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Saison 2014/2015
Samstag, 24. Januar 201518:30 Uhr

Herren IgegenTSV Lohr

Heim

Herren I

28 : 23

Endergebnis

Gast

TSV Lohr

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Wichtiges Spiel gegen wankenden Riesen

TSV Lohr zu Gast in der Krötenseehalle

Ein richtungsweisendes Spiel erwartet Vorstand Christian Weiß an diesem Wochenende. „Nicht nur die Punkte gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf sind wichtig, sondern die Reaktion der Spieler auf die deftige Niederlage in Landshut“, so der Chef. Auch Trainer Pavel Krizek wird seine Mannschaft vor allem moralisch auf die Partie am Samstag um 18:30 Uhr in der Krötenseehalle gegen den Tabellenzwölften TSV Lohr einstellen. „Das Spiel gegen Lohr und die Auswärtspartie eine Woche später beim TSV Ismaning müssen gewonnen werden, sonst wird es wieder so eine nervige Rückrunde wie letztes Jahr und das wollen wir diesmal vermeiden“, motiviert der Coach seine Mannen.

Schwer genug wird die Aufgabe sowieso, denn warum die Unterfranken aus Lohr schon das zweite Jahr akut gegen den Abstieg kämpfen müssen, versteht in der Liga kaum jemand. Jahrelang galten die Handballer aus dem Spessart als potentieller Aufstiegskandidat und verpassten die Meisterschaft oft nur um Haaresbreite. Doch seit letzter Saison ist der Wurm drin bei den Franken. Natürlich hatten die Gäste einige prominente Abgänge zu verkraften, doch die verbliebenen Cracks, allen voran die Rückraumschützen Bardina, Zeleny, Gremzde und Spielmacher Stefan Meyer von der HC Erlangen sollten eigentlich Garanten für das obere Tabellendrittel sein. Doch irgendetwas passt nicht bei den Lohrern. Viel zu viele Partien wurden durch dumme eigene Fehler noch verschenkt, wie auch das 26:26-Remis im Hinspiel gegen den HCS. Nur zwei Siege und zwei Unentschieden im bisherigen Verlauf sind dann eben zu wenig für einen Verein, der immer mit einem Auge auf die dritte Liga schielt. Doch erst einmal müssen die Lohrer ihre Hausaufgaben im Abstiegskampf machen. Letzte Woche gegen die starken Waldbüttelbrunner war davon bei der 18:25-Heimniederlage noch nichts zu sehen. So ist die Partie bei den Herzogstädtern für die Gäste fast schon Überlebens wichtig.

Bis zum Hals steht den Gastgebern das Wasser zwar noch nicht, aber die Partie in Landshut hat gezeigt, dass die Herzogstädter noch lange nicht aus dem Schneider sind. Mit der Einstellung, besonders in der Abwehr von letzter Woche, gewinnt man definitiv kein Spiel in der Bayernliga. Die Mannschaft musste erkennen, dass rein spielerische Mittel noch lange nicht ausreichen. Nur über den Kampf geht etwas und das müssen die Jungs am Samstag von der ersten Minute an zeigen. Die Pleite in Niederbayern haben ja nur einige Edelfans gesehen. Am Samstag wird die Krötenseehalle wieder gut gefüllt sein und da kann man sich so ein lebloses Spiel nicht erlauben. Der Coach hofft auf seinen kompletten Kader, denn jeder hat ja so einiges gut zu machen.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Marco Forster, Smolik, Florian Funke, Luber, Benjamin Funke, Klee, Kristian Forster, Brockstedt

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Sulzbacher Handballer schreiben Geschichte

10:0-Lauf bringt dramatischen 28:23-Erfolg gegen den TSV Lohr

Was am Samstag in der Partie des HC Sulzbach gegen den TSV Lohr passiert ist, kann man nur mit unglaublich umschreiben und wer nicht in der Krötenseehalle dabei war, hat leider die wohl dramatischte Aufholjagd in der Geschichte des HC Sulzbach verpasst. Zehn Minuten vor dem Ende führte der Gast aus Lohr mit beruhigenden fünf Treffern, doch zehn Minuten später ging der Gastgeber mit einem 28:23-Erfolg aus der Halle. 10 Tore in Folge ohne Gegentreffer stehen für die verrückteste Schlussphase der Handballer aus der Herzogstadt.

Dabei begann die Partie völlig unspektakulär. In der ersten Halbzeit standen sich zwei Kontrahenten gegenüber, die den Zuschauern ein eher durchschnittliches Ligaspiel boten. Viele technische Fehler und Fehlwürfe prägten die Anfangsphase in denen sich nur die Torhüter gute Noten verdienen konnten. Immer wieder wechselte die Führung (3:2, 6:8, 10:9) ehe der Gastgeber zum Ende der ersten Hälfte etwas konzentrierter agierte und mit 13:11 in die Pause durfte. Die Teams hatten ihre Nerven im Abstiegskampf noch nicht im Griff und auch das Fehlen der Leistungsträger Krizek beim HCS und Gremzde beim TSV machten sich negativ bemerkbar.

Trotzdem waren sich die Fans beim Pausengetränk eigentlich sicher, dass die Sulzbacher diese Partie mit einem typischen Arbeitssieg beenden würden, zu wenig Gegenwehr kam bis dahin von den abstiegsbedrohten Unterfranken. Doch dann kam erst einmal alles anders. 20 Minuten lang betrieben die Jungs von Coach Pavel Krizek eine Sportart, die nur entfernt mit Handball zu tun hatte. Die Gäste nahmen diese Vorlage dankbar auf und setzten sich, ohne selbst groß zu glänzen immer mehr ab. Besonders der Linkshänder Yannick Bardina konnte nun schalten und walten, wie er wollte und als es zehn Minuten vor dem Ende 23:18 für den Gast stand, setzte kein Fan mehr einen Cent auf die Gastgeber. Nur der wieder einmal überragende Torhüter Daniel Heimpel wehrte sich gegen die fast schon sichere Niederlage und seine Paraden waren es dann auch, die den Oberpfälzern noch einmal Mut machten. Die wichtigste Entscheidung war allerdings, dass der Trainer nun mit Toni Kreyßig einen offensiven Mann in die Deckung stellte, der die Kreise des Haupttorschützen Bardina entscheidend störte. Und dann griff ein Rad ins andere. Die Paraden des Torhüters, die schnellen Gegenstöße von Rechtsaußen Marco Forster und die Hammertore von Jiri Smolik weckten die Fans noch einmal auf und als fünf Minuten vor Schluss die Führung (24:23) zurückerobert wurde, kochte die Krötenseehalle. Weil es nun aber schon so gut lief, packten die Sulzbacher gleich noch ein paar Tore drauf und da den Gästen nun tatsächlich kein eigener Treffer mehr gelang wurde es sogar noch ein deutlicher 28:23-Erfolg der Gastgeber. Entsprechend enthusiastisch wurde dieser Sieg gefeiert, denn solche Momente erleben auch gestandene Bayernligahandballer nicht alle Tage.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Smolik 7, Marco Forster 5, Björn Kreyßig 5(2), Toni Kreyßig 4, Laugner 4, Benjamin Funke 2, Florian Funke 1, Kristian Forster, Luber, Meta, Brockstedt, Klee

Bericht: cwh