Zum Inhalt springen
Zurück zum Spielplan
Saison 2011/2012
Samstag, 28. Januar 201215:30 Uhr

Herren IgegenHC Erlangen II

Heim

Herren I

23 : 29

Endergebnis

Gast

HC Erlangen II

Spielort

Krötensee

Halle finden

Zum Spiel

Vor- und Nachbericht

Vor dem Spiel

Über die Schmerzgrenze gehen

Gegen den HC Erlangen ist Wiedergutmachung angesagt

Die Lage in der Handball-Bayernliga spitzt sich so langsam zu. Nach der doch etwas überraschenden Niederlage der Herzogstädter in Winkelhaid ist die Situation im Abstiegskampf enger denn je. Die Teams aus Sulzbach (9 Punkte), Roding, Coburg und Bayreuth (je 8 Punkte) und Winkelhaid (6 Punkte) werden die Absteiger wohl unter sich ausmachen. Entscheidend werden hier die Punkte in den direkten Duellen sein, umso schlimmer ist die Pleite der Sulzbacher am letzten Wochenende in Winkelhaid zu bewerten. Wichtig wäre es deshalb, wenn diese Scharte gegen eines der höher angesiedelten Teams ausgewetzt werden könnte und dazu haben die Oberpfälzer am Samstag um 15.30 Uhr in der Krötenseehalle gegen den HC Erlangen II die Möglichkeit.

Den Gegner aus Universitätsstadt lassen die Rechenspiele der Teams am Tabellenende völlig kalt. Mit 20:10 Punkten liegt man gesichert im Mittelfeld der Liga und braucht sich nach hinten keine Sorgen mehr machen. Die Jungs von Trainer Stefan Mittag können sich nach der 31:33-Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen den TSV Rödelsee, aber auch den Blick an die Spitze sparen. Einen Trainingsspielcharakter wird die Partie für die Franken aber dennoch noch nicht besitzen. Für die junge Truppe ist jede Partie auch ein Schaulaufen für die Zweitligamannschaft der Erlanger, und das bedeutet, dass die Franken sicher wieder Vollgas geben werden. Die Unbekümmertheit und jugendliche Frische ist auch das große Plus der sehr ausgeglichen besetzten Mannschaft und wenn es dann doch mal Ernst wird, hilft die Routine des Ex-Bundesligacracks Tobias Wannenmacher. Schon im Hinspiel drehte er die Partie nach einer Halbzeitführung der Herzogstädter noch zu einem 35:28-Sieg seiner Jungs.

In der Herzogstadt gab es nach der Pleite in Winkelhaid natürlich erhöhten Redebedarf. Nach intensiver Nachbetrachtung des Spiels schlug der Coach aber vor den „Resetknopf“ zu drücken. Die Mannschaft soll sich freimachen vom Frust der letzten Niederlagen und mit der Erinnerung an die gezeigten Leistungen in der ersten Phase der Meisterschaft in die Partie gehen. Der Coach wird dem gleichen Kader die Chance zur Wiedergutmachung geben und die Jungs werden am Samstag sicher mit viel Wut im Bauch auflaufen. Vor allem die Abwehr muss sich am Samstag daran messen lassen, ob sie Bayernligareife besitzt. Nur vier Zeitstrafen im ganzen Spiel und davon drei wegen dummen Nachschlagens sind zwar ehrenwert, doch wir wollen keinen Fairnesspokal gewinnen sondern den Klassenerhalt sichern.

Mit der Hilfe des hoffentlich immer noch treuen Sulzbacher Publikums im Rücken und mit einer Leistung, die weit über die Schmerzgrenze hinausgeht, besteht durchaus Hoffnung auf einen Erfolg gegen die Franken. Zumindest müssen die Cracks des HCS mit erhobenem Haupt die Halle verlassen können um mit frischer Motivation in die nächsten Duelle gegen die direkten Konkurrenten zu gehen.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Meyer, Kaspar, Waitz, Smolik, Blödt, Englhard, Forster, Ströhl, Wertmiller, Krizek, Braun

Bericht: cwh

Nach dem Spiel

Engagierte Leistung wird nicht belohnt

HC Erlangen entführt mit 29:23 beide Punkte aus der Herzogstadt

Zum erhofften Heimsieg hat es zwar wieder nicht gereicht, doch die Leistung der Sulzbacher Handballer war deutlich besser als in den letzten Wochen. Die klärenden Gespräche nach der Pleite in Winkelhaid zeigten Wirkung und wäre den Herzogstädtern am Ende nicht die Puste ausgegangen, hätte man den Favoriten aus Erlangen vielleicht sogar ein Bein stellen können. So siegte aber der breitere Kader und die größere Cleverness der Franken und die Punkte gingen nach der am Ende zu hohen 23:29-Niederlage in die Universitätsstadt.

Das Fehlen von Michael Waitz machte sich zu Beginn des Spiels noch nicht bemerkbar, weil die Gastgeber mit viel mehr Herzblut in die Partie gingen. Zwar verschlief man den Start (0:4) aber dann war die Rohrbachtruppe hellwach und schaffte beim 8:7 sogar zwischenzeitig die Führung. Ein gewohnt starker Jiri Smolik und ein immer besser in die Mannschaft findender Chris Meyer sorgten für die Tore, die auf der anderen Seite der Hexer aus Pilsen, Zdenek Vojtech, verhinderte. Natürlich war die Bundesliga-Reserve spielerisch überlegen, doch mit viel Kampfgeist hielten die Herzogstädter mit und so war die Partie zur Halbzeit beim Stande von 13:14 völlig offen.

Auch nach der Pause ließen die Gastgeber nicht locker und der hohe Favorit aus Franken musste schon alles geben, um den knappen Vorsprung zu halten. Zu verdanken hatten sie das vor allem dem Ex-Profi Tobias Wannenmacher, der eiskalt jede Lücke in der Sulzbacher Abwehr nutzte und sein Team nach 45 Minuten mit drei Toren in Führung brachte (20:23). Nun kam die entscheidende Phase der Partie, als die Erlanger zwei Zeitstrafen bekamen. Hier hätte das Spiel noch einmal eine Wende erfahren können, doch die Herzogstädter nutzten diese doppelte Überzahl nicht aus. Spätestens jetzt merkte man, dass die Kräfte der Gastgeber schwanden, doch Trainer Rohrbach hatte kaum Wechselmöglichkeiten, obwohl der eine oder andere Akteur längst eine Pause gebraucht hätte. So kam, was kommen musste. Bis zum 23:25 blieb man noch auf Schlagdistanz, doch dann gaben die Gäste noch einmal Gas und die Sulzbacher konnten nichts mehr dagegensetzen.

Das 23:29-Endergebnis verfälscht die engagierte Leistung der Gastgeber leider etwas, doch am verdienten Sieg der Erlanger gibt es nichts zu mäkeln. Trainer Rohrbach lobte seine Jungs, die gegen einen schwächeren Gegner an diesem Tage sicher eine gute Chance zu einem Erfolg gehabt hätten. So bleibt die Hoffnung, dass in den nächsten Wochen, wenn es gegen die direkten Gegner im Abstiegskampf geht, der Aufwärtstrend anhält. Dann ist der Abstieg sicher noch zu vermeiden.

HC Sulzbach: Von Borstel, Vojtech (Tor); Meyer 7(2), Smolik 5, Forster 3, Braun 3, Kaspar 3, Krizek 1, Ströhl 1, Wertmiller, Englhard, Blödt

Bericht: cwh