-Führung der „Sumpfler“ heraus. Doch die Krizek-Truppe hatte sich noch nicht aufgegeben. Wieder kämpften sie sich auf ein Tor heran und hätten sogar noch den hochverdienten Ausgleich erzielen können. Doch den starken Wurf von Toni Kreyßig kratzte der Torhüter von der Linie und so blieb es beim 32:22-Erfolg des Favoriten gegen eine Heimmannschaft, die sich zumindest moralisch aufrichten konnte und nun selbstbewusst in die entscheidende Phase der Saison geht.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Toni Kreyßig 6, Florian Funke 4, Luber 4(2), Marco Forster 3, Laugner 2, Kristian Forster 2, Krizek 1, Klee, Brockstedt

Bericht: cwh