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Saison 2014/2015
Samstag, 15. November 201418:30 Uhr

Herren IgegenSV Anzing

Heim

Herren I

31 : 23

Endergebnis

Gast

SV Anzing

Spielort

Kroetensee

Halle finden

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Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Endlich wieder ein Heimspiel

Superwichtige Partie gegen den SV Anzing

Vier lange Wochen haben die Sulzbacher Fans auf das nächste Heimspiel der Handballer warten müssen. Doch am kommenden Samstag um 18.30 Uhr geht es wieder los in der von den Gastmannschaften so gefürchteten Krötenseehalle. Die Zuschauer erwartet auch gleich ein besonderes Handballschmankerl, denn zu Gast ist der SV Anzing, als Aufsteiger aus der Landesliga Süd ein völlig unbeschriebenes Blatt für die Herzogstädter und als direkter Tabellennachbar ein Gegner, der unbedingt geschlagen werden muss.

Die Anzinger kommen mit der Referenz eines hungrigen, jungen Teams in die Oberpfalz und haben sich in der Bayernliga schon einigen Respekt verschafft. Dies bewiesen sie auch am letzten Wochenende, als sie die DJK Waldbüttelbrunn zumindest nach einer Halbzeit am Rande einer Niederlage hatten. Zwar gewann der Favorit dann doch noch klar mit 33:27, doch Trainer Hubert Müller zeigte sich sehr angetan von der derzeitigen Leistungsfähigkeit seiner Jungs. Zwei Brüderpaare sind es, die das Herz der Anzinger Mannschaft bilden. Max und Matthias Haberthaler bzw. Marinus und Jonathan Limbrunner machen die Münchner Vorstädter zu einer Familienangelegenheit, auch wenn der erfolgreichste Torjäger Philipp Ball heißt und wie so oft bei den Teams ein pfeilschneller Außenspieler ist. Einen Punkt Vorsprung haben die Gäste zurzeit auf den Gastgeber und so benötigen die Anzinger, die natürlich noch voller Aufstiegseuphorie stecken, die Punkte genauso wie der HCS.

Für die Sulzbacher gilt es nun vor allem, die beiden deftigen Niederlagen in Haunstetten und Waldbüttelbrunn aus den Köpfen zu bekommen und sich auf ihre Heimstärke zu besinnen. Die Negativerlebnisse zehren an den Nerven der Spieler, die erkennen müssen, dass man nur gemeinsam den Erfolg erzwingen kann. Einzelkämpfer sind nicht gefragt in der Bayernliga, dazu ist diese Klasse zu ausgeglichen besetzt und die Teams zu nahe beieinander. Gespannt darf man auf den ersten Heimauftritt von Neuzugang Linus Brockstedt sein, der in Haunstetten schon sein Potential andeutete. Zeigen müssen aber alle Akteure, dass sie gewillt sind die Punkte einzufahren. Diesen Plan in die Köpfe der Spieler zu bringen war die Hauptaufgabe von Trainer Pavel Krizek, der aber trotzdem sehr optimistisch in die Partie geht.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel Toni Kreyßig, Björn Kreyßig, Krizek, Laugner, Forster Marco, Termer, Smolik, Funke, Luber, Brockstedt, Klee, Forster Kristian

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Die Katze von Anzing diesmal in den Sulzbacher Reihen

Daniel Heimpel überragt beim 32:23-Kantersieg gegen den SV Anzing

Die Sulzbacher Handballer bleiben zuhause eine Macht. Beim grandiosen 32:23-Erfolg gegen den SV Anzing scheiterten die ambitionierten Aufsteiger aus Oberbayern dabei an den eigenen Nerven und an einer bestens aufgelegten Oberpfälzer Mannschaft, die ihr stärkstes Saisonspiel zeigte. Viel Unterstützung gab es dabei auch von den Rängen, denn die über 500 Fans in der Krötenseehalle hinterließen bei den jungen Anzingern doch einen bleibenden Eindruck.

Die entscheidenden Trümpfe der Gastgeber standen zwischen den Pfosten. Die Katze von Anzing (Sepp Meier, Fußballweltmeister 1974) hätte seine helle Freude an der Leistung der Sulzbacher Keeper gehabt. Daniel Heimpel hatte eine sensationelle Quote von über 50 % gehaltener Bälle aus dem Spiel und Max Lotter entpuppte sich mit drei gehaltenen Strafwürfen als 7-Meter-Killer. So musste man eigentlich nur in der ersten Halbzeit um den Sieg bangen. Die Gäste hatten zwar den besseren Start (0:2), doch spätestens als Marco Forster seinen ersten Gegenstoß verwandelte, war klar, dass diesmal ein Team auf der Platte stand, das unbedingt den Sieg in diesem so wichtigen Spiel wollte. Dass die erste Führung erst in der 15. Minute klappte (7:6) lag vor allem daran, dass die Gäste auch einen außergewöhnlichen Spieler in ihren Reihen hatten. Der Rückraumschütze Jonathan Limbrunner beeindruckte mit Maßgenauigkeit bei seinen Würfen und erst Max Lotter konnte ihn in der zweiten Halbzeit am Siebenmeterpunkt entzaubern. Der Rest der Oberbayern enttäuschte zumindest im Angriff etwas, nur die offensive 3-2-1-Deckung spielte der Aufsteiger mit viel Leidenschaft und so war die Partie zur Halbzeit trotz 13:10-Führung der Sulzbacher noch nicht in trockenen Tüchern. Ein Aktivposten war diesmal auch Spielertrainer Pavel Krizek, der Verantwortung beim Strafwurf übernahm und mit seiner kämpferischen Einstellung das Team mitriss.

Nach der Pause dauerte es aber dann nicht mehr lange und die Partie war entschieden. Im Angriff waren es wieder einmal mit Toni Kreyßig und Marco Forster die üblichen Verdächtigen, die für die Tore sorgten. Auch Coach Pavel Krizek konnte sich nun etwas zurücknehmen, weil der junge Daniel Luber immer mehr in seine neue Rolle als spielmachender Kreisläufer hineinwächst. Hier hat sich der Trainer mit dem ballsicheren Talent eine echte Alternative geschaffen.

Spätestens nach dem 24:18-Zwischenstand Mitte der zweiten Halbzeit erlahmten dann auch die Bemühungen der Gäste und die zufriedenen Fans durften sich am Schaulaufen der Sulzbacher Mannschaft erfreuen. Der 32:23-Endstand war dann zwar sicher etwas zu hoch, doch das interessierte keinen mehr in der Halle, denn zwei extrem wichtige Punkte waren eingefahren und der HCS hat nun wieder etwas Luft im spannenden Abstiegskampf der Bayernliga.

HC Sulzbach: Lotter, Heimpel (Tor); Toni Kreyßig 8, Forster Marco 6, Luber 4, Krizek 4(4), Smolik 3, Laugner 3, Forster Kristian 1, Termer 1, Klee 1, Brockstedt 1, Funke

Bericht: cwh