Vor dem Spiel
Wichtiges Spiel gegen wankenden Riesen
TSV Lohr zu Gast in der Krötenseehalle
Ein richtungsweisendes Spiel erwartet Vorstand Christian Weiß an diesem Wochenende. „Nicht nur die Punkte gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf sind wichtig, sondern die Reaktion der Spieler auf die deftige Niederlage in Landshut“, so der Chef. Auch Trainer Pavel Krizek wird seine Mannschaft vor allem moralisch auf die Partie am Samstag um 18:30 Uhr in der Krötenseehalle gegen den Tabellenzwölften TSV Lohr einstellen. „Das Spiel gegen Lohr und die Auswärtspartie eine Woche später beim TSV Ismaning müssen gewonnen werden, sonst wird es wieder so eine nervige Rückrunde wie letztes Jahr und das wollen wir diesmal vermeiden“, motiviert der Coach seine Mannen.
Schwer genug wird die Aufgabe sowieso, denn warum die Unterfranken aus Lohr schon das zweite Jahr akut gegen den Abstieg kämpfen müssen, versteht in der Liga kaum jemand. Jahrelang galten die Handballer aus dem Spessart als potentieller Aufstiegskandidat und verpassten die Meisterschaft oft nur um Haaresbreite. Doch seit letzter Saison ist der Wurm drin bei den Franken. Natürlich hatten die Gäste einige prominente Abgänge zu verkraften, doch die verbliebenen Cracks, allen voran die Rückraumschützen Bardina, Zeleny, Gremzde und Spielmacher Stefan Meyer von der HC Erlangen sollten eigentlich Garanten für das obere Tabellendrittel sein. Doch irgendetwas passt nicht bei den Lohrern. Viel zu viele Partien wurden durch dumme eigene Fehler noch verschenkt, wie auch das 26:26-Remis im Hinspiel gegen den HCS. Nur zwei Siege und zwei Unentschieden im bisherigen Verlauf sind dann eben zu wenig für einen Verein, der immer mit einem Auge auf die dritte Liga schielt. Doch erst einmal müssen die Lohrer ihre Hausaufgaben im Abstiegskampf machen. Letzte Woche gegen die starken Waldbüttelbrunner war davon bei der 18:25-Heimniederlage noch nichts zu sehen. So ist die Partie bei den Herzogstädtern für die Gäste fast schon Überlebens wichtig.
Bis zum Hals steht den Gastgebern das Wasser zwar noch nicht, aber die Partie in Landshut hat gezeigt, dass die Herzogstädter noch lange nicht aus dem Schneider sind. Mit der Einstellung, besonders in der Abwehr von letzter Woche, gewinnt man definitiv kein Spiel in der Bayernliga. Die Mannschaft musste erkennen, dass rein spielerische Mittel noch lange nicht ausreichen. Nur über den Kampf geht etwas und das müssen die Jungs am Samstag von der ersten Minute an zeigen. Die Pleite in Niederbayern haben ja nur einige Edelfans gesehen. Am Samstag wird die Krötenseehalle wieder gut gefüllt sein und da kann man sich so ein lebloses Spiel nicht erlauben. Der Coach hofft auf seinen kompletten Kader, denn jeder hat ja so einiges gut zu machen.
HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Björn Kreyßig, Toni Kreyßig, Krizek, Laugner, Marco Forster, Smolik, Florian Funke, Luber, Benjamin Funke, Klee, Kristian Forster, Brockstedt
Bericht: cwh
