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Saison 2009/2010
Sonntag, 15. November 200916:30 Uhr

Herren IgegenHG Ansbach

Heim

Herren I

:

Noch kein Ergebnis

Gast

HG Ansbach

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Hält die Siegesserie der Sulzbacher Handballer ?

Gegner aus Ansbach im Aufwind

Das Derbyfieber ist zwar im Abklingen, doch Zeit zum Ausruhen bleibt den Sulzbacher Handballern nicht. Das nächste Heimspiel steht an und findet, etwas ungewohnt, am Sonntag um 16.30 Uhr in der Krötenseeschule statt. Zu Gast ist der Aufsteiger aus der Bezirksoberliga Mittelfranken, die HG Ansbach.

Einen guten Ruf hatte der Gast aus der fränkischen Bezirkshauptstadt schon immer. Lange Zeit gehörten sie zur Elite der bayerischen Handball-Vereine, doch in den letzten Jahren musste man kleinere Brötchen backen. Umso mehr wurde im Frühjahr der Meistertitel und damit verbundene Aufstieg in die Landesliga gefeiert. Grund zur Freude gab es seitdem aber nur noch selten, denn die ersten fünf Spiele in der neuen Umgebung gingen allesamt verloren. Dadurch ziert der Aufsteiger derzeit das Tabellenende und braucht nichts dringender als zählbare Erfolge, sonst könnte der Ausflug in die zweithöchste bayerische Liga nur ein kurzes Intermezzo bleiben. Den ersten Lichtblick gab es vergangenes Wochenende, als die Truppe von Coach Wolfgang Schmidt, den ersten Punkt erkämpfte. Ausgerechnet gegen den starken TV Gerolzhofen schaffte man in eigener Halle ein 33:33-Remis und schöpft nun neue Hoffnung.

Dieses Ergebnis sollte den Herzogstädtern Warnung genug sein, den Tabellenletzten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Zwar können die Jungs von Trainer Klaus Kuether nach dem Derbysieg in Amberg vor Stolz kaum noch gehen, aber am Sonntag beginnt die Partie wie gewohnt bei Null und ein Sieg muss sich erst einmal wieder erkämpft werden. Der Coach wird wohl wieder auf seinen Kader vom letzten Wochenende zurückgreifen können, da keine größeren Blessuren gemeldet wurden. Er wird seine Truppe wohl auch nochmals an die erste Halbzeit in Amberg erinnern, die definitiv nicht landesligatauglich war. Besser machten es die Herzogstädter dann in der zweiten Hälfte und genau dort sollte man in eigener Halle anknüpfen.

Trotz aller gebotenen Vorsicht, ist der Gastgeber natürlich klarer Favorit gegen den Aufsteiger und sollte mit dem, in den letzten Partien erworbenen Selbstvertrauen, in dieses Spiel gehen. Mit einem weiteren Erfolg, könnte die Siegesserie ausgebaut werden und er HCS wäre endlich in der Spitzengruppe angekommen.

HC Sulzbach: Güthe, Vojtech (Tor); Hartmann, Andörfer, Burckhard, Waitz, Ströhl, Munker, Englhard, Artz, Moritz, Nachtman, Forster, Stauber

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Blamable 30:37-Niederlage gegen die HG Ansbach

Was zum Teufel ging da ab?

Etwas überrascht und völlig frustriert standen Spieler und Fans am Sonntagnachmittag nach dem Spiel gegen die HG Ansbach in der Krötenseehalle. Nicht mehr alle – einige Zuschauer hatten schon Minuten vor Spielende die Halle verlassen und das bestimmt nicht, um einem Verkehrschaos zu entkommen. Sie verpassten zumindest den Jubel des Gästeteams, das sich in der Begegnung zweier schwacher Mannschaften den ersten doppelten Punktgewinn der Saison holte. Mit der blamablen 30:37-Heimniederlage sind die Sulzbacher Handballer auf brutale Weise nach dem fulminanten Derbysieg letzte Woche, auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Nur die ersten Minuten gehörten den favorisierten Gastgebern. Doch nach dem 5:2-Zwischenstand war die Sulzbacher Handball-Herrlichkeit schnell vorbei. Natürlich fehlten mit Peter Andörfer und Jiri Smolik zwei Leistungsträger und quälten sich Michael Waitz und Marco Forster mit Verletzungen durch die Partie, doch kann dies nur eine verzweifelte Ausrede auf der Suche nach den Ursachen dieser katastrophalen Leistung sein. Bekanntlich hat ja eine Mannschaft mehrere Spieler, doch keiner war an diesem Tage fähig oder bereit in die Bresche zu springen. Nach zehn Minuten übernahm so der Gast die Führung (5:6), die er bis zum Ende nicht mehr abgeben sollte. Groß aufspielen mussten die Mittelfranken dabei gar nicht, denn an diesem Tag war die Abwehr der Gastgeber offen wie ein Scheunentor. Dermaßen allein gelassen, mutierte sogar der sonst so zuverlässige „Hexer“ aus Pilsen zum Zauberlehrling. Zdenek Vojtech flogen die Bälle genauso um die Ohren, wie seinem Stellvertreter Thorsten Güthe. Damit war der Defensive die Sicherheit genommen und Ansbach hatte leichtes Spiel. Dass es bis zur Pause nur 15:17 stand lag vor allem daran, dass die Gäste wohl noch nicht so recht registriert hatten, wie einfach es ihnen in der sonst so gefürchteten Herzogstadt gemacht wurde.

Den zornigen Worten von Trainer Klaus Kuether in der Pause, folgten leider keine Taten. Besonders die führende Hand von Peter Andörfer fehlte den Akteuren. Denn obwohl sein Stellvertreter Marek Nachtman noch der beste Sulzbacher Akteur war, ist der junge Tscheche doch eher ein torgefährlicher Mittelmann, als ein Spielmacher. So lebte die Partie weiter von Einzelaktionen und hier waren die Gäste aus Franken meist eine Klasse besser. Mitte der zweiten Halbzeit schlichen sich die Ansbacher dann ganz gelassen von 20:22 auf 21:27 davon. Dies bekamen die meisten Fans gar nicht so richtig mit, da sie sich so oft verwundert die Augen reiben mussten, ob das wirklich die gleiche Mannschaft ist, die so einen überragenden Handball in Amberg zelebrierte.

Der Rest der Partie war mehr oder weniger Schadensbegrenzung seitens der Gastgeber, was aber auch nicht mehr gelang. Mit der glatten 30:37-Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht müssen die Herzogstädter nun zwei Wochen leben, denn nächste Woche ist spielfrei und so kann sich die Küther-Truppe erst im Heimspiel gegen die TS Selb wieder rehabilitieren. HC Sulzbach:

Güthe, Vojtech (Tor); Nachtman 9(4), Waitz 5(3), Ströhl 5, Moritz 5, Forster 3, Hartmann 2, Artz 1, Burkhardt, Englhard, Stauber, Munker

Bericht: cwh