Vor dem Spiel
Sulzbacher Handballer beim Schlusslicht
In Indersdorf ist Konzentration gefordert
Ein ungewohntes Gefühl begleitet die Sulzbacher Handballer am Samstag um 19.00 Uhr zum Auswärtsspiel beim TSV Indersdorf. Während man in den letzten Jahren immer brav die Punkte bei den Oberbayern lies, fährt man dieses Mal als Favorit zur Truppe von Spielertrainer Christian Kofler.
Völlig überraschend liegt der Vizemeister des Vorjahres mit nur drei Punkten am Tabellenende der Landesliga Mitte und steckt so mitten im Abstiegskampf. Die Gründe dafür versteht wohl auch in Indersdorf keiner so recht. Zwar hat mit Benjamin Kluge ein Leistungsträger den Verein in Richtung Milbertshofen verlassen, doch wurde mit dem Ungarn Tamas Szabo ein adäquater Ersatz gefunden. So erwarteten die Experten die Marktler wieder ganz oben in der Tabelle, doch nach einem völlig verpatzten Saisonstart trägt man nun die Rote Laterne der Liga. Dabei spielen die Gastgeber gar nicht so schlecht. Meist kann die Kofler-Truppe mithalten, doch am Ende kommt nichts Zählbares heraus. Scheinbar ist den Indersdorfern das Sieger-Gen abhanden gekommen. So war es auch wieder am letzten Spieltag, als man trotz starker Leistung beim Tabellenführer Freising nur knapp mit 37:34 verlor.
Solche Probleme haben die Herzogstädter zurzeit nicht. Woche um Woche spielen die Jungs von Coach Ingo Gömmel am oberen Limit ihrer Leistungsfähigkeit und haben inzwischen auch die Erfahrung und die Cleverness die Spiele zu gewinnen. Selbst die vielen Verletzten, Kranken und beruflich Verhinderten konnten die Truppe nicht aus der Bahn werfen. Hier macht sich der ausgeglichene Kader bezahlt. Trotzdem wissen die Jungs was sie bei den Oberbayern erwartet. Die Indersdorfer stehen schon mit dem Rücken zur Wand und müssen vor allem in eigener Halle unbedingt punkten. Wenn die Kofler-Schützlinge erst einmal ihre Normalform finden, hilft auch der Blick auf die Tabelle nichts. Dann muss auch der Tabellenzweite aus Sulzbach seinen besten Handball zeigen, sonst wird es eine böse Überraschung geben.
Sollten Peter Andörfer und Peter Englhard ihre Grippe überwunden haben, kann Trainer Gömmel aus den Vollen schöpfen und so fährt der HC Sulzbach zwar mit Respekt, aber ohne Angst zum TSV Indersdorf, um den Platz an der Tabellenspitze zu behalten.
HC Sulzbach: Güthe, Vojtech, im Tor; Munker, Baumgärtel, Braun, Englhard, Stauber, Andörfer, Hartmann, Waitz, Brandt, Forster, Nachtman
Bericht: cwh
